Chronic Fatigue Syndrom als massives Problem nach Impfung: Was tun?

11. April 2022von 6,5 Minuten Lesezeit

Als Folge der Gentechnik-Impfungen gibt es enorm viele unmittelbare Probleme. Manche treten aber erst nach einer Infektion auf, die bekanntlich durch die Impfung sogar noch gefördert wird. Die danach auftretenden Krankheiten, wie etwa das Chronic Fatigue System (CFS) sind weit verbreitet, überfordern aber die Schulmedizin komplett.

Zu dem gestrigen Artikel über Long Covid, gab es einige interessante und vor allem betrübliche Reaktionen. Zum Beispiel den TAZ Artikel, der den Fall eines 13 -Jährigen Mädchens schildert. Der Artikel vom 15.3.2022 hat den Titel „Sie kann nicht mehr alleine stehen“ und den irreführenden Übertitel „Long Covid bei Kindern“. Denn die „voll geimpfte“ Familie fing sich Corona Infektionen ein, alle hatten kein Problem, bis auf die 13-Jährige, die einfach zum Stehen zu müde ist. Für Kinder ist Covid genau gar kein Problem, es sei denn sie sind geimpft.

In Deutschland gibt es mehr als 80 Ambulanzen, die CFS behandeln (vgl https://longcoviddeutschland.org/ambulanzen/). wobei – behandelt wird nicht. Denn man ist hilflos.

Was ist CFS?

Im deutschen Ärzteblatt gab es eine Diskussion mit dem Titel „Chronisches Fatigue-Syndrom verdient Leitlinie“, in dem wenigstens festgehalten wurde, dass „nach aktuellem Forschungsstand liegt definitiv keine psychische, psychosomatische oder sozial verursachte Müdigkeit vor (über 1 800 Studien in den letzten zehn Jahren). Das aber ist die implizite Botschaft des Artikels, indem eine unscharfe Äußerung über CFS mit Angaben zu überwiegend psychisch/psychosozial verursachter Müdigkeit verbunden wird. Im Fazit wird dargestellt, dass „bei unauffälliger Anamnese, körperlichem Befund und Basislabor […] organische Erkrankungen sehr unwahrscheinlich“ seien.“

Nein, es ist auch weder eine psychische noch eine organische Krankheit. Es ist eine biochemische Krankheit. Das Mädchen hatte vermutlich ein stark geschwächtes Immunsystem durch die Impfung. Das passiert bei einem gewissen Prozentsatz. Dann ist die Infektion eine enorme Belastung. Es wurden so ziemlich alle Reserven aufgebraucht um das an sich harmlose Virus – wie der Verlauf bei den anderen Familienmitgliedern beweist – zu besiegen.

Es ist im Prinzip so wie nach einem Marathonlauf. Jeder Läufer, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, füllt im Ziel sofort mit einem Protein-Shake und Vitaminen auf. Ich habe das, durch Erfahrung klug geworden, ab meinem 5. Marathon auch gemacht. Und mir auch bei km 20 noch einen Proteinshake mit Vitaminen und Elektrolyten als Eigenverpflegung hingestellt. Nach 20 km ist man noch frisch und munter, alles funktioniert bestens und man kann das zu sich Genommene auch noch halbwegs nutzen, bei km 30 eher nicht mehr.

Leitlinien

Früher meinte die Schulmedizin noch, dass man Patienten mit CFS mit körperlichem Training wieder mobilisieren könnte. sowie mit Psychotherapie. Das ist ungefähr genauso vertrottelt, wie einem Marathonläufer im Ziel mit Psychotherapie und Lauftraining für den zweiten Marathon am Nachmittag fit zu machen.

Was angesagt ist, sind Ausheilung der Mikroverletzungen in der gesamten Beinmuskulatur, eine Auffüllung der kompetent leeren Speicher an Vitaminen, Proteinen und andern Mikronährstoffen, sowie etwa vier Litern Wasser.

Seit kurzer Zeit gibt es nun die britische Leitlinie, die hier beschrieben wird. Nach dem Studium von zigtausenden Studien erkennt man, dass ein „Aufbautraining“ bei diesen Patienten zum Abbau führt und die Symptome verschlechtert und dass es keine psychische Krankheit ist. Mit 15 Sekunden konzentriert Nachdenken kommt zum gleichen Ergebnis, so man sich peripher mit Leistungssport befasst hat.

Welche Behandlung hilft?

Es ist immerhin ein Fortschritt, wenn Leitlinien absoluten Nonsense ausschließen. Sonst schützen sie den Arzt gegen Schadenersatz-Klagen im Falle der Fehlbehandlung. Deshalb wurden die Leitlinien in den USA ja auch erfunden.

