Bank of England schlägt Alarm wegen sich verschlechternder Wirtschaftslage

6. Juli 2022von 2,7 Minuten Lesezeit

Die wirtschaftlichen Aussichten für das Vereinigte Königreich und den Rest der Welt haben sich „merklich verschlechtert“, so die Bank of England in einer Warnung. Die Bank warnte am Dienstag, dass es eine Reihe von negativen Faktoren gebe, die die finanzielle Stabilität des Landes beeinträchtigen könnten.

Sie erklärte, dass die rasch steigenden Energie- und Kraftstoffkosten in der ganzen Welt die Preise im Allgemeinen schneller in die Höhe treiben. Die Bank wies darauf hin, dass Haushalte und kleine Unternehmen zwar durch den Preisdruck gefährdet seien, das Bankensystem jedoch nicht nur den größten Wirtschaftsrückgang seit 300 Jahren im Zusammenhang mit der COVID-Pandemie, sondern auch die Stagflation und die höchste Inflation seit vier Jahrzehnten gut überstanden habe.

Die jährliche Inflationsrate des Vereinigten Königreichs stieg im Mai 2021 auf 9,1 % gegenüber 9 % im Vormonat und damit auf den höchsten Stand seit 1982. Die Bank nannte den Ukraine-Konflikt mit den Sanktionen als einen Hauptfaktor, der die durch die COVID-Pandemie ausgelöste finanzielle Instabilität verschärft.

„Die globalen Wirtschaftsaussichten haben sich deutlich verschlechtert“, sagte der Gouverneur der Bank of England Andrew Bailey auf einer Pressekonferenz in London.

„Die Volatilität der Rohstoffpreise nach der russischen Invasion in der Ukraine hat den Preisdruck für Haushalte und Unternehmen weiter verschärft und sich auf das Finanzsystem ausgewirkt“, so die Bank.

Die Bank warnte auch davor, dass der erhöhte Inflationsdruck zu einer weiteren drastischen Verschärfung der globalen Finanzbedingungen führen könnte.

„Eine Verschärfung der Bedingungen würde den Druck, dem Haushalte und Unternehmen bereits ausgesetzt sind, sowie die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung in einigen Ländern, einschließlich des Euroraums, erhöhen“, so die Bank.

„Dies birgt Risiken für die finanzielle Stabilität des Vereinigten Königreichs durch wirtschaftliche und finanzielle Spillover-Effekte“, so der Bericht.

Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine würden ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, fügte die Bank hinzu.

Die britischen Banken seien gut aufgestellt, um selbst einen schweren Wirtschaftsabschwung zu überstehen, so die britische Zentralbank, auch wenn ihre Kapitalquoten zwar immer noch stark seien, aber in den kommenden Quartalen voraussichtlich leicht sinken würden.

Trotz einer sich verschärfenden Lebenshaltungskostenkrise mit einer Inflation im zweistelligen Bereich erklärte die Bank, dass die Finanzinstitute des Vereinigten Königreichs gegenüber der Verschuldungsanfälligkeit von Haushalten und Unternehmen widerstandsfähig seien.

Die Zentralbank äußerte sich auch besorgt über die Entwicklung der wichtigsten Finanzmärkte wie US-amerikanische und britische Staatsanleihen, die im März 2020 Gegenstand des „Dash for Cash“ waren, als der COVID Panikverkäufe unter den Anlegern auslöste.

„Inmitten der hohen Volatilität verschlechterten sich die Liquiditätsbedingungen selbst auf normalerweise sehr liquiden Märkten wie US-Staatsanleihen, Gilts und Zinsfutures“, so die Bank.

Die EU und die Regierung der Niederlande bemühen sich die Situation noch massiv zu verschärfen und wollen einen Großteil der agrarischen Produktion in den Niederlanden vernichten.

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

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9 Kommentare

  1. asisi1 6. Juli 2022 at 18:48Antworten

    Die Engländer haben doch die letzten 200 Jahre nur durch ihre früheren Raubzüge überlebt!
    Sie haben auch Deutschland die beiden Kriege untergejubelt und jetzt müssen sie eben abschmieren! Das wäre nur gerecht, denn sie haben der Welt wesentlich schlimmeres angetan!

  2. Hans Im Glück 6. Juli 2022 at 12:25Antworten

    Die „Welt“ weiß wundersames zu berichten:

    „Das Europäische Parlament hat den Weg freigemacht, Investitionen in Erdgas und Atomkraft unter bestimmten Bedingungen als nachhaltig einzustufen“

    Das erinnert an die mittelalterliche Praktik des „Umtaufens“: „Bist kein Fleisch, bist a Fisch“

    • Toni 6. Juli 2022 at 15:38Antworten

      Das war schon klar, als Bill Gates vor vielen Jahren in bestimmte Atomkraft-Unternehmen investierte. Er schreitet van der Leyen auch in dieser Beziehung „mutig voran“.

      Mit diesem Personal (von Beruf Ärztin) ist das kein Wunder, da wird noch manches umgetauft.

      Glück auf und alles Gute, Toni

      • Markus 7. Juli 2022 at 1:59

        v.d. leyen ist eine kriminelle und korrupte frau.
        alles was die angreift geht kaputt

  3. avstriavsky 6. Juli 2022 at 10:48Antworten

    „…. und für den Rest der Welt.“

    Irrtum!

    Nicht für den gesamten „Rest der Welt“ wird „es“ sich verschlechtern, denn für Russland und für die BRICS+ Länder geht „es“ steil hinauf:

    eigenes Transaktionssystem abseits des SWIFT
    eigenes Reservewährungssystem abseits des Petrodollar
    interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Forschung, Bildung, etc.
    Kooperation in den MIL-Sektoren
    etc. etc.

    Der Niedergang wird sich auf den „Wertewesten“ beschränken. Weniger für die „schönste und beste Demokratie von allen“ jenseits des Atlantik, aber für die willfährigen Vasallen in EU&Co wird zeitnah die Rechnung ausgestellt werden.

  4. suedtiroler 6. Juli 2022 at 9:50Antworten

    Tja, nicht nur UK

    Der Euro fällt gegenüber anderen wichtigen Währungen
    Der Zahlmeister der Eurozone und der EU – Deutschland – war mal Exportmeister und wird zum Netto-Importeur.
    Die Zombie-Unternehmen die nur dank Staats-Hilfen die Corona-Krise überstanden haben kommen jetzt in die Energiekrise.
    und wir sind gerade mal am Anfang der Katastrophe!

  5. Maximilian 6. Juli 2022 at 9:17Antworten

    Nicht aber die Immobilienwirtschaft! Dort werden weiter Gewinne gemacht, dass einem nur schwindlig werden kann. Selbst Kleinstwohnungen in schlechtesten Lagen werden gekauft und verkauft und gekauft und verkauft zu immer höheren Millionenpreisen.

    • Al 6. Juli 2022 at 9:32Antworten

      Ja, da ist NOCH die Blasenbildung am Werk. Die Mehrheit der Investoren merkt es eben auch erst zuletzt. Dann erst, wenn die Superinvestoren und Insider schon ihre Gewinnmargen abgeräumt haben. Kapitalistisches Wirtschaften wird durch den Schweinezyklus bestimmt. Und die, die Bescheid wissen, weil sie die Zyklen anführen, werden immer pervers reicher und perverser reicher.

    • Heiko 7. Juli 2022 at 18:32Antworten

      Wer etwas zu verkaufen hat, sollte es jetzt machen und in ein paar Monaten zum Bruchteil des Preises wieder zurückkaufen.

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