Ignoranz der Gesundheitspolitik gegenüber Risikofaktor Übergewicht

Ein Leserbrief des Leiters der Intensivstation der Barmherzigen Schwestern Linz, Dr. Johann Reisinger, hat in einer offenen Wundes des Gesundheitssystems gebohrt. Er beklagt einerseits die fehlende Debattenkultur, mangelnde Ehrlichkeit in der Information und unzureichende Studien. Vor allem aber zeichnet er ein realistisches Bild dessen was im Spital und auf der Intensivstation passiert.

Hier seine Beschreibung in den Oberösterreichischen Nachrichten:

„Von allen Covid-Patienten auf Intensivstationen sind etwa 80 Prozent älter als 50 Jahre, und die meisten haben die bekannten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder Zuckerkrankheit. Von den Patienten jünger als 50 Jahre, die mit Covid auf einer Intensivstationen landen, sind 80 Prozent mehr oder weniger stark übergewichtig.“

Ätzend die Diagnose Reisingers der österreichischen Gesundheitspolitik:

„Daneben hockt eine etwas verwirrte österreichische Gesundheitspolitik, die nicht einmal ihre Kennzahlen genau im Kopf hat (und beispielsweise seit Monaten Phantasie-behaftete Intensivbettenressourcen am AGES-Dashboard vorgaukelt), sowie seit Jahrzehnten einer sich entwickelnden Epidemie des Übergewichts (mit allen Folgekrankheiten) weitgehend reaktionslos zusieht, welche durch eine werbepsychologisch trickreiche Nahrungsmittelindustrie mit Unmengen an Zucker, Fett, Salz und einem viel zu hohen Fleischkonsum angetrieben wird.“

Wie Reisinger feststellt, ist das alles längst bekannt. Und wurde auch von anderen dokumentiert, berichtet und wieder und wieder veröffentlicht.

Im April 2021 habe ich über eine Studie der CDC berichtet, die feststellt, dass Fettleibigkeit als allgemeiner Risikofaktor angesehen werden kann, der für die überwältigende Mehrheit der schwersten Fälle dieser Atemwegserkrankung verantwortlich ist – was die oft wiederholte Darstellung der Regierung und der Pharmaindustrie untergräbt, dass COVID-19 gleichermaßen eine Bedrohung für die gesamte Bevölkerung darstellt.

Die Highlights dieser Studie sind:

  • Etwa 78% der Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ein Beatmungsgerät benötigten oder an Covid-19 starben, waren übergewichtig oder fettleibig, so die Centers for Disease Control and Prevention in einer neuen Studie vom Montag.
  • „Wenn Kliniker Behandlungspläne für COVID-19-Patienten entwickeln, sollten sie das Risiko für schwerwiegende Folgen bei Patienten mit höheren BMIs berücksichtigen, insbesondere bei denen mit schwerer Adipositas“, schrieb die CDC.

Ebenfalls Anfang April, habe ich über ein weitere Studie der U.S. National Academy of Sciences berichtet, die einen unglaublichen Unterschied zwischen gesunden Teilnehmern und fettleibigen Personen festgestellt hat, wenn es um die potentielle Gefahr der Verbreitung von COVID-19 geht.

Die Studie kommt zu dem Schluss:

„Wir beobachteten, dass 18% der menschlichen Probanden 80% des ausgeatmeten Bioaerosols der Gruppe (194 Personen) ausmachten, was eine Superspreader-Verteilung des Bioaerosols widerspiegelt, analog zu einer klassischen 20:80-Superspreader-Verteilung von Infektionen.“

Mit anderen Worten: 20 % der Menschen sind für 80 % der verteilten Viruslast verantwortlich. Das könnte bedeuten, dass fettleibige Menschen mehr als sechzehnmal so häufig das Virus verbreiten wie stoffwechselgesunde Personen.

Wir wissen auch, dass fettleibige Personen eine höhere Viruslast tragen. Zusätzlich hat das Virus bei diesen Personen eine längere Shedding-Periode, was bedeutet, dass sie für einen deutlich längeren Zeitraum ansteckend sind. Was darin begründet liegt, dass das viszerale Bauchfett eine ständige Entzündung produziert, die das Immunsystem belastet und schwächt, die Vernichtung der Viren verlangsamt, die dann eben ausgeatmet werden.

