Astra Zeneca zieht Covid-Spritze weltweit zurück

8. Mai 2024von 2 Minuten Lesezeit

Astra Zeneca zieht seinen Covid-Impfstoff weltweit aus dem Verkehr und argumentiert sich dabei äußert kreativ aus dem PR-Desaster. 

Seit dem gestrigen Dienstag hat der Vektor-Impfstoff von Astra Zeneca gegen Covid-19 keine Zulassung mehr am EU-Markt. Dieser Beschluss gilt bereits seit Wochen, wurde aber erst vor wenigen Tagen öffentlich bekannt. Am Dienstagabend folgte dann die nächste Verkündung des britischen Pharmariesen – der nun offenbar eine offensive Kommunikation im PR-Desaster versucht: Der Impfstoff wird weltweit zurückgezogen, das gab man am Dienstag bekannt.

„Millionen Leben gerettet“

Schon jetzt habe man damit begonnen, den Covid-Impfstoff weltweit vom Markt zu nehmen. Begründet wird das mit einem „Überangebot an aktualisierten Impfstoffen“. Die Wörter Nebenwirkungen und Impfschäden nimmt man nicht in den Mund – im Gegenteil. In der Erklärung vom Dienstag heißt es:

„Unabhängigen Schätzungen zufolge wurden allein im ersten Jahr der Anwendung über 6,5 Millionen Menschenleben gerettet und weltweit mehr als 3 Milliarden Dosen abgegeben.“

Und weiter:

„Unsere Bemühungen wurden von Regierungen auf der ganzen Welt anerkannt und werden weithin als entscheidender Beitrag zur Beendigung der weltweiten Pandemie angesehen. Wir werden nun mit den Regulierungsbehörden und unseren Partnern zusammenarbeiten, um einen klaren Weg zu finden, wie wir dieses Kapitel abschließen und einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie leisten können.“

Auch die EU-Kommission ist ausgerückt und stellte klar, dass es weiterhin keinerlei Sicherheitsbedenken gegen den Impfstoff gebe – TKP hat berichtet.

Die Zulassung werde eben zurückgezogen, weil es keinen Bedarf mehr gebe.

Dabei haben viele Länder schon länger die Impfung mit Astra gestoppt, eben auch aufgrund von Sicherheitsbedenken. In Australien ist der Impfstoff seit März 2023 nicht mehr erhältlich. Verwendet wird er seit Juni 2021 nicht mehr. Wieder die Begründung: Aufgrund der allgemeinen Verfügbarkeit neuerer Impfstoffe.

Der britische Telegraph formuliert es etwas anders: „AstraZeneca zieht Covid-Impfstoff zurück, nachdem sie Monate zuvor eine seltene Nebenwirkung zugegeben hatte.“

Die aktuelle Impfempfehlung der WHO für Covid sieht vor, dass die Spritzen auf die sogenannte „JN.1-Linie des Virus“ abzielen sollen.

Bild Lupus in SaxoniaCOVID-19 Vaccine AstraZeneca – Lot number removed – Barcode removed – as protection against vaccination passport ingesration on the Internet – Vaccination on May 3, 2021CC BY-SA 4.0

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Reaktionen: Keine Zulassung mehr für Astra Zeneca-Covid-Stoff

EU-Kommission zu AstraZeneca: „Keine Sicherheitsbedenken“

9 Kommentare

  1. E. T. 9. Mai 2024 um 7:45 Uhr - Antworten

    Die Nachfrage nach dem Impfstoff sank nach den bestätigten Berichten über tödliche Thrombosen schon vor 2 Jahren auf nahe Null. Daher stellte Astra Zeneca damals die Produktion ein. Das wurde aber natürlich nie an die große Glocke gehängt. Jetzt sind die Lager- und Restbestände verimpft, außerhalb Europas verschenkt oder vernichtet und man konnte die Rücknahme der Zulassung beantragen. Eine reine Formalität, denn bei aufrechter Zulassung müsste Astra Zeneca weiterhin regelmäßig Berichte über den Impfstoff an die EMA abliefern.

  2. Chris 8. Mai 2024 um 15:45 Uhr - Antworten

    Die haben den Impfstoff aus dem Verkehr gezogen weil sie jetzt ende März die Ergebnisse der Phase 3 Studie hätten veröffentlichen müssen. Es gibt einen Durchführungsbeschluss der EU Kommission vom 27.3., der am 7. Mai in Kraft getreten ist.

  3. Satya 8. Mai 2024 um 13:58 Uhr - Antworten

    Ach, ich bitte euch !
    AstraZeneca darf dich bitte behaupten Millionen Leben gerettet zu haben, ohne Beweise vorlegen zu können.
    Ih behauptet doch auch dass
    20 Millionen an der Impfung verstorben sind.
    Auch ganz ohne Beweise.
    Gleiches Recht für Alle. Nicht wahr.
    Sorry, hatte ganz vergessen dass nur ihr die Wahrheit kennt, ihr Spinner.