Was aber hilft bei chronischer Müdigkeit, wenn also die Mitochondrien offenbar wegen akuten Fehlens der für die biochemischen Prozesse notwendigen Substanzen nicht mehr richtig arbeiten.

Ein wissenschaftlich arbeitender Arzt wird messen was fehlt. Es geht um den Citratzyklus, um die Produktion von ATP und die Funktion der Mitochondrien. Also Biochemie, weder organisch noch psychisch. Kürzlich habe ich über eine Episode im Buch von Bodo Kuklinksi über Mitochondrien berichtet, wie ein Patient am Wiener AKH mit komplett flacher EEG-Linie – also komplett ohne Hirnaktivität – durch die Gabe von Ubiquinol voll wiederhergestellt werden konnte.

Wenn man ein bisschen sucht, findet man eine Studie mit dem Titel „Citrulline/malate promotes aerobic energy production in human exercising muscle“ (Citrullin/Malat fördert die aerobe Energieproduktion in der trainierenden menschlichen Muskulatur). Da wurden 18 Männer mit Leistungsproblemen mit Citrullin und Malat behandelt.

Im Abstract wird erklärt:

„Die CM-Einnahme führte zu einer signifikanten Verringerung des Ermüdungsgefühls, einer 34%igen Steigerung der Rate der oxidativen ATP-Produktion während der Übung und einer 20%igen Steigerung der Phosphokreatin-Erholungsrate nach der Übung, was auf einen größeren Beitrag der oxidativen ATP-Synthese zur Energieproduktion hinweist.“

Hervorragende Ergebnisse, aber nicht wirklich überraschend. Citrullin ist eine nicht essentielle Aminosäure. Sie steht mit Arginin in Wechselwirkung. Aus Citrullin entsteht Arginin und genauso kann Citrullin aus Arginin entstehen. Die beiden Aminosäuren können jeweils in die andere verwandelt werden, verantwortlich dafür sind bestimmte Enzyme.

Malat wird zur Herstellung von ATP benötigt. Als Malat bezeichnet man das Anion der Äpfelsäure (C4H6O5). Besondere Bedeutung hat es durch die Position als Metabolit im Citratzyklus.

Eines der wichtigsten Energie-Moleküle des Körpers ist ATP. Es entsteht im so genannten Citratzyklus. In einem der Stoffwechselschritte wird Malat zur Herstellung von ATP benötigt. Der Körper stellt Malat normalerweise selbst her. Bei einem Malat-Mangel klappt der genannte Stoffwechselschritt nicht mehr, mit der Folge, dass ATP fehlt. Energie fehlt.

Im Citratzyklus sind Aminosäuren, Vitamine, Enzyme, Hormone und Mikronährstoffe beteiligt. (Übrigens kein einziges Pharma-Medikament.) Hier wird die Energie für unsere täglichen Aktivitäten produziert, Fehlt ein essenzielles Element, fehlt die Energie. Man muss also messen, was fehlt, und dazu ist das Wissen nötig, was zu messen ist. Und dazu braucht man einen Arzt mit entsprechendem biochemischen Wissen. Weiß man was fehlt, kann man richtig ergänzen. Möglicherweise reichen aber auch Ubiquinol, Citrullin und Malat. Ist in jeder Internet-Apotheke ohne Maske vor dem Gesicht erhältlich.

Ernährung

Seit Hippokrates ist bekannt, dass Ernährung die optimale Medizin ist. Das heißt Bio, frisch gekocht und ein hoher Anteil von Pflanzen und Proteinen. Zucker und Kohlehydrate dagegen so wenig wie möglich. Nennt man ketogene Ernährung, oder auch Paleo-Nahrung, weil sich die Menschen über Hunderttausende Jahre dran gewöhnt haben. Bäcker, Brot und Nudeln, sowie Rübenzucker gibt es erst seit ganz kurzer Zeit.

Was kann ketogene Ernährung?

  • Verminderter oxidativer Stress durch den reduzierten Sauerstoffbedarf bei der Verbrennung von Ketonkörpern.
  • Geringere Bildung von freien Radikalen bei Verbrennung von Ketonkörpern (sogenannte saubere Verbrennung).
  • Blutzuckerspiegel und Insulinspiegel dauerhaft in der Norm und stabil.
  • Dadurch weniger Hunger, kein Heißhunger auf Süßes und kein Ab- und kein Aufbau von Fettzellen aus einem Zuviel von Kohlenhydraten.
  • Verbesserte Hirnleistung (Ketonkörper liefern der Gehirnzelle 25% mehr Energie als Glucose).
  • Ketogene Ernährung mit hochwertigen Fetten wirkt entzündungshemmend (Rheuma, Asthma etc.).
  • Schnellere Regeneration nach Anstrengung und Sport.
  • Hohes Energiepotential beim Training!!!

