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Die Hymne der Coronapolitik-Kritik: “Freiheit” – “Der Mensch ist leider nicht naiv, der Mensch ist leider primitiv” (MMW, 19)87)

23. Dezember 2021von 6 Minuten Lesezeit

Ich meine das gar nicht mal polemisch, sondern ganz konkret: Können Söder, Kretschmann, Scholz und das RKI & Co. noch klar denken? Sie erinnern sich, bei Trump stellte sich manchen auch die Frage, ob er noch ganz knusprig ist.

Von Gastautor Dr. phil. Clemens Heni, zuerst hier erschienen

Schauen Sie sich die Fakten aus Bayern an. Die Zahlen der ohnehinn sinn- und anlasslosen Massentests auf ein Virus, das für fast alle Menschen harmlos ist und 70 Prozent ohnehin geimpft sind, fallen ganz extrem:

Die “Zahlen” sind also vom Peak am 21.11.2021 mit 685 / 100.000 im 7-Tagesschnitt auf nur noch 255 am 22.12.2021 gefallen. Viel steiler kann eine Kurve kaum abfallen.

Auch in Baden-Württemberg fallen die Zahlen seit Wochen massiv:

Der ominöse R-Wert liegt seit Ende November unter 1:

 

Die Hospitalisierung nimmt seit Wochen auch ganz extrem ab, von 10.171 Personen, die im 7-Tagesschnitt am 28.11.2021 hospitalisiert wurden (Normalstation und ITS) auf nur noch 3797 am 22.12.2021.

75 Prozent aller Toten an oder mit Corona im Vereinigten Königreich sind aktuell Geimpfte (S. 37). Auch das zeigt, wie völlig absurd eine Impfpflicht wäre. Dazu kommt Omicron, die größte Hoffnung überhaupt, die das virologische Ende dieser Pandemie bedeuten könnte: starke Ausbreitung und kaum Symptome. Das ist der internationale Forschungsstand zu Omicron. Alles andere ist antiwissenschaftlich und Panikmache.

Wäre die Bundesrepublik Deutschland noch ein Rechtstaat, dann würden Richter die aktuellen Maßnahmen aufheben und jede Verschärfung als nicht evidenzbasiert und unwissenschaftlich, als reinen Hokuspokus und rechtswidrig ablehnen. Wenn man bei stark fallenden Fallzahlen jungen und nicht so jungen Menschen wiederum Silvester und Weihnachten zerstören kann, was kann man dann erst, wenn es mal eine echte Krise geben sollte in einigen Jahre? Werden dann die Panzer vor jeder Wohnsiedlung und jedem Ortseingang stehen, weil es ja “keine roten Linien” mehr gibt für unseren “kleinen Betrüger” (Richling über OS und somit den Liebling der Deutschen).

Anthropologisierungen sind entpolitisierend. Doch das Lied “Freiheit” von Marius Müller-Westernhagen von 1987 aus der alten BRD, das aktuell neben Songs von NENA DIE Hymne der Coronapolitik-Kritiker*innen ist, macht eine Mischung aus Anklage und politischem Engagement mit eben solchen Verallgemeinerungen, die wir heute so deutlich wie nie konkret werden lassen können: nicht alle Menschen sind gleichermaßen “primitiv” und nicht naiv, aber jene in den Landesregierungen und in der Bundesregierung, beim RKI und in den Medien der Corona-Panikindustrie, die sind es. Es ist übrigens völlig irrelevant, wie und ob sich Marius Müller-Westernhagen hier und heute zu den Zeugen Coronas äußert, ich habe es nicht überprüft. Sein Lied “Freiheit”, das wir lange vor 1989 (in der Albumversion) sangen und feierten in der Schule und überall, “wir” in der alten BRD dachten da an Helmut Kohl (“Über Italien lacht die Sonne, über Kohl lacht Deutschland”), an die Papstgläubigkeit, an Kapitalisten und Staatsmänner (“Verträge”, “Dessert”) und an das, was damals fehlte und noch mehr fehlt: Freiheit. Wobei “wir” damals in unserer Klasse am Gymnasium eher “Dicke” hörten von Westernhagen, ein Lied, das knapp 10 Jahre älter war (von 1978),

Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin
Denn dick sein ist ′ne Quälerei
Ich bin froh, dass ich so’n dürrer Hering bin
Denn dünn bedeutet frei zu sein

Mit Dicken macht man gerne Späße
Dicke haben Atemnot
Für Dicke gibt′s nichts anzuzieh’n
Dicke sind zu dick zum Flieh’n”

Das hat durchaus Realitätsbezug, da 78 Prozent aller Corona-Hospitalisierten in den USA und auch hierzulande zu dick bzw. fett sind und waren.

Das war damals durchaus böse gegenüber einem Mitschüler, der aber als “The Boss” auf seine Bruce-Springsteen-Weise Kultstatus und große Anerkennung hatte.

Und natürlich hatte die Rede von “der Mensch ist leider primitiv” ein Echo im “Untier” von 1983 von Ulrich Horstmann:

Die Apokalypse steht ins Haus. Wir Untiere wissen es längst, und wir wissen es alle. Hinter dem Parteiengezänk, den Auf- und Abrüstungsdebatten, den Militärparaden und anti-Kriegsmärschen, hinter der Fassade des Friedenswillens und der endlosen Waffenstillstände gibt es eine heimliche Übereinkunft, ein unausgesprochenes großes Einverständnis: daß wir ein Ende machen müssen mit uns und unseresgleichen, so bald und so gründlich wie möglich – ohne Pardon, ohne Skrupel und ohne Überlebende.

Was sonst trüge das, was das Untier ‘Weltgeschichte’ nennt, wenn nicht die Hoffnung auf die Katastrophe, den Untergang, das Auslöschen der Spuren. Wer könnte eine sich Jahrtausend und Jahrtausend fortsetzende Litanei des Hauens, Stechens, Spießens, Hackens, die Monotonie des Schlachtens und Schädelspaltens, das Om mani padmehum der Greuel ertragen, ja seinerseits nach Kräften befördern, der nicht zugleich in der Heimlichkeit seiner Vernunft gewiß wäre, daß diese rastlosen Übungen ihm und seine Gattung Gemetzel um Gemetzel, Schlacht um Schlacht, Feldzug um Feldzug, Weltkrieg um Weltkrieg unaufhaltsam jenem letzten Massaker, jenem globalen Harmageddon näherbringen, mit dem das Untier seinen Schlußstrich setzt unter die atemlose Aufrechnung sich fort- und fortzeugenden Leids.

In diesem musikalischen Sinne: Freiheit! “Wir” sind solidarisch und denken an die Millionen Toten im Trikont, die wegen der Politik der Deutschen, Engländer, Franzosen, Amerikaner etc. pp. krepiert sind und täglich krepieren, die Kollateralschäden der Coronapolitik – und “wir” denken an die Gedemütigten, psychisch Zerstörten und Traumatisierten hierzulande, denen so brutal wie nie seit 1945 eingetrichtert wird, dass es Gute und Böse gibt, Schwarz und Weiß, Geimpfte und Nicht-Geimpfte und denen suggeriert, ja intravenös verabreicht wird, dass es nicht um das Schöne, Gute, Wahre oder das Leben geht, sondern ums bloße Existieren, Funktionieren und vor allem um das staatsfetischistische Gehorchen.

Die “Freiheit”, von der die Antifa oder die Bundesregierung lallen, ist die “Freiheit” zum Gehorsam und zum Sterben-Lassen der Kinder, Frauen und Männer im Trikont, jener, die kein soziales Netz haben, das die verkommenen Wohlstandskinder auffängt und pudert und sie meinen die “Freiheit” der Verwaltungen, der Bullen und der Politik zum Einsperren derjenigen hierzulande, die mehr wollen, als RKI-Pressekonferenzen und die Panik zerfurchten Visagen der Zeugen Coronas, “wir”, die wir ein Leben wollen, ein vielfältiges, widersprüchliches, aufregendes, trauriges, schönes, berauschendes, langweiliges, aber eines, das WIR uns aussuchen und keines, das uns OS oder die ganze Bande aufdrücken.

