CIA mit Putschversuch gegen Maduro

30. Juli 2024von 3 Minuten Lesezeit

Wie erwartet erkennt der Westen das Wahlergebnis in Venezuela nicht an – weil Maduro gewonnen hat. Die CIA-gestützte Opposition versucht es jetzt mit Straßengewalt. 

Die Wahlen in Venezuela sind geschlagen und der amtierende Präsident Nicolas Maduro hat gewonnen. Der Westen akzeptiert das Ergebnis aber nicht – US-kritische Beobachter hatten das bereits erwartet. Stattdessen erlebt das Land nun (wieder einmal) einen von der CIA inszenierten Regime-Change. Dabei setzt die Opposition auf Straßengewalt. In der Nacht auf Dienstag wurde etwa ein Krankenhaus in Brand gesetzt.

CIA-Firma erklärt Wahl für gefälscht

Die Opposition, die ganz offen von den USA unterstützt wird, erkennt das Wahlergebnis nicht an. Beweise für eine angebliche Wahlfälschung legt man keine vor. Stattdessen beruft man sich auf eine Umfrage – ein sogenannter „Exit-Poll“. Demnach hätte der Oppositionskandidat gewonnen. Die Umfrage kommt von einer Firma, die direkt mit der US-Regierung in Verbindung steht. „Edison Research“ war bereits in der Ukraine, Georgien und im Irak aktiv.

Viel Mühe gibt man sich in den USA also nicht mehr. Es scheint bereits ziemlich egal, mit wie viel Substanz man die Vorwürfe unterfüttert. Maduro muss weg. Das versucht man bereits seit vielen Jahren. Das US-amerikanische Großkapital ist gierig auf die Rohstoffe Venezuelas. Die EU und ihre Spitzenpolitiker unterstützen die US-Agenda. Maduros Wahlsieg wäre ein Betrug gewesen, weiß man auch in Brüssel bereits.

Wie die Realität wirklich aussieht, ist dagegen alles andere als sicher. Eine andere Sichtweise gibt etwa der US-amerikanische Kommunist Jackson Hinkle, der wiederum klar hinter Nicolas Maduro steht und die Wahl im Land beobachtet hat. Er ist überzeugt, dass die Wahlen in Venezuela sicherer sind als den Vereinigten Staaten und lobte die venezolanische Demokratie. Viele Menschen seien politisch aktiv:

„In den Vereinigten Staaten beschränken sich die Menschen darauf, online Memes über Joe Biden und seine Demenzprobleme zu teilen. Hier sind sie wirklich involviert, organisieren sich gemeinsam vor Ort und befassen sich mit den Grundlagen und Problemen des Landes.“

Maduro zeigt sich indes kämpferisch und siegessicher. Er sagte vor dem TV vor wenigen Stunden:

„Es wird keinerlei Schwäche geben, dieses Mal wird in Venezuela die Verfassung respektiert, das Gesetz wird respektiert und weder Hass, noch Faschismus, noch Lügen, noch Manipulation werden sich durchsetzen. Die Aktionen der Demonstranten ähneln den Aktionen der Teilnehmer an den „farbigen Revolutionen“, hinter denen die Amerikaner stehen“.

Einige der Demonstranten seien kürzlich mit Flügen aus den Vereinigten Staaten nach Venezuela zurückgekehrt. Laut Maduro seien viele Teilnehmer der Demonstrationen mit 150 Dollar pro Tag bezahlt. Dutzende von Bürgern, die Polizisten angegriffen und Vandalismus begangen haben, wurden festgenommen. 80 % von ihnen hatten bereits zuvor Probleme mit dem Gesetz, fügte Maduro hinzu.

Blickt man in den Pressewald der NATO-Medien scheint es nicht so, als würde der Putschversuch bereits aufgegeben werden. Indes haben Russland und China, aber auch einige Staaten Lateinamerikas, Maduro zum Wahlsieg bereits gratuliert.

Bild „Nicolas Maduros“ by theglobalpanorama is licensed under CC BY-SA 2.0.

