Ostermärsche und Warnungen vor dem Frieden

31. März 2024von 2,1 Minuten Lesezeit

Ostern ist auch die Zeit der pazifistischen und antimilitaristischen Ostermärsche. Gegenwärtig sind das besonders politische und herrschaftskritische Demonstrationen. Grund genug, um davor zu warnen. 

Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) hat am 28.3.2024 unter dem Titel „Mitlaufen für den Frieden“ einen Artikel zu den bevorstehenden Ostermärschen veröffentlicht. In diesem Beitrag kamen unter anderen Vertreter einiger Friedensinitiativen zu Wort. Vom Verfasser aber wurde auch vor der Vereinnahmung durch rechte Gruppen gewarnt. Angegriffen werden in diesem Zusammenhang die „Handwerker für den Frieden“, die als „russlandfreundlich“ bezeichnet und in die Nähe von „rechtsextremen Akteuren“ gerückt werden.

Dazu der folgende Leserbrief, der von der Gruppe „Handwerker für den Frieden“ übernommen und als ihre Antwort auf den Beitrag an die Mitteldeutsche Zeitung geschickt wurde:

Frieden ist verdächtig, und wer für ihn eintritt, scheint erst recht nicht ganz geheuer zu sein. Es scheint Tradition bei deutschen Meinungsmachern zu sein, dem Frieden mit Vorbehalt gegenüber zu stehen. Diesen Eindruck könnte man bei dem Beitrag der MZ gewinnen. Aber was ist am  Frieden so schrecklich? Nützt er nur Russland und Putin oder nützt er nicht auch uns? Wäre es ein Schaden für Deutschland, wenn die Milliarden in den Wohnungsbau flössen statt in die Munitionsfabriken? Wäre es ein Schaden für Deutschland, wenn mit dem Geld die Armut an den Tafeln gelindert würde? Was also ist so verwerflich am Frieden? Nur weil vielleicht die Falschen bei den Demonstrationen mitlaufen? Ist der Frieden nur für die Guten da, für die Richtigen? Haben nicht auch jene ein Recht auf ein Leben in Frieden, die die MZ als Rechtsextreme bezeichnet? Sollen wir nach dem großen Krieg friedlich, aber tot neben denen in der großen Grube liegen, mit denen wir zu Lebzeiten nicht zusammen für das Leben hatten kämpfen wollen? Der Autor des Beitrags scheint mehr Angst vor Rechtsextremen zu haben als vor Krieg und Tod. Erwartet er, dass die Friedensbewegung bei jedem Demonstrationsteilnehmer eine Gesinnungsprüfung vornimmt? Macht denn die MZ bei jedem zahlenden Inserenten, Abonnenten oder Leser eine solche Abfrage, ehe sie dessen Geld kassiert?

Bild „peace dove“ by Jeff Attaway is licensed under CC BY 2.0.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Rüdiger Rauls ist Buchautor und betreibt den Blog Politische Analyse



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46 Kommentare

  1. Sepp 2. April 2024 um 22:57 Uhr - Antworten

    Was geht uns der Krieg im Donbass/Ukraine an? Nichts.
    Mehr sog i ned.

  2. Rüdiger Rauls 2. April 2024 um 12:03 Uhr - Antworten

    Die Geschichte wird zeigen, wer die Dummköpfe waren und wer richtig lag.
    Einige Kommentatoren haben in intellektuellen Winkelzügen versucht, etwas aus diesem Satz zu machen, was nicht drin steht bzw. etwas hinein gelesen, was nicht gesagt wurde wie z.B. @daisy:
    „Sie meinen, „Andersdenkende“ sind in dem Fall Kriegsbefürworter und dass die Geschichte ja zeigen wird, wer der Klügere war. Damit meinen Sie, man könnte einen Krieg ja auch gewinnen, und dann wäre man der Sieger und der Verlierer ist der Dummkopf, oder?“ Ähnliches kam ähnlich von anderen, wobei die Ernsthaftigkeit jeder selbst beantworten muss.
    @daisy beschreibt die Wendehälse, die es verstehen, auf der Seite der Sieger zu stehen. Ich rede aber nicht davon sondern von geschichtlicher Entwicklung. Sie wird zeigen, wer eine Situation richtig eingeschätzt hat und wer vollkommen daneben lag. Wer aktuell sich als Kriegsgegner betrachtet und all jene als Schafe verhöhnt, die anderer Meinung sind, kann jederzeit auch auf der falschen Seite der Geschichte stehen gerade aufgrund dieser Überheblichkeit und Selbstüberschätzung. Die gesellschaftliche Entwicklung ist der Gradmesser für die „richtige“ Meinung. Wer es versteht, die Entwicklungen in der Welt und den Zug der Geschichte richtig zu deuten, wer die Grundlagen menschlichen Handelns versteht und nicht verurteilt, wer um die Interessen in den gesellschaftlichen Konflikten weiß, der ist eher keiner von den Dummköpfen, die glauben, dass es zu wissen genügt, wie die Welt im MOMENT aussieht. In der Augenblicksdarstellung von vor drei Jahren waren die Grünen noch eine Friedenspartei. In den Augen derer, die sich für moralisch überlegen halten, weil sie gegen diesen Krieg sind im Gegensatz zu jenen, die sie als Schafe bezeichnen, spiegelt sich nicht nur Selbstgefälligkeit sondern auch Kurzsichtigkeit. Denn wer weiß, ob sie nicht beim nächsten Krieg auf der historisch falschen Seite stehen. Wer sagt denn, dass die sogenannten Schafe von heute beim nächsten Konflikt, der ihre Interessen mehr berührt, nicht gerade zu jener Büffelherde werden, die jeden Angreifer in Grund und Boden stampfen. 1914 zogen Deutsche mit Hurra in den Krieg, Herdenvieh in den Augen jener, die sich ihnen überlegen fühlen. Dasselbe „Herdenvieh“ aber gab 1918 den Monarchien Europas den Todesstoß. Es waren nicht diejenigen, die sich allen überlegen fühlten. ES waren gerade jene, die von den Überlegenen verachtet wurden und immer noch werden. Die Überlegenen liefen wenige Jahre später den Nazis hinterher, weil sie sich für rassisch überlegen hielten. Heute laufen die moralisch Überlegenen jenen hinterher, die für die höheren Werte des Westens wieder Krieg führen.
    Das Gefühl der Überlegenheit ist das Saatkorn des Faschismus. Wer heute schon zu wissen glaubt, wer Schaf ist und wer sich für einen Kriegsgegner hält, weil er anders denkt als die sogenannten SChafe, hat fürs erste nur eine moralische Orientierung wie seinerzeit die Grünen auch. Was ihm aber fehlt ist die Einsicht in die historische Entwicklung, in den Gang der Dinge. Und das macht den Unterschied zwischen dem Kriegsgegner von heute und dem Kriegsbefürworter von morgen.