Fröhliche Weihnachten.

Alle, die von Freiheit traeumen,
Sollen’s Feiern nicht versaeumen,
sollen tanzen auch auf Graebern.

Freiheit, Freiheit,
Ist das einzige, was zaehlt.
Freiheit, Freiheit,
Ist das einzige, was zaehlt.


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10 Kommentare

  1. Sophie 23. Dezember 2021 at 14:18Antworten

    Ein weiteres hymnentaugliches Lied: Reinhard Mey „Narrenschiff“

    Danke allen hier Schreibenden und Lesenden. Schöne Feiertage mit Begegnungen als Menschen statt als Meinungen.
    2022 – auf ein neues!

    Eure
    Sophie

  2. Juliane 23. Dezember 2021 at 10:43Antworten

    Genialer Beitrag! Besonders die Überschrift. Daumen hoch! Erster Absatz :-) Volltreffer!
    Ja der Mensch war schon immer primitiv und es weitet sich ins…. Na dann.

  3. Peter 23. Dezember 2021 at 10:07Antworten

    Ein bisschen Naivität kann ja ganz wohltuend sein, vielleicht auch zu Anlässen wie Weihnachten.
    Statt weihnachtlich-kindlicher Freude und harmonischen Klängen gibt es höchstens Schallmeienklänge gefolgt von verzerrten Tönen, (kognitive) Dissonanz, scheinbar unauflösliche Widersprüche, Spaltung und handfest Primitives.
    Statt Erhellung kommt Verdunkelung.
    Statt Bauern und (guten) Hirten gibt es nur bauernschlaue „Volksfürsorger“. Ihre Sprache ist nicht das „Haus des Seins“ (M.Heidegger), ja nicht einmal das Bauernhaus, sondern das Gefängnis des Seins.
    Statt Ochs und Esel, Esel, die auf dünnem Eis tanzen.
    Statt des Sterns von Bethlehem unheilverkündende Meteore und Kometen.
    Die schlagen dem Fass den Boden aus…oder läuft es schon über?

    Frohes Fest

  4. H.Mild 23. Dezember 2021 at 9:52Antworten

    Sic!
    Und Allen(!) eine gesegnte Weihnacht.

  5. Hans Im Glück 23. Dezember 2021 at 8:25Antworten

    Nach der Verabschiedung des Herrn Kekulé wird wohl Anfang nächsten Jahres Herr Streeck folgen und den Elferrat verlassen.
    Zitat: „Durch die immer kürzere Zeitspanne, zwischen den einzelnen Verabreichungen der Impfstoffe müsse dann doch ab einem bestimmten Punkt der Impfdiskussion das Eingeständnis erfolgen, dass „der Impfstoff nicht gut funktioniert“.
    Damit ist der Mann nicht mehr zu halten. Solche Aussagen entlarven ihn als Impfgegner und Schwurbler. Ich denke ein Mann wie Montgomery wäre ein passender Nachfolger. Stramm auf Linie und keine Ahnung – beste Voraussetzungen!

    • Uschi 23. Dezember 2021 at 8:58Antworten

      Zu Kekulé: „Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf das Eis tanzen.“

      Ich meine, wir haben ganz schön viele Esel. 🤔😷

      Auch sachsen-anhaltinischer Ministerpräsident wurde wacher.

      Honorierte Talkshow sei nicht der Hörsaal der Universität.

      Wieviele Professor:innen haben keinen Bock auf Hörsaal aber auf Euro? 😂😷

      Professor:in ist ein „geiler Job“: Sie verdienen pro Stunde 4 – 5 Einkommen.