Deshalb ernährt sich die Weltspitze im Tennis, Triathlon, Marathon, Radfahren und vielen anderen Sportarten mittlerweile überwiegend ketogen. Hilft auch bei Demenz, weil das Gehirn plötzlich wieder mit Energie versorgt wird. (Ketonkörper liefern der Gehirnzelle 25% mehr Energie als Glucose).

Nachzulesen im Buch „Der Keto-Kompass“ von Dr. Ulrike Gonder, Julia Tulipan,, Marina Lommel und Brigitte Karner.

Auch Prof Kurt Mosetter befasst sich in einem Video mit dem Thema. Mosetter hat schon sehr früh wie berichtet Tipps zum wirksamen Schutz vor Corona Infektionen abgegeben. Von 2011 bis 2016 war er unter Jürgen Klinsmann Teamarzt des US-Nationalteams und baute ab 2015 die medizinische Abteilung von RB Leipzig auf.

 


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18 Kommentare

  1. Katja S. 17. April 2022 at 18:56Antworten

    Bei CFS sollte man, wie auch bei Long Covid, mal nach agonistischen Autoantikörpern gegen die G-Proteingekoppelten Rezeptoren wie u.a. Alpha-, Beta- und ACE -Rezeptoren fahnden lassen und falls vorhanden kann eventuell eine Immun-Apherese helfen die Immunglobuline heraus zu filtern. Die Publikationen der Augenklinik Erlangen zu Long Covid und von Frau Dr. Bimmler zu agonistischen Autoantikörpern sind da spannend. Gute Besserung!

  2. Andreas I. 11. April 2022 at 23:31Antworten

    Biochemisch kann ich dem ganzen kaum noch folgen, da fehlt mir das Wissen, was ich aber immer wieder interessant finde, das ist, wie Menschen aus persönlichen Erfahrungen (hier, selber einen Sport auszuüben) abseits der akademischen („schulmedizinischen“) Bahnen denken können.

    Körperlicher Sport ist ja das eine. Ich hatte durch gesundheitliche Schädigung Probleme mit Konzentrationsfähigkeit. Die ist teilweise trainierbar, teilweise aber auch eine Frage der Ernährung, wie sich herausstellte.
    Und als ich letztens drauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei der Schach-WM ein Spiel mit über 100 Zügen gespielt wurde, da wurde der Gedanke wieder aktuell, wie sich Spitzen-Schachspieler für ihre Spiele ernähren. Denn Konzentrationsfähigkeit auf diesem Niveau über diese Zeit, das schüttelt niemand mal eben so aus dem Ärmel, die müssen mindestens Erfahrungswerte haben oder möglicherweise – so richtig dumm können Schachspieler ja nicht direkt sein – lesen die auch medizinisch-biochemische Forschung und picken sich heraus, was sie brauchen.
    Die kleinen Details werden sie aber nicht unbedingt verraten, jedenfalls nicht während ihrer aktiven Laufbahn.^^

    Jedenfalls ist der Denkansatz vom Sport her m.E., zielführend – und fehlt vielen Medizinern, die eben nur Kranke sehen und keine Leistungsfähigen.

  3. Max 11. April 2022 at 16:56Antworten

    Jens Tiefschneider
    11. April 2022 at 15:35Antworten
    „Eine Freundin hat mit Keto ALLE ihre chronischen Symptome geheilt. Sie war jahrelang überzeugte Veganerin.“

    War jahrelang überzeugte Veganerin ! Und da wundert sich die Frau dass sie Mangelerscheinung hatte und krank wurde?

    Alles und das in Maßen, so lebt es sich am gesündesten.

    • Maximilian 12. April 2022 at 9:17Antworten

      Ich nehme mal an roh-vegane Ernährung und Motivation Tierleid. Ich kenne auch einige die das so machen. Das haben alle gemeinsam: schlechte Haut, Augenringe, Schlafprobleme, chronische Müdigkeit UND eine totale Überzeugung wie toll roh-vegan sei, völlig befreit von jeglicher medizinischen Grundlage. Ich selbst glaube, das roh-vegane Ernährung so eine Art Kult ist, oder eine Art Glaubenslehre. Ich ernähre mich seit über 7 Jahren vegan, aber die roh-vegane Variante habe ich schon in den ersten Wochen abgeschrieben, als ich ein paar dieser zutiefst überzeugten, aber ungesund aussehenden Roh-Veganer gesehen habe, und keinerlei wissenschaftliche Bestätigung finden konnte, dass das auch nur annähernd gesund sein könnte.