    • HelmutK 2. April 2024 um 13:03 Uhr - Antworten

      Naja, bereits bei der Corona-Krise haben sie sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ihre hier geäußerten absurden Unterstellungen und ihre aggressive Art passen nicht zu einem Meinungsbeitrag bei dem es um Frieden geht.

    • Peter Ruzsicska 2. April 2024 um 16:30 Uhr - Antworten

      Sehr geehrter Herr Rauls,
      wie sie ja wissen, wird die herrschende Geschichtsschreibung von den Jenigen verfasst, welche die herrschende Erzählungsgewalt schlicht und einfach innehaben – Das war zu jeder Zeit so und wird auch immer so sein.
      Im Übrigen zeigt die Geschichte anhand faktischer Entwicklungen immer erst im Nachhinein wie auch zu jeder Zeit das, was als Kausalitätswirkung bloß augenscheinlich auch den belesensten Historikern ermittelbar ist – Alles Andere ist Spekulation und bestenfalls behagliche Illusionspflege.

    • Andreas I. 2. April 2024 um 19:06 Uhr - Antworten

      Hallo,
      Menschen beurteilen andere Menschen anhasnd ihres Verhaltens.
      Wer sich wie ein Schaf verhält …

      Und zur Überheblichkeit:
      Andere als „Schafe“ zu bezeichnen sei überheblich.
      So lange es keine objektiven Kriterien gibt, was überheblich ist (oder sie nicht angewendet werden), ist das allerdings eine subjektive Bewertung.
      Also mit anderen Worten, wer andere mehr oder minder willkürlich al überheblich bezeichnet, der maßt sich die Rolle eines Richters an – und ist damit selber überheblich.

      Wenn eine Fee käme und i9ch einen Wunsch frei hätte, dann lägen mir wahrscheinlich egoistischere Motive näher, aber wie schön wäre es denn, wenn auf alternativen Medien nur Journalisten veröffentlichen würden, die erwachsene Reife erreicht haben?!
      Ein Traum!
      Realistisch betrachtet sind die alternativen Medien auch Teil der normopathischen Gesellschaft und dementsprechende Autoren tummeln sich dann da eben auch.
      Schade eigentlich.
      Denn alternative Medien könnten ja auch über die die Hintergründe aufklären und gelegentlich kommen ja auch mal Kundige wie Maaz oder Ruppert zu Wort, nur scheint das noch viel zu wenige zu erreichen.

  3. fantasmadellanotte 1. April 2024 um 17:47 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für den treffenden Leserbrief! Dem ist nichts hinzuzufügen. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

  4. suedtiroler 1. April 2024 um 15:54 Uhr - Antworten

    Nur die Rääächten sind für Frieden!
    die echten Pazifisten sind olivGrün und für Waffenlieferungen!

  5. Dr. Claus-D.Dudel 1. April 2024 um 13:28 Uhr - Antworten

    Zur Erinnerung:

    Die brennende Lampe

    Wenn ein jüngerer Mann, etwa von dreiundzwanzig Jahren, an einer verlassenen Straßenecke am Boden liegt, stöhnend, weil er mit einem tödlichen Gas ringt, das eine Fliegerbombe in der Stadt verbreitet hat, er keucht, die Augen sind aus ihren Höhlen getreten, im Munde verspürt er einen widerwärtigen Geschmack, und in seinen Lungen sticht es, es ist, wie wenn er unter Wasser atmen sollte –: dann wird dieser junge Mensch mit einem verzweifelten Blick an den Häusern hinauf, zum Himmel empor, fragen:
    »Warum –?«
    Weil, junger Mann, zum Beispiel in einem Buchladen einmal eine sanfte grüne Lampe gebrannt hat. Sie bestrahlte, junger Mann, lauter Kriegsbücher, die man dort ausgestellt hatte; sie waren vom ersten Gehilfen fein um die sanft brennende Lampe herumdrapiert worden, und die Buchhandlung hatte für dieses ebenso geschmackvolle wie patriotische Schaufenster den ersten Preis bekommen.
    Weil, junger Mann, deine Eltern und deine Großeltern auch nicht den leisesten Versuch gemacht haben, aus diesem Kriegsdreck und aus dem Nationalwahn herauszukommen. Sie hatten sich damit begnügt – bitte, stirb noch nicht, ich möchte dir das noch schnell erklären, zu helfen ist dir ohnehin nicht mehr – sie hatten sich damit begnügt, bestenfalls einen allgemeinen, gemäßigten Protest gegen den Krieg loszulassen; niemals aber gegen den, den ihr sogenanntes Vaterland geführt hat, grade führt, führen wird. Man hatte sie auf der Schule und in der Kirche, und, was noch wichtiger war, in den Kinos, auf den Universitäten und durch die Presse national vergiftet, so vergiftet, wie du heute liegst: hoffnungslos. Sie sahen nichts mehr. Sie glaubten ehrlich an diese stumpfsinnige Religion der Vaterländer, und sie wußten entweder gar nicht, wie ihr eignes Land aufrüstete: geheim oder offen, je nach den Umständen; oder aber sie wußten es, und dann fanden sies sehr schön. Sehr schön fanden sie das. Deswegen liegst du, junger Mann.
    Was röchelst du da –? »Mutter?« – Ah, nicht doch. Deine Mutter war erst Weib und dann Mutter, und weil sie Weib war, liebte sie den Krieger und den Staatsmörder und die Fahnen und die Musik und den schlanken, ranken Leutnant. Schrei nicht so laut; das war so. Und weil sie ihn liebte, haßte sie alle die, die ihr die Freude an ihrer Lust verderben wollten. Und weil sie das liebte, und weil es keinen öffentlichen Erfolg ohne Frauen gibt, so beeilten sich die liberalen Zeitungsleute, die viel zu feige waren, auch nur ihren Portier zu ohrfeigen, so beeilten sie sich, sage ich dir, den Krieg zu lobpreisen, halb zu verteidigen und jenen den Mund und die Druckerschwärze zu verbieten, die den Krieg ein entehrendes Gemetzel nennen wollten; und weil deine Mutter den Krieg liebte, von dem sie nur die Fahnen kannte, so fand sich eine ganze Industrie, ihr gefällig zu sein, und viele Buchmacher waren auch dabei. Nein, nicht die von der Rennbahn; die von der Literatur. Und Verleger verlegten das. Und Buchhändler verkauften das.