Gezielter Schutz der Übergewichtigen

Auch Reisinger kommt zu dem Schluss, dass gezieltere Maßnahmen sinnvoll wären:

„Vielleicht sollte man die ins Auge gefasste Impfpflicht auf diese Menschengruppen beschränken und das Füllhorn der Impfung nicht über die gesamte Bevölkerung (inklusive gesunde Kinder und Jugendliche) gleichförmig ausleeren.“

Mit der Frage, wieweit Impfungen bei Übergewichtigen und Adipösen helfen, haben sich Studien schon jahrelang auseinandergesetzt, wie ich im August 2020 berichtet habe. Wissenschaftler wissen, dass Impfstoffe, die zum Schutz vor Influenza, Hepatitis B, Tetanus und Tollwut entwickelt wurden, bei adipösen Erwachsenen weniger wirksam sein können als bei Normalgewichtigen, wodurch sie anfälliger für Infektionen und Krankheiten werden. Es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass Covid-19-Impfstoffe anders sein werden, sagen Adipositasforscher.

„Wird es bei Übergewichtigen noch funktionieren? Unsere Vorhersage ist nein.“

sagte Raz Shaikh, ein Associate Professor für Ernährung an der University of North Carolina-Chapel Hill laut Kaiser Health News.

Der Nachweis, dass übergewichtige Menschen auf gängige Impfstoffe schwach reagieren, wurde erstmals 1985 erbracht, als übergewichtige Krankenhausangestellte, die den Hepatitis-B-Impfstoff erhielten, 11 Monate später einen signifikanten Rückgang des Schutzes zeigten, der bei nicht übergewichtigen Mitarbeitern nicht beobachtet wurde. Der Befund wurde in einer Folgestudie wiederholt, in der längere Nadeln (!) verwendet wurden, um sicherzustellen, dass der Impfstoff in Muskeln und nicht in Fett injiziert wurde.

Im Jahr 2017 gaben Wissenschaftler der University of North Carolina in Chapel Hill einen kritischen Hinweis auf die Einschränkungen des Influenza-Impfstoffs. In einem im International Journal of Obesity veröffentlichten Artikel zeigten Forscher erstmals, dass geimpfte adipöse Erwachsene doppelt so häufig an Influenza oder grippeähnlichen Erkrankungen leiden wie Erwachsene mit gesundem Gewicht.

Deshalb würde auch hier, wie bei allen anderen, Impfpflicht weder helfen noch verhältnismäßig sein. Wie überall ist auch hier Prophylaxe und Frühbehandlung der wirksamste Mittel.

Absurde Vorschläge von Ärztekammer Politikern

Angesichts dieser bekannten Tatsachen kann man nur feststellen, dass die Gesundheitspolitik völlig falsch läuft. Wenn 78% der Intensivpatienten übergewichtig sind, sollte man dort ansetzen. Wobei Impfung auch hier nur beschränkt hilft.

Welche Vorschläge kommen aber von Politikern der Ärztekammern? Die NÖN berichtet:

„Eine neue Idee deponierte am Dienstag der Vizepräsident der niederösterreichischen Ärztekammer, Gerrit Loibl, im Ö1-„Mittagsjournal“: Ungeimpfte sollten eine Pandemieabgabe leisten müssen. Rund 90 bis 100 Euro monatlich kann sich Loibl vorstellen, angelehnt an die Tabaksteuer, die ein durchschnittlicher Raucher monatlich abführt.“

Offensichtlicher kann man die von Reisinger konstatierte Verwirrung der österreichischen Gesundheitspolitik nicht mehr dokumentieren. Vielleicht ist es bei Loibl aber eine generelle Verachtung für Menschen und eine sehr enge Nähe zum politischen Faschismus, der ja leider gerade in Österreich eine sehr lange Tradition hat.

Übrigens – meine Krankenkasse penalisiert Übergewicht schon seit Jahrzehnten. Steigt mein BMI über 28 (und Alkohol- oder Tabakkonsum), so erhöht sich mein Selbstbehalt von 5% auf 20%. Das ist ein vernünftiger Anreiz sich gegen Krankheit fit zu machen. Es handelt sich dabei um die SVS, früher SVA. Allen anderen ist das offenbar egal – saufen, rauchen, fressen ist ok, solange du geimpft bist. Oder Herr Loibl? Grundlegendes Wissen der Medizin nicht mehr verfügbar? Stattdessen Lobbying für die Pharamindustrie?

Die Verwirrung der Gesundheitspolitik

Lockdowns haben in den Köpfen der politischen Entscheidungsträger überall den unerschütterlichen Glauben verankert, dass man durch die Verringerung der Gesamtausbreitung auch die älteren Menschen retten kann.

