Kundgebung gegen Waldviertelautobahn am 12. Dezember am Landhausplatz in St. Pölten

6. Dezember 2019von 1.5 Minuten Lesezeit

Unter den vom Verkehr verursachten Immissionen Lärm und Feinstaub leidet insbesondere die Bevölkerung des Bezirks Korneuburg immer mehr. Gesundheitsschädlichen Lärm selbst noch in 1 km Entfernung von der A22 attestiert sogar ein Gutachter der BH Korneuburg.

Leider unternimmt die Landesregierung einiges damit sich diese Situation noch verschlechtert, statt die Bevölkerung zu schützen. So hat sich die Landesregierung mehrfach lautstark für das Projekt ‚Waldviertelautobahn‘ eingesetzt, das auch für die Bewohner des Bezirks Korneuburg negative Folgen hätte.

Auf dem Autobahnnetz im Bezirk Korneuburg – bestehend aus A22, S1, S3 und S5 – hat in den vergangenen Jahren der Verkehr massiv zugenommen, wie hier zu sehen. Mit knapp 90.000 Fahrzeugen täglich, darunter ein wachsender Anteil an besonders lauten LKW, sticht besonders die A22 hervor.

Der Verkehr auf der A22 hat insbesondere durch die Anbindung und den Ausbau von S1, S3 und S5 stark zugenommen und nimmt weiter zu. Kommt die Transitautobahn durch das Waldviertel, so wächst auch der Verkehr auf der A22 wieder sprunghaft. Es ist ein durch viele Studien bewiesenes Faktum, dass neue Straßen und höhere Geschwindigkeiten auch mehr Verkehr produzieren.

Kundgebung der Plattform lebenswertes Waldviertel

Dagegen kämpft die überparteiliche Plattform lebenswertes Waldviertel.  Sie kritisiert die Haltung der Landesregierung, die nach Abschluss der Strategischen Umweltprüfung im Jahr 2021 die Transitautobahn durch das Waldviertel im Gesetz verankern und danach zügig bauen möchte.

Um diesen umweltpolitischen Unfug noch zu stoppen ruft die Plattform daher zur Kundgebung am Donnerstag 12. Dezember 2019 von 10:30 bis 12 Uhr am Landhausplatz in St. Pölten auf. Die Kundgebung richtet sich nicht nur gegen den Bau der Waldviertel-Transitautobahn, sondern fordert gleichzeitig den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn, die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs und gibt ein Bekenntnis ab zur Bewahrung einer wunderschönen, naturnahen Kulturlandschaft.

Hier der Aufruf der Plattform zur Teilnahme an der Kundgebung.

Wir freuen uns über jeden Kommentar, aber ersuchen einige Regeln zu beachten: Bitte bleiben wir respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe, keine (Ab-)Wertungen und bitte auch keine Video-Links und Texte mit roten Rufzeichen. Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.