Neue Corona Verordnung: Verschärfung bei rückläufigem Infektionsgeschehen

Alle Zahlen zeigen nach unten – die durch Tests bestätigten Fälle trotz Massentest; die Hospitalisierungen und Belegung der Intensivstationen sowie die Todesfälle. Das gibt sogar Gesundheitsminister Rudolf Anschober in einer Aussendung zu. Der Regierung reicht das aber nicht und hat heute mit Zustimmung des Hauptausschusses des Parlaments weitere Verschärfungen beschlossen.

Dabei ist es epidemiologisches Basiswissen, dass Epidemien wie eine Glockenkurve verlaufen. Nach einem langsamen Anstieg wird dieser immer steiler um wieder abzuflachen und dann in einen etwa gleich aussehenden Abfall überzugehen. Exponentielle Geschehnisse gibt es in der Theorie der Mathematik, aber nicht in der Natur. Auch keine Umkehrungen dieser Trends. Die Kurve sieht so aus – steiler oder flacher, das Prinzip bleibt gleich:

20 Prozent Immune nicht erwähnt

Generell fehlt in den Verordnungen der Hinweis, dass immune Personen von den Maßnahmen nicht betroffen sein können. Mit einer Ausnahme allerdings:

Für Personen, die in den vergangenen drei Monaten nachweislich wegen einer COVID-19-Infektion abgesondert waren, ergibt sich keine Testverpflichtung.

Das auf 3 Monate zu beschränken ist evidenzwidrig und unwissenschaftlich. Wir wissen, dass nach einer Infektion mit SARS-1 die Immunität auch nach 17 Jahren noch erhalten ist. Bei mir wurde mehr als 10 Monate nach Infektion noch Immunität durch T-Zellen nachgewiesen.

Es gibt in Österreich mittlerweile mehr als 2 Millionen Menschen, die infiziert waren und daher immun sind, wie ich hier gezeigt habe. All diese Menschen können zum Infektionsgeschehen nichts mehr beitragen. Wer also PCR-positiv war – wann auch immer – muss von jeglicher Maßnahme befreit sein, ebenso alle, die einen positiven Test auf Antikörper oder T-Zellen erhalten haben.

Gesundheitsschädlicher Maskenzwang

Völlig absurd ist die Erweiterung des Maskenzwanges auf Firmen und für den Aufenthalt im Freien. Die eigenen Kurven des Ministeriums und der AGES zeigen den Rückgang aller Indikatoren, trotzdem werden Maßnahmen gesetzt, die sogar Infektionen fördern können. Studien haben keine Wirksamkeit von Masken gezeigt, aber negative Auswirkungen für den Träger nachgewiesen. Und zwar durch eine Reduktion des Sauerstoffpartialdrucks im Blut einhergehend mit einer Erhöhung des CO2 Anteils; Bakterien- und Pilzkultur bei längerem Tragen; Eigeninfektion der Lunge im Falle einer bereits vorhandene Infektion sowie Verteilung der Viren durch Aerosolbildung beim Durchatmen durch die Maske. Mehr dazu hier.

Es ist auch nicht einzusehen wie Menschen über 8 Stunden konzentriert arbeiten sollen, bei verminderter Sauerstoffzufuhr. Die Bezeichnung Mund-Nasen-Schutz für Masken ist daher falsch, da sie keinen Schutz bieten.

Was ist die Grundlage für Maßnahmen?

Anschober ist nicht zufrieden mit der Entwicklung, obwohl alle Indikatoren nach unten zeigen. Die Zufriedenheit von Anschober kann aber nicht die neue epidemiologische Grundlage für die Verschärfung von Maßnahmen sein.

Beim Personal der Gesundheitsämter gibt es ohnehin Unzufriedenheit darüber, dass auch Menschen, die an einem Autounfall gestorben sind oder an schweren Herz-, Krebs- oder anderen Erkrankungen im Endstadium sterben, als Covid-19 Todesfälle eingetragen werden müssen, so sie vorher oder beim Ableben positiv getestet wurden. Ein unbekannt hoher Anteil ist also nicht an Covid-19 gestorben, wird aber in dieser Rubrik gezählt. Die Zahlen der „bestätigten Fälle“ sind über die Zahl der durchgeführten Tests präzise steuerbar. Mehr Tests, mehr „Fälle“.

Die Verschärfung der Maßnahmen widerspricht jeglicher Evidenz, sie wird weiteren Schaden anrichten. Die ständige Veränderung der ohnehin fragwürdigen Regeln, sowie die laufende Herausgabe von neuen Verordnungen kann man nur mehr als Boshaftigkeit oder Ablenkungsmanöver bezeichnen. Wer soll das noch alles lesen? Das alles erzeugt Stress, schadet damit der Gesundheit und macht anfällig gegen Infektionen. Ist das die Absicht?