    Und einer hatte eben diese sanft brennende Lampe aufgebaut, sein Schaufenster war so hübsch dekoriert; da standen die Bücher, die das Lob des Tötens verkündeten, die Hymne des Mordes, die Psalmen der Gasgranaten. Deshalb, junger Mann.
    Eh du die letzte Zuckung tust, junger Mann:
    Man hat ja noch niemals versucht, den Krieg ernsthaft zu bekämpfen. Man hat ja noch niemals alle Schulen und alle Kirchen, alle Kinos und alle Zeitungen für die Propaganda des Krieges gesperrt. Man weiß also gar nicht, wie eine Generation aussähe, die in der Luft eines gesunden und kampfesfreudigen, aber kriegablehnenden Pazifismus aufgewachsen ist. Das weiß man nicht. Man kennt nur staatlich verhetzte Jugend. Du bist ihre Frucht; du bist einer von ihnen – so, wie dein fliegender Mörder einer von ihnen gewesen ist.
    Darf ich deinen Kopf weicher betten? Oh, du bist schon tot. Ruhe in Frieden. Es ist der einzige, den sie dir gelassen haben.

    ▪ · Kaspar Hauser
Die Weltbühne, 02.06.1931, Nr. 22, S. 815, wieder in: Lerne Lachen.

  6. Dorothea 1. April 2024 um 10:54 Uhr - Antworten

    Das Wort „mitlaufen“ sehe ich seit rund vier Jahren leider nur im negativen Sinn. Eben in „Mitläufer!“

  7. Daisy 1. April 2024 um 8:44 Uhr - Antworten

    Wenn die „Rechtsextremen“ für Frieden sind, sind die Schafe nicht nur dagegen, sondern es folgt daraus, dass der Wunsch nach Frieden „rechtsextrem“ ist. Ähnlich geht das mit vielen anderen Begriffen auch. Orwell war erstaunlich hellsichtig bzw. hat er gut analysiert, was sich in den Schafgehirnen abspielt.

    „Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke.“

    • Rüdiger Rauls 1. April 2024 um 10:04 Uhr - Antworten

      Welche SChafe? Anderer Meinung zu sein, ist kein Grund, auf Andersdenkende herab zu blicken und sich selbst überlegen zu fühlen. Wer die Dummköpfe sind und wer die Klügeren, das wird die Geschichte zeigen.

      • Daisy 1. April 2024 um 10:29 Uhr

        Ein „Schaf“ gilt als Herdentier, wozu auch der Mensch ab und an zu zählen ist. Man benützt diesen Begriff für Mitläufer…. es handelt sich also nicht um „Andersdenkende“…

      • Daisy 1. April 2024 um 10:43 Uhr

        PS: Aber ich will natürlich nicht „Andersdenkende“ beleidigen, die meinen, der Wunsch nach Frieden sei „rechtsextrem“… ;-)

      • Rüdiger Rauls 1. April 2024 um 10:51 Uhr

        Ich weiß, was SIE meinen, oder halten Sie mich auch für so ein Schaf, dass Sie glauben, mich belehren und mir die Bedeutung erklären zu müssen. Es gibt auch keinen Grund, sich über sogenannte Mitläufer zu erheben. Jeder von uns läuft irgendwo mit. Auch SIE laufen mit, wenn Sie denn überhaupt sich irgendwo anschließen oder sind Sie vllt eine von jenen, die über ALLEM stehen.
        Wie gesagt: Die Geschichte wird zeigen, wer die Mitläufer und Dummen, und wer die Klügeren waren, die in der richtigen Herde mitgelaufen sind.

      • Peter Ruzsicska 1. April 2024 um 12:03 Uhr

        @ Daisy, @ Rüdiger Rauls

        Zur Erinnerung:

        Vorurteilsmanagement

        (1.) „Schlafschafe“

        Die Menschen als “Schlafschafe” beleidigend zu diskreditieren gemutet mir nicht zutreffend sowie evtentuell lebensbejahender Systemänderung zu Gunsten lebbarer Gedeihlichkeit nicht sehr förderlich, obwohl ich vom Standpunkt individueller Gefühlsgebarung aus, gemäß zuweilen eigener Gemütsverfassung, dies durchaus nachvollziehen kann.

        Eher betrachtender Beschreibung zugeneigt, erweist sich der einzelne Mensch verortet in sozialen Kräftegefügen und gestaltet sein Leben gemäß seiner tatsächlichen Abhängigkeiten, umso reaktiver (bisweilen auch aktiver), je abhängiger und eingeschränkter selbiger befindlich –
        z. B. durch immer mächtiger empfundene Bedrängung, sozusagen hoffnungslosest an die Wand gedrückt, scheinen viele Menschen auf zunehmende Freiheitseinschränkungen durch eskalierend ostentierend sich verstetigend selbst verstärkende Gehorsamkeitshandlungen zu neigen, welches sich aber irgendwann eruptiv in Gewalteskalationen aller Art – vermittelt bzw. direkt – entladen wird…

        Solchärtlich herbeigeführtes Chaosmanagement gereicht sich irgendwann selbst zum Opfer, welches auch nachweislich geopolitisch beabsichtigt und seitens frommer Vasallaria hier zu Lande fortschreitend eskalierend abgewickelt wird:

        Wer seine Zwingherrn nicht rechtzeitig abwickelt, wird abgewickelt – That’s it.

        Auf der Selektionsrampe befindlich, ist es schwer sich effektiv zu wehren…
        Am Ende, wenn das Barackengesinde keinen Sold mehr empfängt, schleichen die sich sowieso aus dem Szenario und lassen die Gedungenen auf der Rampe unbetreut – obgleich gedungen selbstgedungen – zurück…

        (2.) Propaganda

        Propaganda erweist sich kollateralnützlichst als ultraeffiziente Gebärmaschine von prächtigst orchestrierter Gegenpropaganda.

        Der Gemeingeniedert Grundniedrigste in Tat-Einheit allhaftigster Göttlichkeit.

        Um die direkte Konfrontation mit seiner eigenen Totalen Kognitiven Dissonanz zu vermeiden, welche äußerst selbstdestabilisierend wirken kann, ist jedes reaktiv wie aktiv greifbare Mittel recht, was auch nur die vageste Illusion von Kohärenz seiner eigenen Stabilität versprechen könnte – Alle Nukes dieser Welt gleichzeitigst auf jede einzelne störende Fliege.

        Hasshafte Angriffsargumentation dient nachweislichst allergrundrücksichtslosester Verteidigung der eigenen Konstruktion von interpretierten Wahrnehmungsselektiven des resultierenden Wirklichkeitsabbildes des Individuums selbst, innerhalb als auch ausserhalb von dessen (mittel- wie unmittelbaren) Wirkungsräumen – Und ist somit ein Kennzeichen von wirkungsmächtigen Abhängigkeiten, nebst der Binse, daß der Mensch – Naturgemäß – ein individuelles und gleichzeitig soziales Lebewesen ist.
        Der Mensch als Soziales Lebewesen ist also naturgemäß darauf angewiesen, sich sozial ausregeln zu müssen – Das ist seine Archillesferse schlechthin.