Der weltweit führende Epidemiologe Stanford Professor John Ioannidis hat bei einem Webinnar des British Medical Journal die Frage nach den richtigen Maßnahmen nochmals ganz pointiert gestellt:

Was soll man tun, wenn ein Killer ankündigt jemand zu ermorden:

A) 5 best-ausgebildete Polizisten zum Schutz der Person abstellen
B) 3 Millionen Menschen in der Stadt anweisen für immer zu Hause zu bleiben
C) 5000 Polizisten beauftragen irgendwo in der Stadt auf Streife zu gehen
D) einen Twitter-Thread produzieren, dass Liebe über Hass siegen wird

Die sinnvolle Variante A) wird bei uns gemieden, dafür schwankt man zwischen B) und C).

Die Erfahrung von über einem Jahr hat gezeigt, dass dies die falsche Strategie ist, und dennoch geht die Impfpolitik weiterhin von der gleichen Prämisse aus, in der Hoffnung, SARS-CoV-2 mit Impfstoffen anstelle von Lockdowns zu bekämpfen. Diese fixe Idee ist besonders unglücklich, weil die Impfstoffe vor allem bei der Unterbindung der Übertragung versagt haben.

Was bei all dem niemand erkennen will, ist die einfache Tatsache, dass die meisten Infektionen keine Rolle spielen. Die meisten Menschen fühlen sich ein paar Tage lang krank und erholen sich ohne Zwischenfälle. Wenn man alle offiziellen Doktrinen über die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe akzeptiert, folgt daraus zwangsläufig, dass die meisten Impfungen auch nicht von Bedeutung sind. Die Politik der allgemeinen Unterdrückung zerstört unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und unser Leben, während sie gegen corona nichts ausrichten kann.

Bild von Ryan McGuire auf Pixabay

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Studien: Adipositas macht Menschen zu Viren-Superspreadern

Studie der US-CDC: 78% der COVID-Spitalsseinweisungen übergewichtig oder adipös

Fettleibigkeit reduziert Wirksamkeit von Corona-Impfstoff – Nutzen bei Risikogruppen fraglich

Pandemie macht Kinder dick und damit anfällig für Infektionen und Krankheiten

19 Kommentare zu „Ignoranz der Gesundheitspolitik gegenüber Risikofaktor Übergewicht

  1. Wenn man sich alle Massnahmen anschaut, sowie das hartnäckige und sture Ausblenden von Risikofaktoren wie hier beschrieben (Fettleibigkeit, Diabetes, usw.), dann könnte man fast zum Schluß kommen, es steckt vielleicht eine Absicht dahinter….

    Zudem erklärt das auch das Ausbleiben der von den MSM prognostizierten Katastrophe in Afrika.
    Denn dort ist Corona immer noch kein Thema – trotz der nur 6% Geimpften und dem Gesundheitssystem.
    Ob es wohl mit der viel jüngeren Bevölkerung und dem weit geringeren Anteil an solchen Risikofaktoren zu tun hat?
    Ich weiß, alles nur Schwurbeleien

    1. Mit Kranken verdient man das Geld und nicht mit Gesunden. Wenn die Leute gesünder leben und abnehmen, ist das umsatzschädlich, also wird das weggewischt. Das ist aber nur die eine Seite.

      Die zweite Seite ist: Anstrengen will sich keiner und panikverfallene Medikamentenabhängige WOLLEN die ImpfrettungsBotschaft um jeden Preis glauben. Sonst, fürchten sie, müssen sie sterben.

      Die psychologische Lage ist kurios. Erinnert mich irgendwie an Stockholm Syndrom.

    2. Eva-Maria: „Anstrengen will sich keiner“ Da denke ich an einen Raucher, der 2G am Arbeitsplatz will, damit er nicht von den bösen Ungeimpften diese „gefährliche Lungenkrankheit“ bekommt. Ein Piks oder Pille ist halt jedenfalls einfacher als an sich selbst zu arbeiten. Und die kranke Gesundheitsindustrie freuts.
      Jahrzehntelang eingeübt wurde diese Einstellung auch durch den allgemein üblichen und beworbenen Umgang mit Sexualität: statt Beherrschung des eigenen Körpers/Triebs zu trainieren, einfach die Pille einwerfen, und dann ist angeblich alles gut. Eine ähnliche Lüge wie mit der Impfung. Wesentlich ausbaden muss das auch hier eine Minderheit faktisch ohne Grundrechtsschutz: die ungeborenen Kinder. Auch Millionen toter Kinder und tief verletzter Mütterherzen haben bislang nicht zum Umdenken geführt, weswegen ich mir bei Corona wenig Hoffnung mach.