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14 Kommentare

  1. Rene 1. August 2024 um 16:09 Uhr - Antworten

    Für heute, den 1.8. wird das 2. Bulletin des Wahlrates erwartet ( max. 3 Tage nach der Wahl). Ein weiteres, abschließendes Bulletin muss der Wahlrat dann innerhalb 30 Tagen nachreichen, so jedenfalls steht´s im Wahlgesetz Venezuelas … Mehr Infos zu Venezuela findet ihr in meinem Telegramkanal >> https://t.me/Venezuela_Info_Channel

  2. HVF_28_7_1954 31. Juli 2024 um 12:36 Uhr - Antworten

    Das Wahlergebnis mit nur 51,2% ist für Maduro eigentlich ein sehr schlechtes, denn der Aufwand den der Madurismo vor den Wahlen betreibt ist schon sehr groß, um dann doch recht knapp zu gewinnen. Man hätte aufgrund der Erholung der Wirtschaft in den letzten zwei Jahren und der Verbesserung der Sicherheit in Caracas (über die anderen Städte kann ich nicht sprechen, denn ich war nur dort in den letzten Jahren) sowie aufgrund der Essequibo-Karte auf zumindest 56-58 % getippt. Das zeigt nur, dass viele Chavisten weiterhin mit der Performance von Maduro nicht zufrieden sind und nicht zu den Wahlen gegangen sind. Für die Opposition hingegen sind die 44% nicht so schlecht, denn in den letzten Jahren war die Opposition so heillos zerstritten, dass sie zu Wahlen erst gar nicht antreten hätte können, also Hut ab, da ist ihnen doch etwas gelungen. Sie ist allerdings wie immer viel zu weit rechts, zu neoliberal und hängt wie immer am Tropf Washingstons, sodass sie als Alternative abzulehnen ist. Sechs weitere Jahre mit Maduro mit der Hoffnung, dass sich die Lage weiter verbessert, oder ein anderer Chavist stärker ins Rampenlicht drängt, der den Bolivarismo aus den Händen der Kleptokraten befreit.

  3. Daisy 31. Juli 2024 um 7:13 Uhr - Antworten

    Maduro hatte bereits vor der Wahl gesagt, dass er die Macht im Falle einer Niederlage nicht abgeben werde. Unter anderem hatte er in der vergangenen Woche für den Fall einer Niederlage mit einem „Blutbad“ gedroht.

    Bei „unz en suriert“ gefunden:

    Maduro, ehemaliger Gewerkschaftsführer und seit 11 Jahren autoritärer Machthaber, hat das erdölreiche Land in eine veritable Krise geführt. Ein Viertel der Bevölkerung Venezuelas floh aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen. Laut Zahlen der UNO sind das mehr als sieben Millionen Menschen, das ist nach Syrien die zweitgrößte Fluchtbewegung der Welt. Diese könnte nach einem neuerlichen Wahlsieg Manduros noch größer werden, denn das einst wohlhabende Land leidet unter Missmanagement, Korruption und Sanktionen. Unglaubliche 80 Prozent der Menschen in Venezuela leben in Armut.

    Nun, das klingt tatsächlich wie Wahlbetrug. Allerdings wenn sich die „Demokraten“ mitsamt der versifften CIA auf die Seite der Opposition schlagen, wohl eher doch nicht. Ein „Sozialist“ gegen „Demokraten“…da ist glaube ich keiner Seite zu vertrauen…
    ich plädiere für Wahlwiederholung. Einmal soll sie von den Amis durchgeführt werden, einmal von den Russen. Beide kennen bis Verkündung des Wahlergebnis das jeweilig andere nicht. Das wäre spannend…

    • Daisy 31. Juli 2024 um 7:16 Uhr - Antworten

      Einmal soll die Wahl…des Wahlergebnisses…ich brauche eine Brille..

    • Fritz Madersbacher 31. Juli 2024 um 11:24 Uhr - Antworten

      @Daisy
      31. Juli 2024 at 7:13
      „Bei „unz en suriert“ gefunden“
      Steht im „Standard“ ganz ähnlich, entspricht dem Konsens unserer bekannt wahrheitsliebenden Qualitätsmedien. Von den US-Sanktionen natürlich kein Wort, kein Wort über die Felsen, die der westliche Imperialismus (natürlich einschließlich EU) Venezuela wirtschaftlich und politisch seit Jahren in den Weg wälzt. Aber ‚No Pasarán!‘, wie es so schön heißt, die Schurken kommen nicht durch, die „globale Mehrheit“ ist im Vormarsch. Langsam bekommen unsere etwas begriffsstutzigen Politiker (aller Parteien!), die diversen (auch Partei-)Medien und unsere „Analysten“ und „Experten“ mit, dass sie auf dem falschen Dampfer sitzen …

  4. Dr. Rolf Lindner 31. Juli 2024 um 0:20 Uhr - Antworten

    Schöne neue Welt

    Die Erde, die zieht ihre Bahn,
    zieht immer weiter ihre Kreise.
    kümmert sich nicht um Menschenwahn,
    so ist sie weder dumm noch weise.