        Conclusio:
        Die individuelle Wirklichkeitskonstruktion muß mit allen Mitteln verteidigt werden, koste es was es wolle, welches jedes Einzelindividuum in dynamischen Abstimmungsprozessen im Rahmen seiner Verortung in den jeweiligen Sozialräumen sohin im Laufe seines endlichen Daseins bewerkfleißigen muß – Das ereignet sich umso rücksichtsloser, extremistischer und brutaler, je stärker die tatsächlichen (also wirkmächtigen) Abhängigkeitsbeziehungen vorliegen, völlig gleichgültig ob bewußt oder unbewußt.
        Moralische Wertungsbegriffe aller Art, wie z. B. “Geimpft” versus “Ungeimpft”, “Bequemlichkeit”, “Schlafschafe”, “Systemtrottel” etc., dienen hauptsächlich dem Befeuern der Kampfmoral, egal auf welcher Seite zahlreichster Kampfeslinien.
        Sie stellten und stellen besonders im Rahmen Herrschaftlich strukturierter Hochkulturen immer schon eine höchst effiziente Moderationstechnik im schmerzhaften Schindrahmen sozialer Abhängigkeiten dar.
        Des Weiteren stellen sie in Gezeiten von Waffenstillständen – welche grundfälschlich als Frieden missverstanden werden – repressive Selbsteinhegungsstrategien zur zeitweiligen Stabilität von Abhängigkeitsunterworfenen also dem Herrschaftsprinzip unterworfenen Sozialsystemen dar, um die Kampfbereitschaft aufrecht zu erhalten für den Fortbestand von Herrschaft im Rahmen ihres fürderhin kriegerischen Ausdehnungszwanges in Totale Unendlichkeit – Was grundvölligste Nichtung als inhärent formal sowie emergentes Grundkonzept Totalster aller Totalen Endsiege bedeutet.

        Unterm Zwischenadditionsstrich:
        Letztlich entscheiden faktisch wirkmächtige Kräfteverhältnisse von Abhängigkeiten im Rahmen sich ereignender Gewalten immer mehr die Handlungen von reaktiv wie aktiv abhängigen Individuen.
        Jedoch keineswegs irgendwelche rationale Entscheidungen, wenngleich sochselbige mit der Gewaltkonstellation korrelieren können…

        Ausblick:
        Letztschlußgrundendfinalst werden subsistenzerfolgreiche Kleingemeinschaften, welche daseinsmächtige (© Ivan Illich) Sozialstrukturen leben können, als Keimzellen des sozial ausgewogenen Lebens als das Rettende sich erwiesen…

        Frohe Ostern zum prächtigen Auferstehungstage!

      • Daisy 1. April 2024 um 12:22 Uhr

        Na servas, Peter, nirgends habe ich „Schlafschafe“ gesagt. Aber ich finde das weniger gehässig als Ihr Ausdruck „Barackengesinde“. Ich hasse die Schafe nicht. Die sind doch eh lieb… und ich mag sie auch! :-)

      • Andreas I. 1. April 2024 um 12:27 Uhr

        An Rüdiger Rauls Hallo,
        „Wer die Dummköpfe sind und wer die Klügeren, das wird die Geschichte zeigen.“

        Bei einem Blick in die Geschichte sieht man zwei Beispiele, wie es der Mehrheit der Deutschen mit Krieg erging. Und den aktuellen Wirtschaftskrieg hat die Mehrheit der Deutschen bereits verloren – also auch die aktuelle Geschichte zeigt es bereits.

        Und wenn sich jemand dafür entscheidet Schaf zu sein, dann ist es letztendlich Respekt vor seiner persönlichen Entscheidung, ihn auch Schaf zu nennen. :P
        (Der Mensch hat evolutionär ganz andere Fähigkeiten als Schafe. Es ist die Entscheidung jedes einzelnen, ob er seine menschlichen Fähigkeiten nutzen will oder ob er ein Schaf sein will.)

      • Walter 1. April 2024 um 12:41 Uhr

        Rüdiger Rauls 1. April 2024 at 10:51
        „Die Geschichte wird zeigen, wer die Mitläufer und Dummen, und wer die Klügeren waren, die in der richtigen Herde mitgelaufen sind“

        Wenn die Geschichte (falls sie auf der Wahrheit beruht) die aktuellen Geschehnisse zeigt, ist es zu spät! Die richtigen Schlussfolgerungen, und damit unser richtiges Handeln (falls wir überhaupt gewillt sind richtig handeln zu wollen), auf AKTUELLE Geschehnisse, müssen JETZT gezogen und getroffen werden.
        Die Geschichte (so sie denn stimmt) kann uns auch dabei nützlich sein zu den richtigen Schlussfolgerungen der AKTUELLEN Geschehnissen zu kommen, ja.

      • Rüdiger Rauls 1. April 2024 um 12:50 Uhr

        Andreas I. 1. April 2024 at 12:27

        NIemand von den hier als „Schafe“ Verhöhnten haben sich selbst als solche bezeichnet oder sich entschieden, SChaf zu sein, wie Sie es ausdrücken. Es haben sich solche entschieden, andere als Schafe zu bezeichnen, die sich selbst für etwas Besseres halten,.
        Und @daisy da macht es keinen Unterschied, ob man sie als „Schafe“ bezeichnet oder nun zurückrudert, wo es Gegenwind gibt, und so tut, als hätte man es ganz anders gemeint und mit intellektuellen Winkelzügen versucht, sich aus der Affäre zu ziehen: Ich habe Schafe doch ganz lieb. Mein Gott, wie erbärmlich! Sie haben sich das wohl so gedacht, dass sie andere im SChutz der Wolfsherde als Schafe verhöhnen können. Und nun, da die Wölfe nicht mit IHnen heulen, nun ziehen sie den Schwanz ein und geben sich als harmloses Lämmchen. Das sind mir ehrlich gesagt jene lieber, die sich nicht so aufplustern, sich bescheiden geben und dafür aber nicht andere verhöhnen, nur weil sie anders denken als SIE.

      • Peter Ruzsicska 1. April 2024 um 12:55 Uhr

        @ Daisy
        1. April 2024 at 12:22
        Sie können den Begriff „Schafe“ auch durch „Schlafschafe“ ersetzen und umgekehrt –
        Mir geht es in diesem Text nicht um moralische und ethische Kategorien, da Moral als auch Ethik bloß Hausordnungen darstellen, welche der Definitionsmacht des jeweiligen Hegemons schlicht unterliegen.
        „Barackengesinde“ ist eine Begrifflichkeit, welche auf die Funktion von Aufsichtspersonal hinweist an Orten, die man nicht so leicht freiwillig aufsuchen würde in Gestalt bzw. der Rolle des Beaufsichtigten.
        Auch von Seiten direkt Betroffener (= ehemals Beaufsichtigten) als auch von Funktionsträgern auf welche dieser Begriff passt, gibt es verständlicher Weise historisch nachvollziehbar unangenehme Assoziationen zu diesen Begrifflichkeiten.
        Da es zu wesentlich angewandter Herrschaftstechnik gehört, jedwede Begrifflichkeiten willkürlich durch emotional zeithähere akzeptable Ersatzbegriffe jederzeit zu ersetzen, ändert sich an deren tatsächlich wirksamer Gewaltfunktion grundsätzlich überhaupt nichts.

