Echte Solidarität ist möglich – auch in Zeiten der Corona-“Normalität”

Solidarität in der Gesellschaft ist in Ordnung. Ob Raucherbein oder Fettleber, die Kranken in Deutschland oder Österreich werden nicht im Stich gelassen, die Kassen übernehmen sogar die Krankheitskosten von Junkies und Alkoholikern. Und das ist gut so. Wenn sich der Drachenflieger am Wochenende alle Knochen bricht, wird selbstverständlich der Verdienstausfall auch dann gezahlt, wenn sich der Reha-Prozess über Monate hinzieht.

Von Gastautorin Andrea Drescher

Ob es dieses Phänomen in Corona-Zeiten noch gibt, weiß ich nicht, aber welcher Arbeitgeber hat sich früher nicht über Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geärgert, wenn sich die Krankheitszahlen Montags – oft nach durchgefeierten Wochenenden – häuften? Aber auch da: die gesellschaftlichen Solidarität sorgt dafür, dass auch in diesen „Krankheitsfällen“ kein Verdienstausfall durchlitten werden muss.

Die neue Solidarität in der Corona-Normalität

In Corona-Zeiten hat sich da etwas verändert. Heute gilt es als Solidarität, wenn sich ein Ungeimpfter mit einem Impfstoff impfen lässt, um Geimpfte, die durch diesen Impfstoff nicht ausreichend geschützt sind, zu schützen. Eine Logik, deren Logik sich mir bis heute nicht erschließt. Aber ich bin ja nur eine Frau … was verstehe ich schon von Logik?.

Aktuell wird diskutiert, dass z. B. im – zwangsweise angeordneten – Quarantäne-Fall den – auch gesunden – Ungeimpften die Lohnfortzahlung verweigert werden soll. Wie sagte Sven Böttcher bei B&B #12 “ich glaube nicht, dass wir eine Impfpflicht brauchen, da wir ja schon einen Impfzwang haben” . Offensichtlich sichtlich ist die gesellschaftliche Solidarität nicht erwünscht, wenn Regierungen ihre Pläne auf Biegen und Brechen durchsetzen wollen.

Eine erschreckend große Menge an Menschen scheint das nicht zu stören. Die Untertanen haben gelernt, nicht in Frage zu stellen, was von oben angeordnet wird. In Deutschland ist das nach meiner Erfahrung noch viel stärker ausgeprägt als in Österreich. In Österreich herrscht zwar auch kein größerer aktiver Widerstand, viele Menschen setzen die Maßnahmen aber bestenfalls halbseiden um. Man sieht anhand der Art und Weise wie manch einer die Maske aufsetzt, was der Träger davon hält.

Solidarität, die ich meine

Trotzdem gibt es noch das, was ich als richtige Solidarität kenne – selbst in dieser gespaltenen Gesellschaft. Gestern rief mich eine Freundin an. Sie arbeitet in einer sozialen Einrichtung im südlichen, deutschsprachigen Raum. Mich hat ihre Schilderung wirklich gefreut. Weniger erfreut hat es mich, dass sie nicht in der Lage ist, ihre Geschichte öffentlich selbst zu erzählen. Der Grund? Sie hat einfach Angst, dass die Einrichtung seitens der Behörden – von deren Gelder diese ja letztlich abhängig ist – Probleme bekommt, wenn die Geschichte bekannt wird. Sie will ihren Kollegen keine Schwierigkeiten machen. So weit ist es gekommen. Aber ich kenne und schätze sie, vertraue ihr, darum sorge ich mit dafür, dass mehr davon erfahren und sich vielleicht ein Beispiel nehmen.

In ihrer Einrichtung haben Geimpfte und Ungeimpfte – also wirklich gemeinsam – einen Fond gegründet, in die jeder einen Betrag zwischen 50 und 200 Euro eingezahlt hat. Der Fond hat das Ziel helfend einzugreifen, sollte es einen der ungeimpften Kollegen mal erwischen und aufgrund mangelnder Lohnfortzahlung im Quarantäne-Fall das Geld knapp ist.

Die Initiative ging von einem Ungeimpften aus, alle Ungeimpften haben den Vorschlag mit Begeisterung angenommen und auch die viele der bereits Geimpften waren sehr schnell bereit mitzumachen.