    Dumm oder weise Menschen sind
    bei alledem, was sie anstellen,
    meistens dabei Dummheit gewinnt
    zeigen nicht nur die alten Quellen.

    Denn auch in den modernen Zeiten
    tun nichts andres als in den alten,
    um Macht Menschen noch immer streiten,
    Stumpfsinn wie Gier dabei obwalten.

    Und Hass sie gegen jene richten,
    die Recht und Freiheit woll’n bewahren,
    können sie nicht Verstand wegzüchten,
    werden sie bös, die neuen Zaren.

    Heißen heute nicht mehr Iwan,
    statt dessen Klaus, George, Joe und Bill,
    drohen sogar Vernichtung an,
    wer nicht vor ihnen dienern will.

    Mit Hilfe ihrer Marionetten
    dem Größenwahn sie ständig frönen,
    wollen nicht nur das Klima retten,
    noch mehr die ganze Welt verhöhnen.

    Je mehr sich Land auf Land abwendet,
    desto mehr die Gefahr besteht.
    ihr Größenwahn im Weltkrieg endet,
    Menschheit im Atomkrieg vergeht.

    Die Erde zieht dann ihre Kreise
    wie eh und je durchs weite All,
    zu Ende ist der Menschen Reise,
    good bye und tschüss, es war einmal.

  5. Konrad Kugler 30. Juli 2024 um 21:48 Uhr - Antworten

    Hach, wenn ein Linker von Faschismus redet, dann kommt bei mir als Vergleich immer der Marxismus hoch.

  6. Harald Eitzinger 30. Juli 2024 um 18:15 Uhr - Antworten

    Das war ja vorher zu sehen, brauchen die USA doch einen ihnen hörigen Präsidenten dort, damit sie ihr Erdöl zum Spottpreis einsacken können. Der Ablauf ist immer derselbe, das beste Beispiel der Maidan-Putsch, wobei kein Hehl daraus gemacht wird wer es war, da die USA diesbezüglich und ob ihrer Waffen, global Narrenfreiheit genießen. Darum ist es umso wichtiger, dass vielleicht schon die BRICS diesem verbrecherischen Treiben bald ein Ende setzen.

  7. OMS 30. Juli 2024 um 17:41 Uhr - Antworten

    Mit Wahlen (ver)fälschen, Ergebnisse rückgängig machen, usw. hat man wohl in den USA , der EU (vdL stand nie zur Wahl) und insbesondere im besten Land aller Zeiten so seine Erfahrungen. Merkel kann ja nicht mehr anrufen, um die Wahl rückgängig zu machen. Biden und Scholz haben es ja schon wieder vergessen oder können sich nicht mehr erinnern.

  8. therMOnukular 30. Juli 2024 um 15:09 Uhr - Antworten

    „Biden sucks & Kamala swallows“ steht auf T-Shirts, die man zb in der Bronx angeboten bekommt.

    Da dies einen gewissen Wahrheitsgehalt hat (der der US-Öffentlichkeit auch bewusst ist); weil man bei den Dems die Vorwahlen manipulierte (2020 trat Kamala auch intern zur Kandidaten-Wahl für die Präsidentschaft an – und wurde in ihrem Bundesstaat mit 1% letzte oder so ähnlich) und eine unbeliebte Gurke ohne Wahl zur Kandidatin krönte; obwohl man seine Medien dazu nutzt zu manipulieren (man beobachte das Löschen von Suchschlagworten auf Google & Co in Verbindung mit dem Attentat auf Trump – als hätte nie etwas stattgefunden); nachdem man sich weigert für die Wahlstimme einen Ausweis zu verlangen (zu „rassistisch“), obwohl man weiß, dass grob 10% der Wähler keine Staatsbürger (nach Eigenauskunft) sind;…..und weil es noch viele weitere solche Gründe gibt…

    …..sollte die USA in Bezug auf Wahlen fremder Länder schlichtweg das Maul halten.