      • therMOnukular 1. April 2024 um 14:34 Uhr

        Vorsicht. Ich habe das Gefühl irgendjemand hier sitzt im Glashaus…..;)))

        Immer wieder lustig, wenn sich Autoren „moralisch“ in die Forums-Diskussion einmischen. Eine Richtigstellung einer mehrfach missverstandenen Passage hätte sicher ihre Berechtigung, aber wozu solche Maßregelungen, Hr Rauls?

        Da das bei Ihnen regelmäßig vorkommt, muss ich einfach fragen: haben Sie beim Standrad oder ÖR gelernt?

        Dann habe ich eine Überraschung für Sie: Medien-Konsumenten wollen informiert werden – nicht belehrt und erzogen. (Wir sind schon erwachsen)

      • Andreas I. 1. April 2024 um 14:49 Uhr

        An Rüdiger Rauls Hallo,
        ich persönlich halte mich ja für was Besseres,. weil ich zwar auch meine Zeit mit viel Schwachsinn verbringe, aber nicht mit der Mitteldeutschen Zeitung, so tief kann ich nicht sinken. :-p

        Trotzdem; machen Sie sich keine Sorgen um mich, denn das können Sie zwar nicht wissen, weil Sie nicht Schach spielen, aber wenn man Gefahr läuft sich für was Besseres zu halten, dann braucht man nur eine Partie gegen jemanden zu spielen, der 50 (oder mehr) Punkte stärker ist.

        Es war einmal, da lebten Menschen mit Tieren und so entwickelten sich „tierische“ Redewendungen; dumme Kuh, blöder Ochse, dreckiges Schwein, schlauer Fuchs, störrischer Esel, scheues Reh … und ja, vieles ist negativ konnotiert. Davon kann man halten, was man will, zum Kuckuck, aber es ist nunmal so in der Sprache.
        Meinetwegen könnte auch die Sprachpolizei kommen und aus „blöder Ochse“ die inklusive Bezeichnung machen „sonderbegabte kastrierte männliche Kuh:Innen“ oder weiß der Geier.
        Aber ob man „Schaf“ oder korrekterweise „Mitläufer“ sagt, das meint beides das Selbe, warum sollte man sich da wegen der Formulierung affig haben?!

        Aber naja, bevor ich mir hier noch einen Wolf schreibe und doch nur Perlen nach Athen trage, wünsche ich noch einen schönen Osterhasen.

      • George 1. April 2024 um 16:43 Uhr

        Sehr geehrter Herr Rauls,
        großen Respekt vor ihrer Arbeit. Verzeihen SIe , aber wenn ich mir das Vokabular von Ulrich Mies vergegenwärtige, der ein erstklassiger Aufklärer auch bei Manova ist, so könnte man das ja wohl viel deutlicher kritisieren als die Wortwahl von Daisy.
        Wie dem auch sei:
        „Erst wenn wir die „heiße Kartoffel“ der Schuld nicht mehr
        länger festhalten und gewillt sind, sie fallen zu lassen, gibt es
        wieder Platz für die Liebe“, schrieb Jampolsky. Platz für die
        Liebe ist in jedem Augenblick des Lebens für dich präsent.

    • Walter 1. April 2024 um 12:46 Uhr - Antworten

      Interessant, schon in der Bibel wurden Menschen mit Schafen verglichen….. an vielen Stellen.
      Selbst Jesus, als das Lamm Gottes…. usw.

    • HelmutK 1. April 2024 um 13:40 Uhr - Antworten

      @Daisy
      Viele von denen die früher so getan haben als ob sie sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen würden, sind heute zum genauen Gegenteil geworden.
      Diese heuchlerischen Hetzer als Schlafschafe zu bezeichnen ist schon sehr freundlich von ihnen ausgedrückt 😀

    • Daisy 1. April 2024 um 13:45 Uhr - Antworten

      Sagen Sie, Herr Pauls, ich möchte Sie keinesfalls zu Zornesausbrüchen reizen, aber Sie haben aber schon verstanden, dass ich eine Kriegsgegnerin bin? Sie bezeichnen Kriegsgegner als Wolfsherde?

      Sie meinen, „Andersdenkende“ sind in dem Fall Kriegsbefürworter und dass die Geschichte ja zeigen wird, wer der Klügere war. Damit meinen Sie, man könnte einen Krieg ja auch gewinnen, und dann wäre man der Sieger und der Verlierer ist der Dummkopf, oder?

      Ich meine, Mitläufer sind keine „Andersdenkende“, denn dazu müssten sie ja denken. Aber Kriegsbefürworter wie etwa Strack Zimmermann oder Baerbock denken wohl etwas, nämlich „anders“. Naja, im Prinzip soll sich ein Land verteidigen, wenn es angegriffen wird. Was aber im speziellen Fall mit der Ukraine geschieht, ist ein Stellverstreterkrieg.

      Es wird Zeit für Frieden. Denn der Krieg gegen Russland ist längst verloren. Wieviele sollen den NOCH sterben.

      Ich dachte mit „Schafe“ tatsächlich auch an die Geschichte des ersten WK, wo viele jubelten und dachten, der Krieg sei bald vorbei und sie riefen: „Serbien muss sterbien!“

      Steht für Sie auch eine Bertha von Suttner oder der Papst auf der Seite der Wölfe?

  8. Hans E. 1. April 2024 um 6:16 Uhr - Antworten

    Wie war das eigentlich damals, im 1. Weltkrieg? Aus dem Film „Im Westen Nichts Neues“ kommt heraus, dass alle total begeistert waren, den Krieg liebten, und unbedingt an der Front verrecken möchten, für ein paar Psychos. Whatever rocks your boat! Aber gab es damals nicht auch Stimmen wie die unseren? Kritisch dem Krieg und Tod gegenüber? Waren wir damals auch die Bösen? Weil wir gegen den Krieg, das Töten, und das Bereichern der Reichen sind?

  9. Dr. Rolf Lindner 1. April 2024 um 1:38 Uhr - Antworten

    DIE BLUMEN DER FREIHEIT

    Kornblume, Klee, Wegwarte, Lein
    sind als Wildblumenstrauß gar fein.
    Trägst blaue Blumen Du allein,
    bist für Rote ein Nazischwein.
    Die tragen selbst zu ihrem Ruhme
    eigentlich eine schöne Blume,
    die Blätter grün, die Blüte rot,
    war sie doch vieler Menschen Tod.
    Das sollten wir niemals vergessen,
    denen, die heute wie besessen
    anklagen blauer Blumen Träger,
    aufspielen sich als Nazijäger.
    Doch ihre Blume, die sie schwenken,
    die können sie sich selber schenken,
    denn die steht doch wie immer schon
    für Tod und Indoktrination.
    Der Geist der Freiheit nur dort weht,
    wo die blaue Blume steht.

