Studie: Lockdown verursacht schwerere Herzinfarkte

In einer Reihe von Studien von weltweit führenden Top-Medizin-Wissenschaftlern wurde immer wieder nachgewiesen, dass Lockdowns nicht nur massive wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern auch der Gesundheit vieler Menschen schaden. Von der Schädigung junger Menschen gar nicht erst zu reden. Eine neue Studie der MedUni Innsbruck zeigt das nun für Herzinfarkte.

Bereits früh in der Corona-Pandemie gab es die Annahme, dass die mit den Einschränkungen einhergehenden „Kollateralschäden“ besonders Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen. Mit Daten einer Innsbrucker MRT-Studie lässt sich diese Hypothese nun bestätigen: Herzinfarkt-PatientInnen erlitten während der COVID-19-Pandemie größere Herzmuskelschädigungen als in der Zeit davor. Die Studie wurde im angesehene Fachmagazin European Heart Journal veröffentlicht.

Diese Studie liefert neue Erkenntnisse, die einen signifikanten Anstieg der Myokardschäden bei STEMI-Patienten zeigen, die während der COVID-19-Pandemie eingeliefert wurden, und die in einem zeitlichen Zusammenhang mit größeren Einschränkungen der öffentlichen Gesundheit stehen. Der ST-Hebungs-Myokardinfarkt bezieht sich auf die ST-Strecke, ein Kurvenabschnitt des Elektrokardiogramms, deren Veränderungen einen hohen diagnostischen Aussagewert im Hinblick auf die Durchblutung des Herzmuskels haben, vor allem nach einem Infarkt.

Das grafische Abstract der Studie

Bei Patienten mit STEMI deuten aktuelle Daten nicht nur auf einen deutlichen Rückgang der Einweisungsraten und der Aktivierung der Herzkatheter Labore hin, sondern auch auf eine verzögerte Wiederdurchblutung sowie erhöhte psychologische Belastungen bei hospitalisierten Personen, was schlussendlich zu einer höheren Sterblichkeit während der Pandemie und darüber hinaus führen könnte. Eine neue Studie des Teams um Bernhard Metzler und Sebastian Reinstadler von der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie und Angiologie hat die Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die Schwere des Infarkts hin untersucht.

Kardiale MRT liefert umfassendes Bild

Wir konnten zeigen, dass es besonders während der COVID-19 bedingten Restriktionen zu einer Zunahme der Infarktgröße gekommen ist“, beschreibt Kardiologe Sebastian Reinstadler die zentrale Erkenntnis der Innsbrucker Studie, für die insgesamt 474 PatientInnen einer kardialen MRT wenige Tage nach dem Akutereignis unterzogen wurden. Die kardiale Magnetresonanztomographie (MRT) ist der nicht-invasive Goldstandard für eine umfassende Charakterisierung des Myokardgewebes nach einem STEMI, mit der sich insbesondere die Schwere der Gewebsschädigung sehr genau bestimmen lässt. Sowohl die Größe als auch der Schweregrad des Infarktes, der in der ersten Woche nach einem STEMI mittels kardialer MRT dargestellt werden kann, stehen in sehr engem Zusammenhang mit der funktionellen Erholung des Herzmuskels, einer zukünftigen chronischen Herzinsuffizienz und letztlich auch der kardiovaskulären Mortalität.

Die Patienten wurden nach Zeiträumen mit und ohne COVID-19 Restriktionen im Jahr 2020 und nach Zeiträumen mit COVID- 19 Restriktionen im Jahr 2020, im Vergleich zu den entsprechenden Zeiträumen zwischen 2015-2019, eingeteilt und analysiert. „Deckungsgleich zu Vorstudien bei PatientInnen mit akutem Herzinfarkt, die während der COVID-19 Restriktionen in das Krankenhaus eingeliefert wurden, wiesen diese PatientInnen eine signifikant längere Gesamt-Ischämiezeit auf. Dies zeigte sich auch im Vergleich von PatientInnen, die im Jahr 2020 aufgenommen wurden, zu jenen die zwischen 2015 und 2019 im Krankenhaus behandelt worden waren. Während der COVID-19 Restriktionen im Jahr 2020 kam es zu einer signifikanten Zunahme der Infarktgröße, einer höheren Häufigkeit und einem größeren Ausmaß der MVO sowie einer höheren Rate an IMH im Vergleich zu den Phasen ohne größere Restriktionen im Jahr 2020“, schildert Erstautor Ivan Lechner die Ergebnisse im Detail.