    3. @suedtiroler Eine Befürchtung, die nicht mehr von der Hand zu weisen ist. Vielleicht will man tatsächlich die Bevölkerung in einem permanenten Ausnahmezustand halten, um dann gleich auch noch die drakonischen Einschränkungen für den „Klimaschutz“ durchzupressen. Schließlich wurde da ja schon vor Jahren der „Notstand“ vom Parlament ausgerufen und ist bis heute aktiv. Auch der gescheiterte Gesundheitsminister Anschober hat ja ganz zum Beginn der Pandemie einmal in Radio davon geschwärmt.

  2. Dieser Beitrag gefällt mir.

    Wir haben einen robusten Logikzusammenhang, den wir mit Statistik zum abgesichertsten Beweis führen könnten.

    Das Virus bliebe jedoch, um weiter authentisch davor Angst zu haben.

    Die Aufgabe ist noch nicht erfüllt, aus dem „lebendigen Raubtier“ das Plüschtier auf dem Sofa gemacht zu haben.

    Die Theorie des Artensterbens zöge nicht, denn wir befinden uns beim Grenzfall organisch-anorganisch.

    Ich freue mich darüber, dass „Mayers Blog“ ein echter Think Tank wurde.

    Gratulation!

  3. Ist zwar hier etwas neben der Thematik, aber da ich ziemlich viel mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu kämpfen hatte/habe und ich mich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt, was natürlich nicht heißt dass ich recht habe, möchte ich hier nur ganz kurz meinen Senf dazu geben. Also einfach nur zum Anregen für weitere Recherche da er oben schreibt: „Unmengen an Zucker, Fett, Salz und einem viel zu hohen Fleischkonsum “

    In Kurzform das Ergebnis MEINER Recherche und Erfahrungen:
    1; Zucker: Ja, eh klar! Geringe Mengen ok, hängt aber vor allem vom Stoffwechsel ab wie gesund der ist, also keine Diabetes / Insulinresistenz dann ist etwas Zucker schon ok. Aber am besten in Form von kompletten Nahrungsmittel wie Früchten.
    2: Fette: Ja und Nein. Schlecht sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren da die rasch oxidieren! Man braucht zwar diese auch als essentielle Fettsäuren, aber in so geringen Mengen dass es praktisch unmöglich ist diese nicht zu bekommen. Super sind gesättigte Fettsäuren, die sind stabil. Heißt keine Pflanzenöle wie zB Mais und Sonnenblumenöle die zum Großteil aus mehrfach ungesättigten Fetten bestehen. Das beste davon ist natürlich Olivenöl. Ansonsten ist am besten tierisches Fett, vor allem Butter/Butterschmalz und Rinderfett.
    3: Salz: Nein, kein Problem, der Körper kann das sehr gut regulieren. Ausnahmen sind Leute die Probleme mit ihren Nieren haben. Grundsätzlich nach Geschmack salzen ist absolut in Ordnung.
    4: Fleisch: Nein auch kein Problem, vor allem Rindfleisch. Wenn die Tiere artgerecht gefüttert werden dann ist sogar alles Fleisch super. Aber das passiert in der Regel nicht, daher sind zB Geflügel und Schwein nicht optimal, da deren Verdauungstrakt, anders als das von Rindern zB, mit der nicht artgerechte Fütterung deutlich schlechter zurecht kommen.
    5: Getreide: Sehr problematisch, zumindest mal für mich. Und zwar alles: Weizen, Dinkel, Roggen und sogar Reis.
    6: Obst, Gemüse und Nüsse werden werden überschätzt. Bzw vor allem die negative Rolle von Antinährstoffen darin (Fraßschutzstoffen) wie zB Oxalaten wird unterschätzt.

    Als Quelle zu diesem Thema möchte ich zB den Dr Paul Saladino empfehlen, findet ihr auf Youtube. Will hier nicht diskutieren, sondern nur zum Recherchieren anregen. Ernährung ist (leider) höchst komplex und natürlich auch sehr individuell.

