Deutsche Studie: Kinder dreifach weniger infiziert als Eltern

Seit der Pandemie-Erklärung der WHO gibt es Diskussionen darüber, welchen Beitrag Kinder leisten, ob sie wie bei Grippe selbst angesteckt werden und das Virus verbreiten können. Es gab allerdings schon sehr frühzeitig gegenteilige Ergebnisse von Studien. Eine große Untersuchung aus Australien in 15 Schulen und 863 Kontaktpersonen von 18 Infizierten über einen Monat, ergab gerade mal zwei Ansteckungsfälle von Kindern. Von den 128 beteiligten Lehrern wurde jedoch niemand infiziert.

Dennoch war die falsche Vorstellung von der hohen Infektiosität der Kinder nicht wegzukriegen und die Grundlage für Schulschließungen. Folge sind mittlerweile überlaufene Kinderspitäler und Einrichtungen für psychologische Kinderbetreuung können langst nicht mehr in allen Fällen helfen. Betroffen sind vor allem sozial Schwächere, Mehrkinderfamilien und Kinder von Alleinerziehenden.

Eine neue Studie aus Deutschland hat nun mit Untersuchungen auf Antikörper neuerlich bewiesen, was frühere Studien überwiegend gezeigt haben. Erwähnt werden die große Studie aus Island, die eine geringere Inzidenz von akuten SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern als bei Erwachsenen festgestellt hat. Ebenso wurde in einer Schweizer Studie weniger Infektionen bei kleinen Kindern (5-9 Jahre) im Vergleich zu Erwachsenen beobachtet. Ein geringeres Infektionsrisiko für Kinder wurde auch in einer Studie zur Untersuchung der Übertragungsdynamik innerhalb von Familien in Israel, in einer Umfrage zu SARS-CoV-2-Infektionen in Italien, und in einer bevölkerungsbasierten Studie in Spanien berichtet.

Die Maßnahmen der Regierungen haben schwerwiegende und vielschichtige Folgen für junge Kinder, einschließlich der Gefährdung der psychischen Gesundheit, verzögerter oder gestoppter Fortschritte in der Schulbildung, Komplikationen durch Verzögerungen bei der notwendigen medizinischen Versorgung, Unterernährung, Armut und häuslicher Gewalt. Daher ist ein besseres Verständnis ihrer Rolle in der Pandemie von entscheidender Bedeutung, um ihre Trennung von pädagogischen und sozialen Aktivitäten in Kindergärten und Schulen zu rechtfertigen oder in Zukunft zu vermeiden.

Ergebnisse der Studie in Baden-Württemberg

Die folgenden Studienziele wurden untersucht: Erstens, wie hoch ist die Rate an SARS-CoV-2-Infektionen und der Anteil von SARS-CoV-2-Antikörpern bei Kindern im Alter von 1 bis 10 Jahren und einem entsprechenden Elternteil jedes Kindes in einer Stichprobe in Südwestdeutschland? Zweitens: Gibt es altersabhängige Untergruppen bezüglich der Häufigkeit von Infektionen bei Kindern? Sind drittens die Familiengröße, der Besuch einer außergewöhnlichen Kindertagesstätte (Notfall-Kindertagesstätte während dem Lockdown) oder ein früherer Kontakt mit einer Person mit COVID-19 mit dem Infektionsrisiko assoziiert?

Die wichtigsten Ergebnisse dieser großen SARS-CoV-2-Prävalenzstudie bei Kindern und einem entsprechenden Elternteil sind die folgenden:

Nur 0,04% der Studienteilnehmer hatten einen positiven PCR-Test. Der geschätzte Antikörper Anteil war bei den Eltern niedrig mit 1,8% und bei Kindern im Alter von 1 bis 10 Jahren noch niedriger und zwar mit nur 0,6% 3-fach niedriger.

Somit war die Häufigkeit von zuvor nicht diagnostizierten SARS-CoV-2-Infektionen vor und während des Lockdown im Südwesten Deutschlands sehr gering. Die geringere SARS-CoV-2 Infektionshäufigkeit bei Kleinkindern im Vergleich zu den entsprechenden Eltern ist eine wichtige Beobachtung, da sie darauf hindeutet, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Kinder den COVID-19-Ausbruch in Südwestdeutschland während des Untersuchungszeitraums verstärkt haben.

Dies steht im Gegensatz zu anderen Atemwegsinfektionen, wie z. B. Influenza oder Pneumokokken, bei denen Kinder eine herausragende Rolle für die Verbreitung der Krankheit spielen können. Die höhere Häufigkeit und Nähe sozialer Kontakte von Kindern wird als ein wesentlicher Treiber der Virusübertragung angesehen.