  4. Jens Tiefschneider 11. April 2022 at 15:35Antworten

    Eine Freundin hat mit Keto ALLE ihre chronischen Symptome geheilt. Sie war jahrelang überzeugte Veganerin. Alle Schmerzen sind jetzt weg und die Gelenke wollen auch wieder.

  5. Peter Tanner 11. April 2022 at 13:42Antworten

    Wurde die Paleo-Diät nicht schon lange debunked? „Deshalb ernährt sich die Weltspitze im Tennis, Triathlon, Marathon, Radfahren und vielen anderen Sportarten mittlerweile überwiegend ketogen“. Das halte ich für Humgug. Ketogene Diäten machen manche Sportler (z.B. Bodybuilder) kurz vor dem Wettkampf. Aber auf Dauer ist das alles andere als gesund. Stichwort Herzkrankheiten, Endothelzellen, „Verkalkung“, nitric oxide, usw. Also bei den Leistungssportlern in meinem Unfeld (profis, keine Deutschen/Ösis) ist der Trend die letzten 5-10 Jahre ganz eindeutig: Überwiegend Plant-Based. Und damit fahren die,welche es ernsthaft machen, mehr als sehr gut. Paleo war dort übrigens nie wirklich ein Trend – zu schnell erschöpft, zu lange Regeneration.