  4. „Übrigens – meine Krankenkasse pönalisiert Übergewicht schon seit Jahrzehnten. Steigt mein BMI über 28 (und Alkohol- oder Tabakkonsum), so erhöht sich mein Selbstbehalt von 5% auf 20%. Das ist ein vernünftiger Anreiz sich gegen Krankheit fit zu machen.“

    Bei allem Respekt: Was bei der Corona-Impfung falsch ist – eine steuerliche Pönalisierung -, wird bei „Saufen, Rauchen und Fressen“ nicht schon richtig. Eine Gesundheitspolitik, der es um „Gesundheit“ geht, braucht umfassender Konzepte als bloß finanzielle „Anreize“, in Form von höheren Beiträgen.

  5. Also eine Impfpflicht für Übergewichtige ist wieder gut? Endlich haben auch einige Maßnahmengegner ihre Sündenböcke gefunden. Anscheinend kapieren nur wenige die Mechanismen der Ausgrenzung.

    Durch die Maßnahmen haben sich viele – auch Übergewichtige können aktiv sein – weniger bewegt, was m. E., eher zu den Problemen führt. Ich war auch immer schon zu dick, aber war in meinem 30jährigen Berufsleben vielleicht 4 Wochen krank gewesen.

    Es kann nicht angehen, dass man nun andere vorschiebt, weil man nicht zu dieser Gruppe gehört und man so den Hals aus der Schlinge bekommt. Das ist für mich dieselbe Gedankenwelt wie die der Impffanatiker (nicht derer, die für sich selbst die Entscheidung zur Impfung getroffen haben und nicht missionieren wollen). Es geht hier um Selbstbestimmung für ALLE.

    1. Also Übergewicht ist ein objektives Risiko, deshalb habe ich eben einen anderen Selbsthalt in der SVS. Impfpflicht für Übergewichtige ist aus eben dem Grund auch nicht zielführend, da die Impfung weniger wirkt. Abgesehen halte ich grundsätzlich nicht das Geringste von irgendeiner Impfplicht. Es geht darum aufzudecken wie schwachsinnig die gesamte Gesundheitspoltik ist und so gut wie alle Vorschläge, die von der Ärztekammer kommen.

    2. Super und danke, sie sprechen mir aus Herz und Verstand.
      Mir stößt das auch schon eine Weile auf, dass innerhalb der Kritiker nun begonnen wird Sündenböcke zu markieren.
      Dick sein per se ist ja nur ein potentielles Risiko für alles mögliche und auch kein Beweis für charakterliche Schwäche.
      Schon überwichtig geboren vor 60 Jahren, habe ich lebtags schwer im Handwerk gearbeitet und viele Jahre Leistungssport getrieben.
      Seltsamer Weise war ich noch nie internistisch erkrankt an meinen Organen.
      Die Auslöser, warum ich aus psychischen Gründen, EM bin, kann ich namentlich benennen;-).
      Warum begründet denn keiner die Fettleibigkeit maancheer Intensivpatienten damit, dass sie auf Grund von Herz- und Lungenproblemen in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind.
      Adipositas kann sowohl Risiko als auch Folge von schweren Erkrankungen sein.
      Bei der Anzahl von Fettleibigen in der westlichen Welt, wäre der Anteil von nur 0,2-0,5% Covidbetroffenen nicht zu erklären.

  6. So ist es. Statt die Gesundheit zu fördern und dem Übergewicht entgegenzuwirken, schließt man dann lieber die Fitnessstudios oder verkompliziert den Zugang dazu. Das ist an Sinnbefreiung nicht zu überbieten.

  7. Einmal mehr wird an diesem realen Szenario die neue Gleichstellungsdiskriminierungsgaga-Struktur gezeigt. Anstatt Menschen zu schützen, macht die Regieung einen Bogen, um fette Menschen nicht so zu „benennen“. Was haben die jetzt davon? Sie sterben an Impfung und Corona. Aber ihr habt sie ja gewählt.

  8. Eva-Maria
    24. November 2021 um 11:49 Uhr

    „Mit Kranken verdient man das Geld und nicht mit Gesunden.“

    Stimmt! Oder wie mein Hausarzt sagen würde: „Es gibt keine Gesunden, sondern nur schlecht untersuchte Patienten“. Der PCR Test hat dieses Prinzip in die Königsklasse befördert.

  9. Mich würde interessieren wie denn die Vitamin D Versorgung bei „Fettleibigen“ ist?
    Wenn doch schon bei Normgewichtigen der Spiegel zu niedrig ist müsste sich dieser bei 20 Kilo extra doch nochmals „verdünnen“. Zumal Vitamin D meines Wissens nach fettlöslich ist und entsprechend im Fett gespeichert
    wird.
    Gibt es dazu Studien oder Stellungnahmen?

    Danke im Vorraus

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