Nutzen der E-Autos bei Coronavirus Krankheit Covid-19

Covid-19 ist eine Lungenkrankheit. Das neuartige Coronavirus befällt zunächst die oberen Atemwege und wandert nach etwa eine Woche in die Lunge, so die Virenlast nicht schon vorher durch ein starkes Immunsystem unschädlich gemacht und aus dem Körper entfernt wurde. In der Lunge schränkt es deren Funktion stark ein, so dass ein Überleben in einer Anzahl von Fällen sogar nur mehr mit künstlicher Beatmung gesichert werden kann.

Die Lungenerkrankung trifft besonders diejenigen, die als Vorerkrankung bereits eine Lungenschädigung haben. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Ursachen: die eine  ist Rauchen und die andere ist Luftverschmutzung.

10.000 Tote pro Jahr durch Lungenschädigung von Dieselabgasen

In 2017 gab es im Zuge des Dieselskandals in der deutschen Autoindustrie einige Aufregung über ein Forschungsergebnis, an dem auch die IIASA in Laxenburg beteiligt war. Demnach verursachen Dieselabgase in der EU pro Jahr 10.000 Tote, die Hälfte davon durch die Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte wegen der betrügerischen Abschaltung der Abgasreinigung.

Die Verbrennung von Diesel und Benzin erfolgt bei so hohen Temperaturen, dass auch Stickstoff oxidiert. Die Stickoxide – mit Feuchtigkeit wird daraus Salpetersäure – sind so aggressiv, dass sie die Lungen schädigen. Die höchsten Schadstoffkonzentrationen in der EU herrschen in Norditalien. Eine Ursache der extrem hohen Todesrate in Italien ist diese Luftverschmutzung, die durch hohe Stickoxid Konzentrationen bei den dort lebenden Menschen Lungenschädigungen hervorgerufen hat.

Öffis und Elektromobilität

Was ist der Ausweg daraus? Einerseits muss die Industrie gezwungen werden ihre Abgase ordentlich zu reinigen, so dass Feinstaub, Ruß, Stickoxide und Schwefeloxide fast zur Gänze ausgefiltert und gebunden werden.

Einen wichtigen Hebel bietet der Verkehr. Von der Europäischen Allianz für öffentliche Gesundheit (EPHA) veröffentlichte Satellitenbilder zeigen auch in Österreich eine deutliche Abnahme der Luftverschmutzung infolge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die EPHA weist gemeinsam mit der WHO darauf hin, dass in der Vergangenheit von Verkehr, Industrie und Heizen ausgestoßene Schadstoffe zu Lungenschäden geführt haben, was das Risiko bei COVID-19-Erkrankung für viele Personen verschärft hat.

Hier treffen einander Schutz der Gesundheit und  des Klimas. Es ist aus beiden Bereichen dringend geboten die Mobilität von Autos und LKW mit Verbrennungsmotoren drastisch und schnell zu reduzieren. Die wirkungsvollste Maßnahme ist der Ausbau der Öffis und da insbesondere der Bahn. Der zweite Hebel ist der Umstieg auf E-Autos, die eben unterwegs keine Schadstoffe produzieren.

Der Coronavirus wird uns noch länger erhalten bleiben. Um uns zu schützen ist eine Verkehrswende dringender denn je.

Mehr dazu:

Coronavirus Erkrankung: wie man sich am besten schützt

Warum Japan so wenige Erkrankungen vom Coronavirus hat

Luftverschmutzung fördert Erkrankungen mit Coronavirus

170 Diesel-Tote – Schwachsinn oder Wissenschaft?

Quellen:

Aussendung von EPHA und WHO:
https://epha.org/air-pollution-clears-in-cities-globally-maps/

Studie über Tote durch Dieselabgase:
https://euobserver.com/environment/139048

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