    • Hannes 18. April 2022 at 13:23Antworten

      Das Ganze klingt „spannend“, ist es auch. Aber mit doch etwas zu viel Hokus Pokus, aus meiner Laienhaften Sicht. Es gibt ein deftiges und auch grammatikalisch unkorrektes Sprichwort im hier Pongau, dass die Misere des zu vielen Grübelns offenbart. Es lautet: „Scheiß da nix, dånn feit da nix!“ Was übersetzt soviel heißt wie, dass man eben in dem Moment auch kein Problem (mehr) hat, wenn man eben drauf scheißt.
      Die ganzen Bio-Ernährungstipps hin oder her mögen ja alle ganz interessant sein. Was nur dagegen spricht, ist der Hausverstand und unzählige Beispiele von „Urviechern“, die mit dem Leberkässemmel verheiratet sind und ware Piowermaschinen sind UND ausdauernd. Und das oftmals Jahrzehnte lang.
      Jeder kennt diese Typen mit sehr großer Urkraft. Es sind robust wirkende, meist nicht ganz schlanke „Urviecher“, die von Veganer Ernährung genau so viel halten und wissen wollen, wie die Kuh vom Klavier spielen. Der urbanisierte Typ dagegen ist im Denken, was denn alles sein könnte wenn…. Und wegen jedem Schmarren sich Ängste und Sorgen macht ganz anders in seinem Auftreten und auch in seiner psychischen, aber erst recht physischen Belastbarkeit. Auch das Schmerzempfinden ist deutlich zu Ungunsten des Städters verschoben. Ein „Weichei“ eben.
      Natürlich kann auch der stärkste Kerl nicht gleich nach einem unfassbaren Kraftakt immer so weiter machen, nur weil er es gerade eben auch geschafft hat. Man nennt das was danach notwendig ist ganz einfach „Erholung“.
      Oder biochemische ausgedrückt Refraktärphase.
      Natürlich müssen sich Aktionspotentiale auf zellulärer Ebene wieder aufbauen und dazu auch verlagerte Bioaktive Substanzen wieder mit dem Einsatz von Pyrovat (ATP) wieder durch Zellpumpen und simplen physikalischen Prozessen wie Diffusion / Osmose wieder zuzusagen „den Bogen spannen“ um die Energie wieder fließen zu lassen. Es braucht eben auch Zeit und Ruhe, um aus unserem biochemischen Motor wieder Energie abrufen zu können. Der Vergleich mit einem Motor ist zwar etwas weit hergeholt, aber so verkehrt dann auch wieder nicht. Denn auch in modernen Fahrzeugen, die mit Messsonden ausgestattet sind, fährt das System in den Notmodus, wenn diese Sensoren eine Abweichung im Abgasstrom melden. Das Auto fährt ab sofort nur mehr im Notprogramm, oder stirbt ganz ab.
      Da hilft es auch Nichts, wenn das Auto voll getankt ist, und der Luftfilter durchgängig ist. „Irgend etwas stimmt also nicht“.
      Beim psycho-vegetativen Erschöpfungszustand dagegen fährt der Körper nach einem psychischen Schock
      ebenfalls in eine Art Notprogramm und verweigert jegliche „Gasannahme“. Er ist buchstäblich wie gelähmt und verweigert den Dienst. Das Flucht- oder Kampf Programm ist zusammengebrochen und das „Beutetier“ ergibt sich durch Schock und Ohnmacht seinem Schicksal. Ein Schutzreflex, der vermutlich tief im Tierhirn angelegt ist. Man erspart sich sozusagen viel Leid, als Beutetier zu enden. Erst wenn die Gefahr vorbei ist und ein Angriff eines Raubtieres gescheitert ist, braucht das Fluchttier wieder eine Zeit, um überhaupt wieder laufen zu können. Vorher muss es sich allerdings noch aus der Starrheit begeben und schüttelt buchstäblich den Schock aus dem Körper. Wirklich Leistungsfähig ist es aber dennoch einige Zeit nicht mehr und muss denn Stress erst wieder abbauen. Aber auch das Gegenteil ist möglich, wenn der Schock, den symptomatischen Ast des vegetativen Nervensystems aktivieren kann und ungeheuerliche Kraftentfaltung ist zumindest kurzfristig möglich. Was sich dabei im Körper innerhalb von einer Sekunde ändern kann sei auch sehr beachtlich erwähnt. Schlagartig werden Pupillen erweitert, die Dtimme verändert, die ernährenden Eingeweide blutleer gemacht und alle Leistungssysteme geflutet. Herz, Lunge und Skelettmuskulatur werden schlagartig nach oben gefahren bzw. der Tonus gesteigert. Muskelfasern gebündelt angesteuert. Pupille und Bronchien erweitert und massenhaft Stresshormone ausgeschüttet. Alle Systeme der Hemmung und des Denkens werden ausgeschaltet und der Instinkt übernimmt das Steuer. Alle tropischen, regenerierenden Systeme und Prozesse dagegen werden schlagartig blutleer gemacht bzw. ausgesetzt.
      Wirkt der Schock allerdings aufgrund des Eindrucks der Aussichtslosigkeit dagegen lähmend, bricht dieses Kampf und Fluchtprogramm zusammen und die Leistungsfähigkeit des Körpers, des Geistes und der Seele bricht ein. Kommt der Betroffene nicht mehr aus diesem Notprogramm heraus, dann bleibt er wie gelähmt, leistungsunfähig und sinnentleert in diesem Zustand. Ein Rothirsch, der im heruntergefahrenen Stoffwechsel im Winter von einem Tourengeher aufgeschreckt wird, muss sich sehr ähnlich fühlen. Aber zurück zum Menschen.
      Auch die Erfahrungen der Kriege und den Erzählungen der Teilnehmer daran bestätigen diese These. Viele können den psychischen Schock nicht verarbeiten und sterben meist „unehrenhaft“ am Schlachtfeld, suizidieren sich, oder sind schlicht und ergreifend Einsatz-, Wehr- und Kampfunfähig. Andere dagegen verfallen in eine Art Rauschzustand und entwickeln geradezu im Überlebenskampf eine Wut, Hass und Kampfeslust. Deshalb verrohen die Menschen unter dem Einfluss psychischer und körperlicher Gewalt auch zunehmend, was sie einerseits unheimlich robuster, aber auch gefühlskälter macht. Kampf- und Einsatzfähig, um es militärisch auszudrücken. Das wird durch drill und dem Abschalten des Denkens erreicht. Ohne all das gutheißen zu wollen, erklärt es aber auch warum das Denken und Fühlen auch ein solcher „Hemmschuh“ sein kann, wenn der Mensch zu sehr Angst gesteuert innerlich vom Scheitern überzeugt ist und in den Opfertiermodus schaltet.
      Wir sind eben lebendige Lebewesen, die eben nicht nur wie eine Maschine funktionieren, sondern auch über ein autonomes Nervensystem verfügen, die wiederum eng mit den entwicklungsgeschichtlich ältesten Regel- und Steuerungsmechanismen und der Emotionalen Welt gekoppelt sind. Und deshalb sind wir eben nicht nur eine „stoffliche“, auch keine rein „feinstoffliche“ Maschine, der man nur ein paar Mikronährstoffe substituieren muss, dann läuft das „Vehikel“ wieder.
      Das ist aus meiner Sicht und den Erfahrungen mit vielen Typen von Menschen nur bestenfalls ein Teil der Wahrheit.
      Auch habe ich im Umgang mit Mitmebschen im Alltag, aber auch mit Patienten in der Gesundheits- und Krankenpflege immer wieder bemerken müssen, dass es eben in erster Linie genau jene „Körndlfresser“ sind, deren Akkus schnell leer sind und alles kompliziert werden kann. Gerade das Funktionieren. Die von „Wunderheilern“, „Schamanen“ und esoterischen Selbsterfahrungstripps daher schwadronieren. Es sind genau solche ewig suchenden Menschen, die mit ihren Körnern dauernd am Ende sind und nicht annähernd dieselbe (Arbeits)Leistung erbringen können, wie all diese Leberkäse verztilgenden Kraftpakete, die den ganzen Tag rackern können, scheinbar ohne zu ermüden. Ohne großartig darüber nachdenken, was sie denn alles essen und nicht essen dürfen. Sie stillen einfach nach „Guster“ weitgehend instinkt gesteuert ihren Hunger und haben keinerlei Angst deswegen sich zu vergiften, oder gar zu „versündigen“.
      Meistens schlafen diese Leute aber gut und dass unter allen möglichen auch unbequemen Umständen nahezu überall. Sie sind auch in dieser wichtigsten Erholungsphase buchstäblich nicht „die Prinzessin auf der Erbse“, die den erholsamen Schlaf schon durch kleinste Störfaktoren bereits nicht mehr finden können. Denn auch dieses ständige Sorgen, was man alles nicht essen darf, und was man dagegen alles zu sich nehmen soll, ist eine Art Dauerangst zu Erkranken, oder zu sterben.

