Coronavirus: Wie man sich am sichersten infizieren kann

Mit der massiven Nachrichten-Flut, die uns derzeit überrollt, ist es schwer den Überblick zu bewahren. Atemlose News ersetzen Information und auf Twitter wird schon die Frage gestellt, wann die Zahl Pressekonferenzen die der Infizierten übersteigt. Dazu kommen durchaus unterschiedliche Meinungen unter den Experten.

Ziemlich unbestritten ist, wie die Infektion erfolgt und wie nicht. Im ZDF bei Markus Lanz am 31.3. berichtet Prof. Hendrik Streeck, leitender Virologe der Uniklinik Bonn, von seinen detaillierten Studienergebnissen in Heinsberg, dass Ansteckung über Türschnallen, im Bus oder Restaurant nicht beobachtet wurde. Lediglich bei der Party oder im Stadion wie in Ischgl, einem Klub in Berlin oder im Fußballstadion von Bergamo kommt es zur Ansteckung. Große Nähe über mindestens 10 bis 15 Minuten ist erforderlich.

Ähnliches berichtet auch Virologe Christian Drosten über die Studie der ersten Ansteckungen in München in seinem NDR Podcast. So wurde eine Infektion nachgewiesen beim Mittagessen, wo zwei Personen Rücken an Rücken saßen, einer nach dem Salzstreuer fragte, sich umdreht und ihn Gesicht an Gesicht erhielt. Bei einem Kontakt auf 1 Meter Distanz über etwa 15 Minuten sei die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung 5 Prozent.

Also beim Laufen, Spazierengehen in der Natur oder in den Bundesgärten, selbst im Supermarkt ist die Gefahr äußerst gering bis nicht existent.

Übertreibungen und Panik

Wie bei Covid-19 sind Kranke die ersten, die bei Hitzewellen sterben. 2003 hatten wir binnen weniger Wochen rund 70.000 Hitzetote allein in Europa. Ärzte klagen nun, dass sie in ihrer Praxis derzeit keine Grippewelle, sondern eine Welle aus Angst und Verunsicherung behandeln.

ÄrztInnen und FachärztInnen müssen ihre Untersuchungs- und Behandlungsangebote einschränken. Diagnostik zum Ausschluss von schweren Erkrankungen findet kaum noch statt. Ganze Krankenhausabteilungen und Reha-Kliniken werden geräumt. Es kommt zu einer massiven Versorgungseinschränkung im gesamten Hilfsapparat, deren Folgen bisher nicht absehbar sind.

Die Menschen, insbesondere Kinder und Ältere werden in ihren Wohnungen in der Großstadt durch die öffentlichen Empfehlungen und Vorschriften isoliert. Einschränkung der Bewegung, mangelndes Sonnenlicht und verminderte Zufuhr frischer Luft verschlechtern den Zustand des Immunsystems und erhöhen damit die Infektanfälligkeit. Die Psycho-Neuro-Immunologie hat erforscht, dass Angst, Verunsicherung und soziale Isolation ebenfalls die Immunität beeinträchtigt.

Wie die Infektion funktioniert

Wenn wir uns also lange genug in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben, haben wir Aerosole mit Viren eingeatmet, die sich nun im Mund/Rachenraum breit machen.

Eine ACE-2-Zelle, die eigentlich den Blutdruck überwacht, bleibt an den Virusstacheln hängen. Im Mund und in vielen anderen Geweben sind menschliche Zellen gespickt mit diesen ACE-2. Sie passen zu den Spikes des Coronavirus. Damit dringt es jetzt in den Körper ein, wird aktiviert und produziert über die Wirtszelle Tausende neue Viren innerhalb kürzester Zeit.

Schutzschild Immunsystem

Das menschliche Immunsystem ist der bisher einzige und noch dazu sehr mächtige Feind des Virus. Es verfügt über ein Arsenal an Zellen. Fremdkörper, die bei jedem Atemzug in den Körper gelangen, sind tägliches Geschäft des Immunsystems.

Kurz  nachdem das Virus in die Zellen der Mundschleimhaut eingedrungen ist, hat das Immunsystem das Standardabwehrprogramm gestartet: Makrophagen, Granulozyten und Killerzellen. Sie erkennen die vom Virus befallenen Zellen, nehmen sie in sich auf und vernichten sie.

Spezialzellen schnappen sich Viruspartikel und untersuchen diese und machen Meldung an die Lymphknoten. Es werden Antikörper produziert; Formen, die das exakte Negativ des Viren-Markers sind. Diese Formen finden den Weg zu infizierten Zellen, markieren sie, heften sich an die Viren, verkleben, verklumpen und neutralisieren sie. Das Immunsystem produziert Zytokine & Chemokine. Sie verstärken die Abwehr, melden, markieren und töten die Viren.

Die T-Killerzellen suchen nach infizierten Zellen und vernichten alles. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Es schickt Botenstoffe in alle Gewebe, sogar bis ins Gehirn. Es verlangt nach mehr Wärme; bei 39 Grad kann es schneller arbeiten als bei 37 Grad. Ein gesundes Immunsysttem wird mit dem Coronavirus sicher fertig.

Entscheidend ist also, dass das Immunsystem gesund bleibt und sogar gestärkt wird. Wie das geht ist hier beschrieben:

Coronavirus Erkrankung: wie man sich am besten schützt

Warum einige europäische Länder so wenige Erkrankungen haben

Luftverschmutzung fördert Erkrankungen mit Coronavirus

Bild von Markus Distelrath auf Pixabay

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