Diese Menschen arbeiten in einem sozialen Beruf, wissen also noch was „sozial“ und „solidarisch“ bedeutet. Ein Beispiel das Schule machen sollte. Finde ich.

Wir können „nichts“ tun? Oh nein. Wir können. Wir müssen nur TUN!

Bildquelle – Pixabay

Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt als deutsche Staatsbürgerin seit Jahren in Oberösterreich. Sie ist Unternehmensberaterin, Informatikerin, Selbstversorgerin, Friedensaktivistin, Schreiberling und Übersetzerin für alternative Medienprojekte sowie seit ihrer Jugend überzeugte Antifaschistin.



Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.



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29 Kommentare zu „Echte Solidarität ist möglich – auch in Zeiten der Corona-“Normalität”

  1. Wunderbarer, mutmachender Artikel, vielen Dank!

    Vielleicht ist dieser Weg, im Kleinen zueinander zu finden und in alle Richtungen (wieder) Brücken zu bauen, der erfolgversprechendste überhaupt. Dazu gehört auch, in seinem privaten Umfeld freundlich, sachlich, aber auch mutig und bestimmt zu betonen, dass wir die einmal getroffene Entscheidung jedes geimpften Menschens voll und ganz respektieren und einfach darum bitten, dieses uns gegebüber genauso zu halten. Denn schließlich sind Geimpfte ja mittlerweile „voll immunisiert“, können nun angstfrei leben und haben somit „nichts mehr zu befürchten.“

    Die oben in Anführungszeichen gesetzten Worte spreche ich im Bekanntenkreis bewusst ironiefrei aus, weil es aus meiner Sicht keinen Sinn macht, jemanden der seine Entscheidung nun mal getroffen hat, nachträglich von meiner (aktuellen) Ansicht überzeugen zu wollen. Das gehört zum gegenseitigen Respekt dazu und ist Voraussetzung für ein möglichst harmonisches Miteinander.

    Und alles Weitere kommt, wie es kommt.

    Liebe Grüße

    1. Warum sollte ich jemanden um etwas bitten, was genau dieser Mensch mir vorher hat nehmen lassen?

      Menschenrechte gehen NICHT einher mit Toleranz:
      Menschenrechte gelten immer und für jeden Menschen.
      Toleranz hält solange an bis der oder die, die die Gnade gewähren, sie wieder entziehen.

      Hier werden Minderjährige und abhängige Kinder „geimpft“.
      Hier werden Menschen in Altersheimen „geimpft“, die sich nicht wehren können, oder die, wenn sie sich wehren, mit Gewalt „geimpft“ werden.
      Hier werden Menschen „geimpft“, die sich zwar wehren könnten, aber mit dem Rücken an der Wand stehen.

      Und dann der GANZE GROSSE REST.

      Dorthin mag es Brücken geben, aber ich begehe sie nicht. Auch wenn mein Nachname mit ‚M‘ beginnt.

    2. @ Maya

      Harmonisch?

      Was ist, wenn die „Soli-Dose“ von Frau Drescher nach der ersten ungeimpften Person mit Verdienstausfall leer wäre, und die zweite ungeimpfte Person mit Verdienstausfall, eine Woche später, wöllte daraus auch etwas abhaben?

      Der Berufsstand der Rechtsanwält:innen, Staatsanwält:innen und Richter:innen wurde geboren.

      Sie arbeiten entgeltfrei?

      Münchhausen, mit an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen, gab es schon.

      Fantasie und Träumen ist immer erlaubt, aber sie werden gegen die Realität geprüft.

    3. @Arturo, Sie schreiben: „Warum sollte ich jemanden um etwas bitten, was genau dieser Mensch mir vorher hat nehmen lassen?“

      Welchen Menschen meinen Sie hier, Arturo? Mein Text bezog sich auf die Mitmenschen in unserem engsten Umfeld: Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Wenn wir mit denen Einzelgespräche führen, dann erzählen sie uns ihre ganz persönlichen Beweggründe, warum sie sich pro oder contra Impfung entschieden haben. Bei Vielen von ihnen konnte ich diese Entscheidung gut nachvollziehen und hätte, in deren Haut steckend, wohl genauso gehandelt. Und keiner von ihnen äußerte mir gegenüber irgendein Verständnis für die staatlicherseits verhängten Schikanen gegen Ungeimpfte.