      Es ist also vielleicht auch so, dass selbst die beste Hardware Nichts hilft, wenn die Software nicht mehr funktioniert.
      Ist die Hardware stark aber die Software im Notprogramm, kann das System sein Potenzial nicht einmal annähernd abrufen.
      Ist die Software allerdings deutlich stärker als die Hatdware, dann kann der Glaube buchstäblich auch Berge versetzen.

  6. anamcara 11. April 2022 at 12:32Antworten

    Zur Therapie des CFS empfiehlt der Heilpraktiker Harmut Fischer und Autor des Buches „Dmso verborgenes Heilmittel aus der Natur“ das natürliche Mittel: 5-HMF

    Auszug aus seinen kostenlosen Rundbriefen „Medizin zum Selbermachen“

    „Mitochondrien-Mittel 5-HMF – Wichtiger Therapie Baustein für alle!

    „5-HMF, das steht für 5-Hydroxymetyhlfurfural, meist kurz nur HMF genannt. Der leichte Geruch und Geschmack erinnert ein wenig an Karamell oder auch Muckefuck.

    Bekannt wurde HMF als natürlicher Spurenanteil im Honig. Je länger Honig gelagert wird, desto mehr HMF entsteht. So kann analytisch das Alter von Honig bestimmt werden.

    Es handelt sich um einen Naturstoff, der z.B. in geringen Mengen auch in Trockenpflaumen zu finden ist, also durch thermischen Abbau von Kohlenhydraten entstehen kann, und nicht Bestandteil unseres körpereigenen Substanz Repertoires ist.

    Mit 5-HMF haben wir eine wirksame Therapiemöglichkeit bei CFS zur Hand.

    Was zb. in der Veröffentlichung „European Journal of Cardio-Thoracic Surgery“ und was in anderen Forschungsarbeiten inzwischen deutlich herausgearbeitet werden konnte, ist die mehrfach heilende und fördernde Wirkung von HMF an der sogenannten inneren Mitochondrienmembran.

    Wie oft und wo überall wird nicht in Therapeutenkreisen und unter informierten Laien darüber diskutiert, was man denn wirklich Gutes für die Mitochondrien tun könnte?

    Ja, wir haben so etwas wie die hyperbare Sauerstofftherapie und ja, wir haben die zellgängigen Mikronährstoffe.

    Doch so etwas Simples und schnell- und hochwirksames wie HMF, sehe ich nicht“

    Eine aktuelle Studie sowie zahlreiche Literaturhinweise findet man auf der Internetseite von Herrn Dr. med. Retzek: http://ganzemedizin.at/5hmf

  7. Matthias M 11. April 2022 at 11:24Antworten

    Sehr gut!!! Meine Frau hat CFS nun fast sieben Jahre, Corona Erkrankung im Januar hat wieder einiges schlechter gemacht. WO BITTE finden wir einen Arzt in Deutschland der so wissenschaftlich untersucht und dem auf den Grund geht??? Vielen Dank für jeden Hinweis an matzepetra at Gmail.com

  8. anamcara 11. April 2022 at 11:02Antworten

    Eine naturheilkundliche Methode das CFS zu behandlen ist die Cellsymbiosistherapie, begründet durch Dr. med. Heinrich Kremer.

    Dr. Kremer war als beamteter Arzt leitend in der Behandlung von Drogenkranken tätig. Dabei kam er mit den Fragen zur Diagnostik und Therapie der Immunschwächekrankheit AIDS in Berührung.