  10. therMOnukular 31. März 2024 um 22:46 Uhr - Antworten

    Lumpenpazifisten – ausnahmslos!

    Dass man Euch das wirklich noch erklären muss:
    Wenn es die Guten tun, dann ist alles gut: Frieden und Krieg, Diktatur, Demokratie, Totalitarismus, etc.
    Wenn es die Bösen tun, ist alles böse: Frieden und Krieg, Diktatur, Demokratie, Totalitarismus, etc.

    Ist doch so einfach – die Guten verstehen das.

    • Fritz Madersbacher 31. März 2024 um 23:59 Uhr - Antworten

      „Back then, I learned that the difference between a freedom fighter and a terrorist depends on your perspective“
      „Meine Erfahrung sagt, daß der Unterschied zwischen Terrorismus und Befreiungsarmee darin besteht, daß die Terroristen immer auf der anderen Seite sind und die Befreiungskämpfer immer auf unserer Seite“
      (sarkastisches Bonmot von Uri Avnery, 1923 – 2018, Kritiker der israelischen Politik)

      „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“ (Lk 11, 23)
      Ausnahmsweise einmal halten sich Politik und Medien eng an das Neue Testament …

      • therMOnukular 1. April 2024 um 0:05 Uhr

        „Was meinen die Trottel mit ‚ein Geisterfahrer’….es sind dutzende!“

        „Ausnahmsweise einmal halten sich Politik und Medien eng an das Neue Testament …“
        „Wether you are with us or you are with the terrorists“ G.W.Bush 2001 – amS hatten die mit diesem Teil des Glaubens noch nie große Schwierigkeiten.

      • I.B. 1. April 2024 um 6:59 Uhr

        „„Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“ (Lk 11, 23)“

        Aber Jesus wusste, dass vieles abhängig vom Zusammenhang ist: „Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ Markus 9, 38

    • Andreas I. 1. April 2024 um 11:02 Uhr - Antworten

      Hallo,
      wenn man weiß, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur.
      In diesem Zusammenhang ist es auch unentbehrlich zu wissen, was bei der Mitteldeutschen Zeitung los ist. Auf dem ganzen Globus lesen Politiker, Beobachter und Analysten morgens als allererstes die Mitteldeutschen Zeitung, ohne die versteht man die Welt nicht.

  11. palman42 31. März 2024 um 21:08 Uhr - Antworten

    . . . und dazu passend die Analysen auch auf „voltairenet.org“ von Th. Meyssan – Titel sind „Russland erklärt den Straussianern den Krieg“ (März ’22) – „Wer sind die ukrainischen integralen Nationalisten?“ (Nov. 22) - "Welche internationale Ordnung ?" (Nov.23) usw. ;-)

  12. Pfeiffer C 31. März 2024 um 20:51 Uhr - Antworten

    wurde auch vor der Vereinnahmung durch rechte Gruppen gewarnt.

    Der Sprecher der AG Friede, der Rechtsanwalt Michael Aggelidis redete am aktuellen Ostermarsch dazu Klartext:

    Angesichts all der Lügen über Russland und der Kriegspolitik der US-amerikanischen Neocons, die einen Keil zwischen Russland und Europa trieben, müsse sich Deutschland dagegen zur Wehr setzen. Mit der deutschen Vasallentreue müsse endlich Schluss sein. Die industrielle Zukunft des Landes sei von der Kooperation mit Russland abhängig.

    Und die scheinheilige Warnung an die Friedensinitiativen vor einer rechten Unterwanderung kommt wieder genau von den selben Altmedien auf Kommando ihrer Narrativ-Drahtzieher, die schon während der jüngst vergangenen Corona-Pharmaskandal-Epoche alle, die sich nicht einschlägig denkbetreuen ließen ins rechte Gesoxeladl verräumten.

    Der frühere Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel sagte u.a. bei besagtem jüngst vergangenen Düsseldorfer Ostermarsch:

    „Deutsche Staatsräson kann nicht die bedingungslose Gefolgschaft eines rechtsradikalen, korrupten Politikers wie Benjamin Netanjahu bedeuten“.

    Hat namentlich die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) in ihrem Titel „Mitlaufen für den Frieden“ vielleicht so einen Art Rechte-Vorwurf-Nachtkastl-Ein-und-Ausschalter? Für Friedensdemonstrierer e-i-n / für Netanjahu a-u-s???

    Und noch etwas @ Altmedien & Strippenzieher:
    Steckt euch – ausgeschmücktes Zitat P. Handke – eure Betroffenheitswarnungen vor der vorgeblich allgegenwärtigen rechten Unterwanderungsgefahr in den Arxxx!

    Weil:

    Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus» – Ignazio Silone

    Ihr, die Altmedien & Strippenzieher wollt uns nicht vor“Desinformation“ und „Propaganda“ „schützen“, ihr habt ein Propagandamonopol errichtet und haltet es aufrecht, um die Lügen auf ewig herrschen zu lassen. Darum Eure Verbote, Sanktionen, Blockaden, Sperren und Abschaltungen. Darum die Diskreditierungskampagnen gegen jeden Abweichler und jeden Andersdenkenden.

    Es die pure Angst vor der Wahrheit und den besseren Argumenten. Wenn sich die europäischen Machthaber sicher wären, auf der Seite von Wahrheit und Recht zu stehen, bräuchten sie Verbote und Diffamierungskampagnen nicht.

    Nur auf einer kleinen Internetseite (wie tkp) stehen die Realitäten, wenn die Wahrheit doch europaweit Tausende Zeitungen, Radio- und TV-Sender sowie Onlinemedien zur Verfügung stehen? Angesichts dieser medialen Übermacht bräuchte die Wahrheit die Lüge doch nicht zu fürchten, sie müsste sich nur die geringe Mühe machen, gute Argumente vorzubringen.

    Stattdessen im Machtgefälle (ihr da oben, wir da unten) nur a-l-l-e-s R-ä-ä-ä-ä-c-h-t-e zu krähen ist was?

    Ergo – Fazit mit F.W. Bernstein:

    „Die wahren Kritiker der Wanzen
    sind selber mies im großen ganzen“.