Um belastbare Daten zu zirkulierenden SARS-CoV-2-Antikörpern zu erhalten, wurde in dieser Studie eine aufwendige Kombination von serologischen Tests eingesetzt. Angesichts der geringen SARS-CoV-2-Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung, zum Zeitpunkt der Durchführung dieser Studie, sind Testkombinationen mit Spezifitäten größer als 99 % erforderlich, um valide Ergebnisse zu erhalten. Eine Kombination von 2 verschiedenen Tests verbessert die Genauigkeit deutlich. Wie bei PCR- und Antigentests liefern auch Test auf Antikörper bei geringer Häufigkeit in der Bevölkerung einen hohen Anteil falscher Ergebnisse. Diese konnten durch Kombination von unabhängig unabhängig gewonnen Messwerte eliminiert werden.

Die Beobachtung, dass der Besuch von außergewöhnlichen Kindertagesstätten nicht mit einer SARS-CoV-2-Infektionenn assoziiert war, ist wichtig, weil sie darauf hinweist, dass der Besuch von außergewöhnlichen Kindertagesstätten die Verbreitung von SARS-CoV-2 nicht fördert, obwohl die Hygienepraktiken bei diesen kleinen Kindern schwer zu erreichen sind.


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7 Kommentare zu „Deutsche Studie: Kinder dreifach weniger infiziert als Eltern

  1. Was will die Wissenschaft jetzt noch erreichen?
    Ich zweifle an den aggeblichen Experten der Regierung-sind die gekauft???
    Wenn man die Aussagen des Professor der Donau UNI Linz anhört wo er auf die Ergebnisse der Schülertests (die weniger positiv ausgefallen sind wie er erwartet hat) ja schon fast empört reagierte weil es nicht mehr waren und dann etwaige Fehler etc. da hineininterpretierte muss man wirklich fragen ob es gewollt ist dass es viele positive gibt.
    Am Montag wurden in Tirol 0,0185 Prozent der Schüler positiv getestet.
    Ist das auch nicht im Sinne des Professors???

    Es geht längst nicht mehr um Corona.
    am 17.2 ab 14.00 gibt es einen Livestream im Corona-ausschuss (corona-ausschuss.de).
    am Abend ca. 19.00 gehts es dann weiter. Dies dürfte der wichtigste Ausschuss sein der hoffentlich auch vielen Menschen die Augen öffnet was derzeit weltweit und besonders in D und Ö gespielt wird

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  2. Übrigens ist es ein Novum in der Seuchengeschichte, dass man sich nicht darüber freut, Kinder nicht zu den ersten Opfern zählen zu müssen (anders als bei den Geißeln Diphterie, Masern, Keuchhusten, Scharlach, Polio, Pocken, Durchfallerkrankungen etc etc.) sondern im Gegenteil mit besonderer Perfidie nach Mitteln sucht, die am wenigsten gefährdete Gruppe am meisten leiden zu lassen. Ich halte das für eine uneingestandene Perversion von Kinder- und Jugendhassern und heimlichen Faschisten. Anders kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären: ein Hass auf die Lebendigkeit, Unabhängigkeit und Gesundheit der nächsten Generationen (oft und gern als Handytrotteln verunglimpft, dabei haben Erwachsene dieses Ding erfunden und die süchtigmachende Wirkung ausgetüftelt).
    P.S.

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  3. Man muß einfach feststellen, daß sowohl diese betrügerischen (Drosten-) PCR-Tests als auch diese Antigentests ein Schmarr’n sind und überhaupt nichts über eine Infektion, geschweige denn über eine Erkrankung aussagen…

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  4. Vor einiger Zeit gab der deutsche Ärztepräsident Montgomery eine Pressekonferenz und hat schon fast geschrien zu den Medienvertretern:
    „Die Kinder sind das Problem“
    Mit etwas schmälerem Schnauzbart würde Montgomery gut in die Zeit vor 76 Jahren passen.
    Überlege mir wirklich ernsthaft, in welches Land man auswandern könnte.

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  5. Falls die Schließung von Schulen irgendeinen dämpfende Effekt auf die „Infektionszahlen“ hat, dann liegt das an einem ganz anderen Umstand: wenn in den öffentlichen Verkehrsmitteln zeitgleich mit Erwachsenen, die zur Arbeit fahren, auch noch die Schüler zur Schule fahren, dann befinden sich da automatisch viele Menschen auf sehr engem Raum. Öffentliche Verkehrsmittel sind sehr wichtig zur Entlastung der Umwelt, daher haben sie eine sehr starke Lobby hinter sich. So kommt es dann zu Aussagen, es gäbe keine Cluster aus öffentlichen Verkehrsmitteln … kann es auch nicht mangels Kontaktdaten von Fahrgästen … wäre im Prinzip möglich, ist aber (zum Glück!) unerwünscht, wohl um Vermeidungsstrategien vorzubeugen.
    Um nicht überfüllte Busse und Bahnen zu Stoßzeiten thematisieren zu müssen und die Fahrgastzahl trotzdem zu reduzieren, werden Kinder und Jugendliche von Bildung und Kontakt untereinander ausgeschlossen.
    Hier sieht man wieder einmal, was rauskommt, wenn Korrelation zur Kausalität erhoben wird.

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