    Dr. Kremer fand Unstimmigkeiten im offiziellen medizinischen Konzept zur Behandlung von AIDS. Daraufhin gab er aus Gewissensgründen seine sichere beamtete Stelle als Direktor einer deutschen Klinik auf, um sich seinen Forschungen, die später zu seinem Konzept der Cellsymbiosistherapieführen sollten, ganz widmen zu können.

    Die Therapie bietet ein einzigartig, evolutionsbiologisch nachvollziehbares Konzept, welches die Regeneration und den Schutz der Mitochondrienfunktion in den Vordergrund stellt.

    Die Therapie wird aber von der Schulmedizin erheblich boykottiert wird.
    Da kommt nämlich nicht ein Medikament von Big-Pharma zum Einsatz.

  9. Gabriele 11. April 2022 at 10:08Antworten

    Extrem Keto ist auf Dauer nicht das Wahre…aber im Übrigen hilft auch Magnesium-Malat als Nahrungsergänzung. Und eine ganze Reihe sinnvoller Dinge, darunter die Myko- und Apitherapie (Gelee Royale etc.). Chronische Müdigkeit war schon in den 90ern ganz ohne Covid eine häufige Diagnose – als noch keiner die Mitochondrien „entdeckt“ hatte, denn natürlich geht es um deren Funktion. Liegen Sie am Boden, ist körperliche Funkstille.

  10. suedtiroler 11. April 2022 at 10:07Antworten

    Untertitel: Chronic Fatigue System (CFS) – nicht System sondern Syndrome!

    Natürlich ist das Chronische Fatigue-Syndrom in Wirklichkeit nur wieder Long-Covid, versteht sich doch von selbst.

    Und natürlich sind Beamte und Bedienstete im Öffentlichen Dienst häufiger wieder betroffen als andere.
    Am wenigsten wohl wie immer die Unternehmer und Selbstständigen.
    Wie schon bei „Burnout“ und anderen seltsamen Phenomenen unserer „gesunden“ Gesellschaft

    • Elisabeth 11. April 2022 at 12:32Antworten

      Eh, es gibt leider jede Menge Hypochonder und Owizahra ;-)

    • wellenreiten 11. April 2022 at 13:40Antworten

      Das liegt wohl nicht nur an der Beamtenmentalität, sondern auch daran, dass der öffentliche Dienst gut durchgeimpft ist. In Wien ist eine Covid-Impfung Voraussetzung für jede Neuanstellung bei der Stadt. Selbständige und Unternehmer haben sowieso meist eine ganz andere Geisteshaltung und werden selten so unter Impfdruck gesetzt wie Angestellte.

  11. ulli 11. April 2022 at 10:01Antworten

    früher hiess dies „Atkins“ Diät. …

  12. Maximilian 11. April 2022 at 9:19Antworten

    Die Keto-Gehirnwäsche würde ich noch einmal überdenken, klingt nach “bitte gehen Sie impfen”. Ausser von den üblichen Journalisten, Nahrungsmittelergänzungsverkäufern, Influenzern und der Fleischlobby (Weston Price Foundation) werden Sie nicht viel Evidenz für Keto finden. Peter FM ist selbst lebendes Negativbeispiel, wenn man ihn in letzter Zeit mal gesehen hat… ist keine Kritik an der Person, aber an der Message.

  13. Elisabeth 11. April 2022 at 7:48Antworten

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Magnosolv gut hilft, wenn man mal ausgepowert ist. Es ist prinzipiell ganz richtig, die Tanks wiederzubefüllen, wie ich das nenne. Als mich mal eine Lungenentzündung erwischte, war ich ja vorher schon geschwächt. War aber von meiner Grundsubstanz immer noch robust und unbesiegbar. Danach hat es länger gedauert, bis meine Kraft zurückkehrte. Damals wusste ich das alles noch nicht. Ich hätte wohl auch einen Krafttrunk oder so etwas gebraucht. Allerdings ein chronisches Müdigkeitssyndrom hatte ich noch nie. Da kann ich wohl nicht mitreden. Das Ubiquinol nehme ich jetzt auch, dank der Tipps hier.

    Was die Ernährung betrifft, so meide ich zumind. Zucker. Den kann man heute gut durch Erythrit, Birkenzucker oder Steviosid ersetzen. Damit lässt sich auch gut backen. Zu Gute kommt mir, dass ich sowieso nicht so auf Süßihkeiten stehe. Aber Zucker ist bei mir gänzlich gestrichen. Kohlenhydrate erlaube ich mir zumeist in der Vollkornvariante, bio, Dinkel etc. Zum Frühstück habe ich sie gerne, da auch öfter mal ein gutes Semmerl mit Butter, zu Mittag alles gemischt, was mir schmeckt, und am Abend nichts davon – am Abend keine Kohlenhydrate. Das passt mir so.