    • Taktgefühl 31. März 2024 um 23:02 Uhr - Antworten

      „Zuallererst würde ich gerne wissen, ob Sie sich zum Existenzrecht Israels bekennen, das hier in Deutschland zur Staatsräson zählt.“
      Das sind alles so Demokratiekünstler: Eine Staatsräson ist ein staatliches Dogma, welches eben nicht in Frage gestellt werden darf. Das sind mittelalterliche Zustände, die mit Merkel zurückgekehrt sind. Das Dogma ist das Merkmal schlechthin einer zutiefst rassistischen und denunziatorischen Denkweise, sozusagen die Denkweise einer selbstherrlichen Elite, die sich mit der Wahrheit das Rektum abwischt und über Leichen geht.
      Ihr ganzes Auftreten zeugt von einer peinlichen geistigen und emotionalen Flachheit: „Es gibt keine Alternative“, der Spruch bestätigt das Weltbild dieses kleinen dummen Mädchens, er ist nicht mal von ihr, sondern von Margreth Thatcher: die den neoliberalen Umbau Englands in Ermangelung echter Argumente damit flankiert hat.
      Das Dogma ist das Merkmal eines fremdbestimmten Staatswesens, eines Satteliten, und dafür, daß eine Opposition nicht zugelassen ist. Die Abwesenheit von Opposition ist das Zeichen von Diktatur.
      Auf der dt. Verfassung übrigens verboten.

    • Taktgefühl 31. März 2024 um 23:04 Uhr - Antworten

      Die Kritiker der Strolche
      Sind selber solche.

  13. Karl Schlosser 31. März 2024 um 20:43 Uhr - Antworten

    Solange die, zumindest relevanten, Betriebe, nicht von den Belegschaften lahmgelegt werden um Frieden zu erzwingen, sonder nur die „nicht System relevanten“ von denen oben um eben genau diese Kriege entfachen, solange wird sich nichts grundsätzliches ändern. Einbinden der Arbeiterklasse ist oberstes Gebot für jeden Kriegsgegner.

  14. Peter Ruzsicska 31. März 2024 um 20:02 Uhr - Antworten

    Krieg und Frieden

    Krieg ist das Tagesgeschäft von (Totaler) Herrschaft in sämtlichen Ausprägungen moderierten Gewaltmanagements

    Frieden und (Totale) Herrschaft schließen sich einander grundsätzlich aus.
    (Totale) Herrschaft kann sich nur durch verstetigt expansive Erweiterung in aller Hinsicht sowie in alle Unendlichkeit stabilisieren.
    Daher muß ständig die Illusion von (Total) Herrschaftlicher Stabilität gleichzeitig mittels Kriegsstechniken (Verfahrenstechniken) moderierten Gewaltmanagements herbeigeführt werden – umso exzessiver als auch grotesker – wenn die Stabilität von (Totaler) Herrschaft bedroht ist.

    Das finale Ziel aller (Totalen) Herrschaft ist immer Totale Nichtung.

    (Totale) Herrschaft und Leben schließen einander völlig aus, deshalb lebt der Herrscher seinen ewigen Tod, was ihm grundsätzlich als Lebewesen naturgemäß nicht möglich ist.
    Der Herrscher versucht sein erbärmlichstes Leben, welches bloßes Existieren im ewigen Tode sich erherrscht, allen seinen Untertanen sowie sich selbst in dessen fundamentalster Unglaubwürdigkeit zu jeder Zeit billigst als auch sauteuerst zu verkaufen – Die Folgen davon eitern immer mehr in Zeitgemäß schändlichste Alltage…
    Der Lebenshunger des Herrschenden, gefangen in dessen ewigen Tode, ist unendlich und unerbittlich – Deshalb muß der Herrscher ewig leben…
    Der Herrscher zerbraucht und verdaut in seiner Unersättlichkeit alles Leben und sich schließlich selbst.

    Haßhafte Eskalation in jedwederlicher Hinsicht erweist sich als Folge von eskalierenden Abhängigkeitsverflechtungen – nicht mehr und nicht weniger.
    Reaktive als auch aktive Deeskalationstechniken aller Art sind nur so lange erfolgreich, wenn sie auf Grund von gelebter individueller Selbstbeschränkung erfolgen.
    Schon bereits eine Gewaltunterbrechung durch Dritte, selbst im Falle von Notwendigkeit, verlässt den Boden der Selbstbeschränkung und erweist sich als fragile Kriegstechnik zur Erlangung von Waffenstillständen.
    Der Waffenstillstand bietet ggf. nur kurzfristig die Möglichkeit zur evtl. Befriedung, weil auf längere Sicht jeder Waffenstillstand zur Kräftebündelung für weitere Kriegseskalation sich erweist.
    Das Schlachtfeld gebietet den scheinbaren Frieden erst in der Ruhe nach der Schlacht…
    Selbst wenn die peinerfahrenen Kombattanten aus den Schützengräben steigen, ihre Waffen wegwerfen und sich gegenseitig umarmen, ist es noch ein langer Marsch durch Mondlandschaften verwüsteter Kampffelder und zerschundener Gärten, bis so etwas wie Heimat erreicht wenn überhaupt hergestellt.

    Der Friede ist immer die Voraussetzung von Heimat und kann niemals erkämpft, sondern muß immer neu verhandelt werden.

    Sinngemäß nach Bertolt Brecht

    Die Ursache jedes Verbrechens hat immer zumindest einen Namen und eine Adresse.
    Hast Du die Gewalt, Gesetze zu erstellen und jene durchzusetzen, bestimmst Du, was ein Verbrechen ist.
    Es gibt Verbrechen, die ihre Feststellung durch Gesetzte nicht benötigen.
    Wenn der gute Bürgersmensch Gesetze befolgt, die sein und anderer Leben bedrohen, offenbart sich das Verbrechen im Augenblick.
    Dazu ist kein Gesetz nötig.

    Der korrekte Bürgersmensch hat gelernt, genau in diesem Augenblick wegzusehen, nicht aufzuhören und zu schweigen.
    Der Rest ist durch einfache Logik bestimmt und lange kann es dauern bis der Tod eintritt.
    Die Frage drängt sich auf: Zu wessen Gunsten?

    Gesetze können, gewitzt gesetzt, jede Art von Verbrechen legitimieren.
    Das ist der Normalfall, nicht nur hier zu Lande. Nichts weiter, als eine Art des Krieges.
    Der Krieg dient immer jenen, die nicht an der Schlacht teilnehmen.
    Aber besonders dient der Krieg immer jenen,
    welchen letztere bedingen, die nicht an der Schlacht teilnehmen.
    Die Pflege und Darstellung des Leidens dient immer der Vertuschung allen Unrechts.
    Das Ende allen Leidens ist die Stille nach der Schlacht,
    eine Art von Schönheit,
    wie ein Ort des Friedens
    für Gewinner – und Verlierer,
    sofern bei letzteren bereits der Tod eintrat…

    • Taktgefühl 31. März 2024 um 22:57 Uhr - Antworten

      „Ein gnadenloser Hass, der uns vorantreibt und über die natürlichen vererbten Grenzen des Menschen hinausgehen lässt, ihn in eine effektive, gewalttätige, unwiderstehliche und eiskalte Killermaschine verwandelnd. “ Che Guevara
      Zu dem darf sich öffentlich bekannt werde. Despoten haben einen fürchterlichen Schatten.