  9. Fritz Madersbacher 30. Juli 2024 um 13:07 Uhr - Antworten

    „Blickt man in den Pressewald der NATO-Medien scheint es nicht so, als würde der Putschversuch bereits aufgegeben werden“
    Aber nach der letzten Pleite mit der vom gesamten Westen unterstützten Marionette Guaidó scheinen die Hoffnungen doch etwas gedämpft zu sein. So schreibt etwa die hiesige NATO-Postille:
    „Ricardo Sucre Heredia von der Beraterfirma Smart Thinkers ist jedenfalls skeptisch, was die Zukunft anbelangt. Er rechnet in den nächsten Wochen zwar mit Spannungen, glaubt aber, dass die Opposition wenig Optionen habe und Venezuela auf absehbare Zeit ein autoritäres Land bleiben werde“
    („Der Standard“, 30/07/2024)
    Und, was noch mehr wiegt, in ein militärisches Eingreifen der USA werden nicht mehr dieselben Hoffnungen gesetzt wie einstmals in den goldenen Zeiten:
    „Außenstehende haben weniger Einfluss auf diese Entwicklungen, als man oft glaubt. US-Sanktionen konnten bisher zwar Venezuelas Wirtschaft, nicht aber Maduros Regime schwächen, und die Idee von Regimewechseln durch Militärinterventionen haben die USA zum Glück aufgegeben“
    („Der Standard“, 29/07/2024)
    Die Situation in Venezuela spiegelt die neue internationale Entwicklung und den Niedergang des westlichen Imperialismus wieder. Die westlichen Schurkenstaaten sind jetzt überall, auf allen Kontinenten, damit konfrontiert, dass sich niemand mehr von ihrer „regelbasierten internationalen Ordnung“ terrorisieren lassen will und läßt. Dort, wo es diese Desperados weiterhin versuchen, werden sie sich eine blutige Nase holen …

  10. Jan 30. Juli 2024 um 13:06 Uhr - Antworten

    Meine mich zu erinnern, dass es eine russische Garantie für Venezuela im Falle eines Einmarsches gibt. Die Parteien für WW3 stellen sich auf. Es wird für alle ein Mehrfrontenkrieg.

    Um das venezolanische Öl zu heben, benötigt man Kredite und Investitionen und Raffinerien. Dass können alle.

    Mit Ende des US-Fracking fehlen 30% am Weltmarkt. Die Ressourcen liegen sämtlich in BRICS-Ländern. Spätestens ab 2030 bricht also die Industrie des Westens und die Fähigkeit zur Kriegsführung zusammen.

    Jeder Kontakt mit dem Spike-Protein, Infektion oder Injektion, führt bei 30% zu kognitiven oder psychischen Problemen, der Mechanismus ist geklärt. Joe Biden, Olaf Scholz und Annalena Baerbock sind keine Einzelfälle. Der Westen wird unfähig sein, die Probleme zu lösen.

    Die Folge wird eine Nahrungsmittelkrise im Westen sein, gepaart mit Tod durch – huch! – Dummheit.

    • Hasdrubal 31. Juli 2024 um 5:36 Uhr - Antworten

      Die Folge wird eine Nahrungsmittelkrise im Westen sein, gepaart mit Tod durch – huch! – Dummheit.

      Ist das nicht die übliche Wirkungsweise des Darwin-Prinzips? Kürzlich versuchte ich, zufällig getroffenen Leuten die Guterres-Panikmache ob der „Kochenden Erde“ mit angeblich ab 50 Grad Celsius aufwärts zu erklären – wo uns angeblich nur Tribute an Gates und Soros erlösen könnten. Eine Frau plapperte darauf was über den Vesuv, Campi Phlegrei, Maria Laach und Yellowstone – unfähig zu begreifen, dass etwas komplett anderes gemeint ist. Von den üblichen zwei Michel-Neuronen war ein wohl bereits kaputt, vielleicht durch die ÖRR-Einstrahlung.

  11. Ed Uscho 30. Juli 2024 um 12:53 Uhr - Antworten

    Wird Zeit, dass die CIA zur verbrecherischen Organisation erklärt wird und ihre „Mitarbeiter“ international zur Fahndung ausgeschrieben werden.

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