Alle aktuellen News im TKP Telegram Channel

Anmerkung: In den Kommentaren unter vielen Artikeln finden sich interessante Informationen – lesen lohnt sich.

Verordnungen und Einschränkungen machen Menschen krank

Massentests in Österreich wenig besucht, 60 bis 80% falsch-positive und 0,10 bis 0,23% Infektionen

4 Kommentare zu „Neue Corona Verordnung: Verschärfung bei rückläufigem Infektionsgeschehen

  1. Ob zuviel COVID-19 Tote gezählt werden, müsste sich eigentlich aus der Sterbestatistik herauslesen lassen. Die würden nämlich anderswo fehlen, in anderen Sterbekategorien (Krebs, Atemwegserkrankungen, Unfälle etc.) könnte man eine leichte Untersterblichkeit annehmen, weil hier statt dessen nach COVID-19 zugeordnet wurde. Wenn man die SARS-CoV-II Kurven miteinbezieht und sich die Sterblichkeit nach Monaten und nach Kategorien verglichen mit den letzten Jahren anschaut, müsste es sich ausmitteln lassen, wieviel COVID-19-Tote „zuviel“ gezählt wurden. Ich bin da leider mathematisch unterbelichtet und kenne auch nicht die richtigen Quellen, aber jmd. mit Zahlenerfahrung kann das sicher. Falls die Ergebnisse die Interpretation zulassen, dass zuviele Tote mit todesursächlich schweren Vorerkrankungen COVID-19 zugeordnet werden, wäre das eine grobe Irreführung der Öffentlichkeit. Noch so eine offene Frage ist, wie häufig COVID-19-Tote obduziert werden und ob das überhaupt forciert durchgeführt wird.
    P.S.

    1. servus, laut meinen informationen und anfragen bei bast & co wird bis dato niemand obduziert. warum wohl? weil man dann vielleicht auf die gleichen ergebnisse wie in hamburg kommen könnte? zu den todesfolgen werden wir leider erst am ende des jahres informiert werden. darüber bin ich auch schon sehr gespannt.

    2. “ wäre das eine grobe Irreführung der Öffentlichkeit. “

      Seien Sie versichert: das IST grobe, GRÖBSTE Irreführung der Öffentlichkeit.

      Nehmen sie bei Euromomo Österreich

      https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/

      (nach unten scrollen, „Z-scores by country“, „weeek range“ kann bis 2015-01 erweitert werden zur besseren Übersicht)

      Wenn heute Seuche ist, war 2017 auch eine. Und ja, eine Übersterblichkeit ist zu sehen. Aber niemand kann sagen, wie viele Tote auf das Konto dieser wahrlich zutiefst einschneidenden Maßnahmen, auf das Konto von Angst und Hysterie, gehen.

      Schaut man sich Länder wie Belgien an, so hat es die besonders getroffen. Schaut man sich dagegen Luxemburg, Dänemark, Zypern, etc an, so ist da NICHTS! Wie kann das sein?

      Portugal hatte 2015, 2017 Seuche, dieses Jahr eher nicht?

      Andere Länder, wie zB Frankreich, Italien, Spanien zeigen schon immer auffällige Schwankungen.

      Die deutschen Länder Hessen und Berlin zeigen wiederum auch wieder so gut wie nichts an Übersterblichkeit an!

      Wer in diesen Daten eine neuartige, gefährliche Pandemie sehen kann, und wenn er von den einschneidensten Maßnahmen seit Ende des 2. Weltkriegs weiß und diesen Fakt nicht auch in die Daten hineininterpretiert (zB die völlig untypischen Sterblichkeitsspitzen im Frühjahr), den kann ich nicht verstehen!

  2. wenn man hier schon unter sich ist … wo bekommt man die aktuellsten Sterbedaten her?
    euromomo ist bisher auch die mir bekannt schnellste Quelle. Wobei nationale Berichte i.d.R. zeitnaher sein sollten..
    Seltsam, daß man Covid-Tote tagweise und zumindest scheinbar aktuellst geliefert bekommt,
    aber eine täglich gemeldete Gesamttodeszahl nicht.
    Obschon letztere (idealerweise in Ergänzung mit durchschnittlichem Sterbealter) das einfachste und zugleich auch härteste Kriterium darstellen sollte um Lage einzuschätzen.

Kommentar verfassen