Während weitere Untersuchungen erforderlich sind, um die vollständigen Auswirkungen von COVID-19 auf Patienten mit STEMI besser zu verstehen, deuten diese Daten klar auf schlechtere kurz- und langfristige Ergebnisse bei diesen Patienten hin.

Nachdem Behandlungsqualität und die Begleitmedikation in allen Zeiträumen vergleichbar waren, dürften die Ursachen für diese Entwicklung vorwiegend in Pandemie bedingten Effekten zu finden sein. „Wir vermuten, dass manche Patientinnen und Patienten eine Aufnahme im Krankenhaus Pandemie bedingt unter allen Umständen vermeiden wollten und erst verspätet oder gar nicht die Rettungskette in Gang setzten. Die in anderen Studien beobachtete abrupte Abnahme der im Krankenhaus aufgenommenen Infarkt-PatientInnen während der Restriktionen passt ebenso in dieses Bild“, resümieren die Studienautoren.

Ignoranz gegenüber Lockdown Schäden

Diese Studie der MedUni Inssbruck ist nicht die erste, die vor massiven Schädigungen durch Lockdowns warnt. Dennoch werden immer wieder von den offenbar unbelehrbaren Politikern Lockdowns verhängt, wie etwa gerade in Österreich, ein Lockdown, der vermutlich als Ausweg aus dem massiven Fiasko mit den durch den „Lockdown für Ungeimpfte“ verursachten extremen Anstieg der PCR-Tests verhängt wurde.

In vielen Studien wie die der Stanford Professoren, wurde auf die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Lockdowns wie Hunger, Suchtentwicklungen, versäumte Impfungen, Zunahme von Nicht-COVID-Krankheiten durch nicht funktionierende Gesundheitsdienste, häusliche Gewalt, verringerte psychische Gesundheit und zunehmende Fälle von Selbstmorden sowie einer Vielzahl wirtschaftlicher Folgen mit gesundheitlichen Auswirkungen hingewiesen. Den verantwortlichen Politkern ist das offensichtlich vollkommen egal. Eine auch von der Verfassung vorgeschrieben Abwägung wird nicht vorgenommen. ein Nutzen war bei den bisherigen Lockdowns ohnehin nie nachweisbar. Das zeigt sich auch beim Vergleich von US-Bundesstaaten mit und ohne Lockdown.

Lockdown ist übrigens der Begriff, der die Methode beschreibt wie in Gefängnissen bei Aufständen die Ruhe wiederhergestellt wird.


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10 Kommentare zu „Studie: Lockdown verursacht schwerere Herzinfarkte

  1. Die Studie passt zum HUMANISTISCHEN Experimentalcharakter unserer Zeit.

    „Was wäre, wenn …“

    An Plätzen der Erde wurde die Sonne zu heiß, kühles Europa böte Zuflucht, aber es würde „lockdownisch“ eng.

    Das „Experiment“ befürwortete ich in Maßen, das Ergebnis zeigt schon andeutungsweise, es wäre nicht der Weg.

    Für den Humor: „Der Weg wäre, die Sonne zu drosseln. Weil das nicht geht, begeben wir uns freiwillig im Sommer in den schattigen Lockdown oder fliegen ein paar Wochen in die Sonne mit big klimatisiertem „Öko“-Hotel.“

    DENKEN WÄRE EINE BÜRGERPFLICHT.