    Heute ausnahmsweise ein OT-Link zum Schmunzeln, denn Lachen ist bekanntlich auch gesund und aufbauend.

    achgut.com/artikel/kleinanzeigen_aus_dem_regierungsviertel_geleakt

  14. Veron 11. April 2022 at 7:40Antworten

    Den Taz-Artikel kenne ich auch, und ich dachte mir gleich: klar, geimpft, das arme Kind .. ..
    Sehr gut, dass auch die Mitochondrien zur Sprache kommen, dazu eine Ergänzung:
    Es gibt eine Mutation des Gens für Superoxid-Dismutase-2. Mit dieser Mutation ist der Transport des Enzyms in die Mitochondrien behindert. Das hat zur Folge, dass Superoxid die Mitochondrien schädigt, und zwar immer, wenn große Leistung gefordert wird. Also bei Sport, Fieber, Impfungen und nun sicher auch ganz besonders bei der Gen-Impfung.
    Leider ist diese Mutation weitgehend unbekannt, obwohl sie gar nicht so selten vorkommen soll. Es läuft einfach so, dass besonders „unsportliche“ Menschen zu Sport aufgefordert werden und man ihnen nicht glaubt, wenn sie sagen, dass ihnen das nicht gut tut. Und bei frühzeitiger Altersschwäche heißt es dann, es wäre ja kein Wunder, da der/diejenige ja nichts getan hätte für seine Fitness. Und das ist nicht alles. Z.B. sind die ach so gesunden ungesättigten Fettsäuren für Menschen mit dieser Mutation eher gefährlich. „Als therapeutische Konsequenz ergibt sich hieraus, bei oxidativem Stress keine Polyenfettsäuren zu ordinieren (”Öl-in’s-Feuer-Effekt”), besser wären Milchfettprodukte wie Butter etc.“ schreibt Dr. Kuklinski dazu. Auch bestimmte Medikamente können absolut schädlich sein, weil sie zu einer NO-Dauerbelastung führen.
    Alles „bisschen kompliziert“, aber ein Gentest möglichst früh würde helfen. Dann könnte man von der Kindheit an vermeiden, was schadet, und nicht erst draufkommen, wenn die Mitochondrien schon so kaputt sind, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist. Wie Dr. Kuklinski in seinem Artikel „SOD-2-Polymorphismus, mitochondriale Zytopathie und nitrosativer Stress – Diagnostische und therapeutische Konsequenzen“ schreibt: „Demaskiert wird die mitochondriale Dysfunktion durch chronische oder chronisch rezidivierende psychische und/oder physische Belastungen. Sie erfordern einen hohen Energie-(ATP-)-Bedarf, den die Mitochondrien nicht liefern können.“
    Ketogene Ernährung fordert er in diesem Artikel nicht, sondern nur „Kleinere Mahlzeiten mehrmals täglich bei Reduktion an Kohlenhydraten mit hoher glykämischer Last (Logi-Kost) sind eine Grundbedingung zur Schonung der Mitochondrien.“ Und „Eine halbe Stunde vor Nachtruhe ist ein Spätstück zu essen, um nächtliche Hypoglykämien zu vermeiden (Nachtschweiß, Herzjagen, Angstträume, Muskelkrämpfe, morgendliche Zerschlagenheit, Inappetenz, Gelenk- und LWS-Schmerzen).“
    Ich kann das nur bestätigen. Muss sogar mitten in der Nacht aufstehen um „einen Happen“ zu essen (und zu trinken, brauche immens viel Wasser). Bei mir spielt vermutlich auch eine Rolle, dass meine Mutter Schwangerschaftszucker hatte und nichts dagegen tat, weil der Arzt sagte, das würde nach der Geburt von selbst wieder verschwinden. Ja, bei ihr .. .. aber mein Stoffwechsel wurde an hohe Blutzuckerwerte gewöhnt, und so habe ich Unterzucker-Symptome schon bei normalem Blutzuckerspiegel.
    Aber zurück zu Dr. Kuklinski: „Bei Heteroplasmien von 20 bis 40% merken Betroffene schon leichtere Erschöpfbarkeit, höheres Schlafbedürfnis, eingeschränkte kognitiv-mentale Leistungsfähigkeit. Wird der Schwellenwert von ca. 60% erreicht oder überschritten, entstehen schwere Multisystemerkrankungen mit CFS, FMS, MCS.“
    Also sollte bei Long-was-auch-immer auf jeden Fall abgeklärt werden, in welchem Zustand die Mitochondrien sind (geht mit einem Bluttest), und dann noch, ob SOD-2-Mutation vorliegt, damit man weiß, was man tun soll und was nicht.

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