Neues Modell errechnet: Millionen Leben durch „Impfung“ gerettet

14. August 2024von 3,1 Minuten Lesezeit

Die Covid-Spritze hat noch mehr Leben als bisher angenommen gerettet, das sagt eine neue Modellierung, die gerade wieder heftig durch den Blätterwald getrieben wird. 

Alle Monate wieder: Aktuell treiben die deutschsprachigen Medien eine neue „Studie“ durch das Netz, das die die Wirksamkeit der mRNA-Therapien gegen Covid beweisen soll. Schnell wurde das Papier etwa vom ehemaligen Gesundheitsminister Rudi Anschober oder von einem Wiener Chefredakteur geteilt.

Junk Science

Erschienen ist das Papier im Lancet mit dem beeindruckenden Titel „Estimated number of lives directly saved by COVID-19 vaccination programmes in the WHO European Region from December, 2020, to March, 2023: a retrospective surveillance study“.

Die Autoren – darunter auch österreichische „Experten“ – kommen zum Schluss, dass die Impfung heilig ist. Naja fast. Denn die Impfung habe noch mehr Todesfälle verhindert, als bisher angenommen. Das ergibt die Schätzung der Anzahl der direkt geretteten Menschenleben. Das Papier, das von der US-Behörde CDC finanziert und für die WHO produziert worden ist, errechnet 1,6 Millionen Menschen, die man gerettet hätte. Mehr als die WHO angenommen hat, denn sie errechnete für Europa 1,4 Millionen.

Auf die Spitze hat es dann Rudi Anschober, Österreichs erster Corona-Minister getrieben, der den Artikel des ORF mit der Anmerkung „Zu den Fakten“ gepostet hat. Um „Fakten“ handelt es sich hier allerdings in keiner Weise. Die Grundlage der Schätzung ist eine Modellierung. Passend, dass ein User dazu gleich geschrieben hat:

„Modelle“ sind zu „Fakten“ wie „Modelleisenbahn“ zu „Eisenbahn“.

Die Studie weist sich sogar selbst Mängel aus. Etwa dass ihre Daten für die Zeit nach Januar 2022 aus „nur einer einzigen Länderstudie [stammen], die die Zahl der über Januar 2022 hinaus geretteten Leben bewertet hat“ (d. h. für etwa ein Drittel der „Studiendauer“). Dem natürlich nicht genug.

Es ist sehr einfach, wie diese Art der „Modellwissenschaft“ funktioniert: Das Modell prognostiziert X Fälle. Diese wurden dann aber nicht beobachtet. Die Differenz zwischen angenommen Fällen und erfassten Fällen hat die Impfung dann verhindert.

So liegt letztlich auch schlicht ein massiver Fehlschluss zugrunde: Post hoc ergo propter hoc. Eine Verwechselung von Korrelation mit Kausalität. Denn das die Fälle nicht erfasst wurden, muss nichts mit der Impfung zu tun haben (tatsächlich ist das wahrscheinlicher, aber das sagen nur „Verschwörungstheoretiker“).  Denn das Modell basiert auf nicht repräsentativen und nicht kontrollierten Covid-Testdaten. „Junk Science“ sagt man dazu: Wissenschaft für den Müll.

Stefan Homburg sagt dazu: „Die Studie verwendet den Kniff, nur die Wirkung auf PCR-Todesfälle betrachten. Sie unterschlägt Todesfälle durch Impfschäden wie Sinusthrombosen oder Herzleiden. Daher ist das Ergebnis nichtssagend: Arsen wäre effizienter, weil danach niemand mehr an Corona stirbt.“

Im Titelbild ist alles erfasst, was man zu dieser Studie sagen muss. Man schätzt anhand von positiven PCR-Tests, die nichts aussagen. Aber manche Meinungsmacher sehen darin großartige Wissenschaft.

Andreas Sönnichsen erklärte, dass „die gleiche Sau“ schon letztes Jahr durch das Dorf getrieben worden sei und verwies auf seine Analyse. Mit Wissenschaft hat diese Modellrechnung relativ wenig zu tun. Oder vielleicht doch, denn so sieht Wissenschaft heutzutage eben auch aus. Und einige Politiker lesen die Schlagzeile, sprechen dann von „Fakten“ und betreiben in Wahrheit Propaganda.