      Die „pandemische“ Gesellschaft fragt schon recht laut: „Für was?“

    • andi pi 23. Dezember 2021 at 13:22Antworten

      @hans im glück: das mit montgomery und keine ahnung seh ich etwas anders. für mich scheint er nicht keine ahnung, sondern eher viel zu viel ahnung von dem zu haben, was für die nächsten jahre alles an volksquälerei noch geplant ist. schließlich hat er ja bereits vor monaten eine maskenpflicht für immer und ewig gefordert. der dürfte meiner einschätzung nach dem innersten zirkel der eingeweihten angehören. im unterschied zu drosten, dem ich eher komplette ahnungslosigkeit unterstelle – sonst würde er nicht mehrmals täglich seine meinung wechseln. montgomery gehört hingegen ganz konsequent der stahlhelmfraktion an. der weiß schon ganz genau, was er sagt und wieso er es sagt.

  6. Frank Dom 23. Dezember 2021 at 8:24Antworten

    Schöner, auch angemessen polemischer Artikel über das moralische und intellektuelle Prekariat in Amt und Würden, und die Freiheit die wir meinen. Danke und Ihnen gesegnete Feiertage.

  7. Uschi 23. Dezember 2021 at 7:41Antworten

    Ich meine, es wäre das Gegenteil von unwissenschaftlich und primitiv.

    Das Virus, mit BEWUSST wenig Erfolg bei Impfungen und Aufbauschungen, ist:

    MOTIVATION zur Arbeit als Ablenkung.
    BETÄUBUNG bei Billiglöhnen.
    MINIMIERUNG von Fachkräftemangel, der Mensch geht dorthin, was geht.

    Was ist INFLATION? – Auch das Anheben von BILLIGLÖHNEN, um LIEFERENGPÄSSE vermeiden zu wollen.

    Es bliebe die Frage, wie lange so etwas gut geht?

    Das ANGSTMACHEN will der KAPITALISMUS eben nicht nur der SONNE überlassen. – Er müsse es immer auch für sich ausnutzen. – MAL MEHR, MAL WENIGER.

    Wir sind beim MAL MEHR.

  8. McKotz 23. Dezember 2021 at 6:33Antworten

    Danke!
    Es ist Krieg und wenige wollen es verstehen. Mutige Schreiber öffnen einen dennoch täglich die Augen. Herr Mayer, der diesen Blog betreibt, die alten Herren der Pathologen-Konferenz mit der Frau Krüger (deren Erkenntnisse gewiss noch große Bedeutung zukommen wird), ……. den tausenden Krankenschwestern die couragiert für ihre Unversehrtheit aufstehen und damit 99 % der durchgegenderten, zusehenden „Ärztinnen“ zu tiefst beschämen. Mein Dank gilt auch einem Milliardär dessen Privatsender es zulässt, dass einmal in der Woche 10 Minuten Satire ausgestrahlt werden konnten, deren Informationswert den völlig gleichgeschalteten Medien ein Vielfaches übertrifft.

    Mein Dank gilt aber auch einem Blättchen, dessen Herausgeber bei den Bilderbergern ein- und ausgeht und der bereits eine gewichtige Stimme für das Impfdiktat zu Wort kommen ließ, als „sie“ uns alle noch frech anlogen. Die Frau stammte übrigens aus einer Dynastie wo die „Blaupause“ für die „Migration“ nach Europa entstand.

    Und an die mitlesenden CO2-Weltenretter: Stampft endlich die völlig buchstabengleichen Blättchen aus Papier ein und nehmt euch dabei die Botschaft von Klaus Schwab zu Herzen. Die verschwendeten Rohstoffe hätten dann eine sinnvolle Verwendung, nämlich für Toilettenpapier, für welches 2022 enorme Preissteigerungen angekündigt sind.

    Friedliche Weihnachten Ihnen Herr Mayer, allen Kommentatoren und Lesern

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