    Es könnte im sonnenheißen entfernten Gebiet mehr Schatten gebaut werden, anstatt dorthin Truppen mit „UN-Mandat “ zu entsenden, damit dort „nur“ Frieden herrschen möge, wobei die knallharte Sonne bliebe.

  2. Wären Mainstream-Journalisten nicht seit 1,5 Jahren völlig von der Rolle (oder „in einer Rolle“) dann hätte man damit schon längst die Regierung konfrontiert.
    Felix Gottwald hatte mit seinem offenen Brief zu 100% Recht.
    Es ist einfach nur komplett verrückt was die Politik abzieht.
    80 % der U50 Intensiv-Patienten sind stark übergewichtig. Daher fördert man dies durch Lockdowns auch noch …

    1. @ Sven

      Auch in Lockdowns habe ich die Verantwortung über meine Körpermasse, die ich nicht dem Staat zuschreiben möchte.

      Lockdown hieß und heißt nicht, sich nicht bewegen zu dürfen.

      Oft kommt und kam es zu Verwechslungen zwischen Quarantäne und Lockdown DURCH UNS SELBST.

      Ich fühlte mich in meiner Freiheit eingeschränkt, wenn mir der Staat die „Sport-Kindergarten-Pflicht“ für Erwachsene auch noch verordnen würde.

      Wir dürfen Schuld prüfen, bevor wir sie falsch abladen würden.

      Der Mensch darf immer zuerst mit sich selbst etwas anfangen können, BEVOR ER NUR FORDERN WÜRDE.

  3. „Den verantwortlichen Politkern ist das offensichtlich vollkommen egal“ – Viele von ihnen verstehen vielleicht auch nicht, dass die prekäre Situation in manchen Spitälern nicht mit ihren ertesteten „Corona-Inzidenzen“, sondern mit der gesundheitlichen Situation der durch ihre verhängnisvolle Politik mürbe gemachten Menschen zu tun hat. Und jene, die das vielleicht ahnen, wissen, dass das um keinen Preis ruchbar werden darf, sonst „Gnade Gott“! Lieber vorwärts in eine erbärmliche Diktatur …

  4. Und es sind nicht nur die Herzinfarkte, die jetzt beiseite geschoben werden und durch Nichtbehandlung oder zu später Behandlung tragisch enden. Es sind auch die Bein-Amputationen, die zugenommen haben, weil Behandlungen nicht durchgeführt werden konnten oder durften. Entzündete Knie- und Hüftgelenke, Ellbogengelenke können, wenn sich die Entzündung nicht mehr kontrollieren lässt, zu Amputationen führen. Sogar im ORF durften in einer Sendung Orthopäden sich darüber beklagen. Genau 1 x. Danach nichts mehr von denen gehört.

  5. „Lockdown ist übrigens der Begriff, der die Methode beschreibt wie in Gefängnissen bei Aufständen die Ruhe wiederhergestellt wird.“

    Danke Herr Mayer.
    Dieser Begriff war ein Augenöffner für mich.
    Als ich Ende März letzten Jahres anfing zu zweifeln und zu meiner Verwunderung bemerkte, dass überall in der westlichen Welt, so ich sie noch verstehe (sprachlich), die gleichen Begriffe wie auf Kommando verwendet wurden, und die Bedeutung zu verstehen versuchte. Ich hatte schon zu Anfang den Verdacht, dass in Italien die Ausgangssperre verhängt wurde, um Plünderungen zu verhindern.

    Diese Methode hat deshalb so guten Erfolg, weil nicht nur die „Aufständigen“ selbst bestraft werden, sondern alle. und so werden die Aufständigen für den Zustand verantwortlich gemacht, und nicht diejenigen, die die Maßnahme angeordnet haben.

    Prison Planet.

    Ich. Ein Mensch ohne Welt. (Günther Anders)

    Was gehts mich an, wenn ich verzweifelt bin. (ebenso)

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