  4. Georg Uttenthaler 8. Mai 2024 um 13:07 Uhr - Antworten

    Es wäre das Mindeste, was die Justiz, die sich zuerst von der Politik lösen muß, tun kann, dass sie jetzt endlich vorwärtsmacht und die Fälle unvoreingenommen und sauber untersucht. Die offenen, sehr oft „rechtswidrigen“ Verantwortungs- und Haftungsklagen müssen geklärt werden. Die Opfer müssen zu ihrem Recht kommen, sonst verletzt und schädigt man sie nach den Impfschäden durch die angeblich «sichere» und «wirksame» Impfung gleich noch ein zweites Mal.

    Das kann die Basis einer Klage sein: „Hersteller Astra Zeneca gesteht vor Gericht erstmals schwere Nebenwirkungen des Covid-Impfstoffs ein. Erwacht jetzt auch die österreichische Justiz aus ihrem Dämmerschlaf?“

    Dazu müssten wir in einem Rechtsstaat leben. Dieser Unrechtsstaat verfolgt aber weiterhin Kritiker der Corona Maßnahmen und ist Komplize bei diesem größten Medizinverbrechen gegen die Menschheit. Wir brauchen Sondergerichte, („Nürnberg II Saal 602 wäre noch zu mieten, dort sind auch die Nazi- Ärzte verhandelt worden!!!“) als Richter, d.h. die wenigen aufrechten Juristen dieser Zeit, um dieses Verbrechen juristisch aufzuarbeiten. Die Corona- System- Richter und Staatsanwaltschaft, die sich pol. steuern ließen, gehören mit auf die Anklagebank.

  5. Glass Steagall Act 8. Mai 2024 um 11:06 Uhr - Antworten

    Man fragt sich ja wirklich, von der absoluten Unwirksamkeit gegen Covid mal abgesehen, warum diese Spritzen 2024 noch ihre Daseinsberechtigung hatten? Wer lässt sich denn überhaupt noch damit spritzen, wenn es keinen Hype um Covid mehr gibt und nicht mehr medial dafür geworben wird? Der Markt dürfte damit komplett zusammengebrochen sein! Warum also das Produkt noch am Markt halten? Ich denke es sind hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, das Produkt vom Markt zu nehmen.

    Wenn wir Heiko Schönings Vorausschau glauben schenken sollen, dann konzentriert sich der nächste Hype auf abhängig machende Antibiotika gegen künstlich verbreitete Multiresistente Keime!

    Erst mal ein bisschen Gras über die mRNA Technologie gegen Viren wachsen lassen. Vielleicht in ein paar Jahren mal wieder. Derzeit bereitet die Pharmaindustrie mRNA Spritzen gegen alles mögliche vor und ein neuer Hype beim Mikrobiom in Kürze lenkt erst einmal ab.

  6. Stunning Greenhorn 8. Mai 2024 um 10:08 Uhr - Antworten

    Botschaft, die wir glauben sollen: „Wir [AstraZeneca] geben auf, weil die Anderen besser sind.“ Eine denkwürdige und in der Geschichte des Kapitalismus vermutlich einmalige Erklärung oder gibt es weitere Beispiele?

    • Hagen Scherb 8. Mai 2024 um 11:24 Uhr - Antworten

      Curevac ging Juni 2021 aus dem Rennen, weil ihre Impfwirksamkeit (knapp) unter 50% lag. Der Studienleiter Kremser sagte damals im Bayerischen Rundfunk sinngemäß, sie hätten möglicherweise ihre Zulassungsstudie etwas sorgfältiger angelegt als die Konkurrenz. Die „Anderen“ können auch skrupelloser sein ….

      • Stunning Greenhorn 8. Mai 2024 um 12:08 Uhr

        Skrupellosigkeit: Das leuchtet ein. Falls es auf der Seite der Pharmaindustrie jemals Skrupel gegeben hat, sind sie 2020 restlos abhanden gekommen. Die behauptete Wirksamkeit kann nur die relative Wirksamkeit sein, oder? Bhakdis Argument hat mich am stärksten beeindruck: Impfungen gegen Atemwegserreger können nicht funktionieren, weil der Antikörper im Blut ist, der Erreger aber auf der Oberfläche der Atemweg: beide wissen nichts voneinander. Der Unterschied zwischen Infizierten und Nichtinfizierten besteht wohl im PCR-Test, der Infektion nicht erkennen kann, sondern hin und wieder positiv ausfällt (in der einen Gruppe eben etwas häufiger als in der anderen). 50% Wirksamkeit wären ein Kunstgriff, mit dem Curevac alle medizinischen Forschungspreis auf einen Sitz gewinnen könnte, einschließlich des Nobelpreises und die übrigen Hersteller könnten einpacken.

  7. satya 8. Mai 2024 um 9:45 Uhr - Antworten

    Ach ja, schon wieder die 6 Millionen und sogar etwas mehr. Sehen ist Wittern (altdeutsches Wörterbuch).

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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