    • George 1. April 2024 um 9:02 Uhr - Antworten

      um die Richtigkeit der dargestellten Herrschaftsstrukturen aller Zeiten noch weiter zu verdeutlichen, ein historische Beispiel:
      Auf Haiti wurden die Menschen gezwungen, Gold für die Spanier zu suchen. Wenn sie Gold ablieferten, wurde ihnen ein Stück Kupfer um den Hals gehängt. Diejenigen, die nach einiger Zeit nicht das Zeichen des Erfolges um den Hals trugen, wurde die Hand abgehackt. Sie verbluteten. Nach 2 Jahren Mord, Verstümmelungen und Selbstmord war die Hälfte dieser armen Menschen Tod.

      Die meisten Herrscher aller Zeiten scher(t)en sich einen Dreck um die Würde des Menschen.

      Quelle 1. Absatz: Hans -Jürgen Geese – Ausverkauf vom Traum Neuseeland

  15. Fritz Madersbacher 31. März 2024 um 18:56 Uhr - Antworten

    Aus dem Aufruf eines deutschen Antikriegs-Aktionsbündnisses:

    „Das Jahr 2024 darf kein zweites 1914 werden!
    Die Staaten Europas schlafwandeln wieder in einen Krieg, obwohl man doch angeblich aus dem 1. und 2. Weltkrieg so viel gelernt hat. Die Regierungen in Europa versagen wieder, auch die deutsche. Statt Zurückhaltung als Voraussetzung für Diplomatie wird eine einseitige Parteinahme und aktive Einmischung vorangetrieben. Die alten Feindbilder werden wiederbelebt und Deutschland soll – neuster offizieller Slogan – „wieder kriegstüchtig“ werden. Das waren wir zuletzt 1939 – 1945! Heute geschieht all dies angeblich im Namen von Freiheit und Demokratie. Was vor Kurzem noch undenkbar war, nämlich Krieg in Europa mit deutschen Waffen und Soldaten gegen Russland, wird auf allen Kanälen versucht, hoffähig zu machen … Nicht weniger als der Fortbestand der europäischen Kultur steht auf dem Spiel.
    Deutsches Interesse kann nur sein, sich nicht in den Krieg hineinziehen zu lassen …
    Wir fragen euch nicht nach Verband und Partei – Seid nur ehrlich mit dabei … Angesichts dieser tödlichen Bedrohung unternehmen wir den Versuch einer Reorganisation, zumindest regional … Die Unterzeichner dieses Aufrufs kommen aus verschiedenen politischen Lagern … Uns eint die Sorge, Opfer imperialistischer Interessen zu werden …
    Stoppt die Eskalation! Die Lieferung von Taurus-Lenkwaffen wäre nicht nur eine neue Runde in dieser teuflischen Spirale, sondern auch eine neue Qualität, die unser Land endgültig zur Kriegspartei und damit auch zum Angriffsziel macht. Genauso pervers ist die Forderung nach dem Einsatz von Bodentruppen der Bundeswehr. Sie wären dem sicheren Tod geweiht. Keine deutschen Soldaten in Kriegsgebiete muss unsere Ratio bleiben!
    Nieder mit der Kriegspropaganda!
    Keine Waffen und Soldaten ins Ausland!

    (Aus dem Aufruf des „Aktionsbündnisses Bergstrasse“ zu einem Ostermarsch und einer politischen Kundgebung für die Region Bergstraße/Odenwald/Ried am 01. April 2024 (Ostermontag) in Heppenheim,
    entnommen aus „Antikrieg.com“, 25/03/2024)

  16. baueranton 31. März 2024 um 18:53 Uhr - Antworten

    Auch TAZ und TAGESSPIEGEL veröffentlichten Artikel gegen die Ostermärsche. Erstere verstieg sich zu der Aussage, das Ostermärsche angesichts der Kriegsgefahr Verrat seien und deshalb völlig unnötig.
    Das Friedensmärsche jetzt auch schon als Räschtzz eingestuft werden ist ein erneutes Zeichen, das die Friedenstauben von den Kriegsfalken zu Boden gezwungen werden…. (höre Hans Hartz ,,Die weißen Tauben sind müde“)

  17. Fongern 31. März 2024 um 18:39 Uhr - Antworten

    Die Altparteien (Ampel)in Deutschland sind eher für eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland als Bestrebungen zu betreiben, den Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu beenden. Deshalb sind Friedensmärsche in Deutschland ,als kriegsunterstützende Nation für die Ukraine, regierungsseitig nicht erwünscht und deshalb schon rechtslastig.Wahrscheinlich wird die AfD u.a.als Friedenspartei für die Friedensmärsche als Wahlkampfstrategie verantwortlich gemacht.

  18. Bernhard 31. März 2024 um 18:11 Uhr - Antworten

    Sehr richtig! Die Kriegstreiber müssen schon ziemlich verzweifelt sein, wenn sie friedliebende Menschen ins rechte Eck drängen wollen. All diese extremen Diffamierer werden sich später fragen, warum sie so naiv waren und den Betörungen der Macht so leichtfertig erlegen sind. Siehe die späten Rückruderer – wie möglicherweise ORF-Thür – bei Corona, die jetzt merken, dass der Abwärtsstrudel immer spürbarer wird.
    Es wird zwar mit immer subtileren Methoden für den Krieg geworben. Die weltweite Mehrheit wird sich aber zum Glück so nicht ködern lassen. Auch die Hausverstandsabgabe an den ORF in Österreich kann nicht funktionieren. So werden klassische Eigentore geschossen.
    Möge aus sinnlosem Leiden neues Leben auferstehen durch Menschen, die die Kriegstreiber durch gewaltfreien Widerstand in die Enge treiben und entmachten.

  19. HE 31. März 2024 um 16:42 Uhr - Antworten

    Längst ist es gängige Praxis, daß man als Regimekritiker diffamiert wird. Übrigens ein typisches Zeichen einer Diktatur. Waren es im 3. Reich „Kritikaster, Miesmacher, Meckerer und Intellektuelle“, sind heuer sog. Rechtsextreme, Nazis, Putinversteher und Populisten Dauerzielscheibe der staatlichen Demagogie. In Wahrheit sind nicht die Friedensdemonstranten extrem, sondern ein Staat, der uns auf einen Krieg vorbereiten will. Wie weit sich unsere Politiker bereits von der christlichen Lehre entfernt haben, zeigt deren Kritik am Friedensaufruf des Papstes. Ich kann nur beten, daß all diese Kriegstreiber endlich verschwinden mögen, bevor es zu spät ist.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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