Natürlich erscheint dieses Modell einige Wochen bevor man wieder für die Covid-„Auffrischung“ werben wird. Noch immer werden die EU-Länder massenhaft mit dem Stoff beliefert. Es ist wie ein Tag des Murmeltiers, der berühmte Groundhog Day. Und es gibt offenbar nichts, was den herrschenden politmedialen Komplex davor abhält, diesen Unsinn immer und immer wieder zu wiederholen.


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6 Kommentare

  1. R.Fongern 15. August 2024 um 20:54 Uhr - Antworten

    Millionen Leben durch Impfung gerettet?
    Da ist ein erheblicher Rechenfehler drin.
    Die Rettung durch Impfung ist nur theoretisch. Die Millionen, angeblich Geretteten , werden später durch die Impfung schwer erkranken und schließlich sterben. Wo ist die Rettung ?

  2. OMS 15. August 2024 um 7:56 Uhr - Antworten

    Die in meinem Umfeld „Ungeimpften“ erfreuen sich bester Gesundheit.
    Die in meinem Umfeld „Geimpften“ haben teilweise schwerste gesundheitliche Probleme und
    leider sind auch Personen darunter, welche an/mit der Spikung verstorben sind.
    Fakt ist, dass diese Studie absoluter Schrott ist so wie so viele andere auf Wunsch der Pharma- oder Klimaabzocker modellierten Studien auch.

  3. Dorothea 15. August 2024 um 7:22 Uhr - Antworten

    Bei Zahlenverdrehungen und Tatsachenverdrehungen, etwa Geimpfte bis zu einem bestimmten Zeitraum als ungeimpft zu bezeichnen, da kann man leicht schönrechnen.
    Die maschinelle Beamtung während Corona, hat wahrscheinlich auch Leben gerettet. Die Leute wurden gerettet, schafften es aber nicht mehr nach Hause. (Ironie)

  4. Bernhard 14. August 2024 um 16:44 Uhr - Antworten

    Faktum ist, dass Ungeimpfte, Fake-Geimpfte und neue Impfunwillige eindeutig in der Mehrheit sind.
    Alle können lebensnah die ganz praktischen Auswirkungen des Geschäfts mit der Angst sehen.
    Zu viele Rechungen ohne den Wirt.
    Weitere Übergriffe von der Art werden den Vertrauensverlust nur steigern.

    • Dorothea 14. August 2024 um 18:13 Uhr - Antworten

      Abwarten! Erst heute traf ich zufällig eine Bekannte. Diplomkrankenschwester seit 35 Jahren. Derzeit im Krankenstand. Überzeugte Zeugin Coronas, das wusste ich. Jedenfalls brach das Gespräch bald ab, denn ihr Schlusssatz war: „Mit dem brauchst du mir gar nicht kommen. Das ist schon gut, dass es die Impfung gibt, erst kürzlich ist ein nicht einmal 60-jähriger Bekannter plötzlich an Lungenkrebs verstorben (Nichtraucher). Und mehreren Leuten in meinem Bekanntenkreis geht es wegen Corona nicht gut!“

      Da wollte ich einen kleinen Denkanstoß geben, aber diese Frau hat als Diplomkrankenschwester noch nie von den RKI-Protokollen gehört. Digitalen Impfpass findet sie gut, damit man die Infektionen besser in den Griff bekommt. Gegen eine totale Überwachung und Kontrolle der Gesundheitsvorschriften hätte sie nichts einzuwenden. Über meine Meinung zur WHO war sie dann empört und das Gerede über eine neue Weltordnung sei Schwachsinn. In vier Jahren war man, praktisch an der Front stehend, nicht imstande etwas zu hinterfragen oder zu recherchieren.

  5. Gabriele 14. August 2024 um 16:32 Uhr - Antworten

    Die Tiroler Tageszeitung war die Einzige (gebracht haben es natürlich brav alle österreichischen Zeitungen), die nicht 59 Prozent Erfolgsrate geschrieben hat, sondern „fast 60 Prozent“…. daran erkennt man die besonders eifrigen und untertänigen Corona-Mediendeppen… und deren Intelligenz-Potenzial.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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