      Dieses ganz persönliche Netzwerk könnte für Jeden von uns sehr bald überlebenswichtig sein. In England haben sich heute Menschen um Benzin geprügelt. Wenn wir nicht ganz viel Glück haben, war das erst der Anfang dessen was im Rahmen einer bevorstehenden Energie- und Versorgungskrise noch auf uns zukommen mag. Und dann interessiert das C-Thema niemanden mehr.

      @Uschi, Sie schreiben:
      „Der Berufsstand der Rechtsanwält:innen, Staatsanwält:innen und Richter:innen wurde geboren.“

      Liebe Uschi,
      unser damaliger Fahrlehrer wiederholte uns gegenüber mantraartig folgenden Satz: „Auf seinem Grabstein stand: Er hatte Vorfahrt!“ Und heute leben wir leider in Zeiten, in denen „Recht haben“ und „Recht bekommen“ tendenziell immer weiter auseinandertriften.

      MfG

    4. dafür
      „unser damaliger Fahrlehrer wiederholte uns gegenüber mantraartig folgenden Satz: „Auf seinem Grabstein stand: Er hatte Vorfahrt!“ “

      ein dickes danke! den satz klau ich mir für … die passende gelegenheit

      verstehen viel zu wenige – wie man auch bei manchen kommentaren hier sieht.
      leider.

  2. Liebe Frau Drescher,

    Sie bedeuten mir sehr viel.

    Es tut mir aber sehr leid, dass Sie auf kranke Menschen zeigen, denen Sie, vermutlich aus einer EMOTIONALITÄT heraus, Ihre subjektive Ursachenzuweisungen antun.

    Suchtkranke sind DA und verunfallte Gleitschirmflieger:innen sind DA.

    Unsere freiheitlichen, demokratischen Grundordnungen gestattet uns die HILFE als PFLICHT.

    UNS soll auch bei Bedarf FACHÄRZTLICH geholfen werden.

    Die Psychiatrien sind weltweit leider überfordert und überlastet.

    Ist das Grenzregime der ehemaligen DDR für SIE eine Option, um Drogen aus armen Kolumbien nicht mehr ankommen lassen zu können?

    Für diese Bürger:innen ginge dann aber auch nicht mehr Oberösterreich, wie für „durch und durch Wessis“ !?

    Gleitschirme verbieten, ist das ökonomisch sinnvoll, bei der Beratung von Unternehmen einer Wachstumsökonomie?

    Die Arbeitnehmer:innen in der Gleitschirm-Produktion zahlen sicher Steuern und Sozialabgaben und erhalten Lohn/Gehalt.

    Frau Drescher, um ihren Wünschen nachkommen zu können, würde es der Anhebung von Krankenkassen-Beiträgen bedürfen.

    FREIHEIT hat eben auch NEBENWIRKUNGEN.

  3. Vielen Dank für Deinen tollen Beitrag. Man liest ja leider so selten etwas positives in diesen schon wieder dunklen Zeiten. Hier wird so gehetzt, dass ich es kaum glauben kann. Krankenpfleger oder vielleicht auch Ärzte äussern sich so, dass sie ihren ungeimpften Patienten am liebsten eine reinhauen würden etc…. – Was ist das bloss für eine Welt, bzw. wie dumm und blind ist eigentlich der Durchschnittsbürger???

    1. Ich glaube nicht, dass sie blind oder dumm sind, die Durchschnittsbürger, sie haben nur verlernt etwas auszuhalten. In unserer Überflussgesellschaft steht jedem alles jederzeit zur Verfügung. Und wenn das alles auf einmal für viele Monate wegbricht und der Mensch ein starkes Mangelgefühl aushalten soll, dann ist er erpressbar und würde alles dafür geben, dass es wieder so ist wie früher. Nur leider ist der Preis ein vermutlich hoher. Man wird sehen. Die Fülle in der wir leben, ist uns zur Falle geworden. Keiner kann auf etwas verzichten. Ach ja, und bequem sind die meisten auch. Ein „Pieks“ und dann ist alles wieder easy.

    2. @Aramis: super Kommentar. Ja, der kleine Pieks, damit das alte Leben zurückkommt, das aber so nicht zurückkommt, weil der Geimpfte ja nach wie vor auch nicht sicher vor Corona ist, und das immer deutlicher sichtbar wird. Würden alle, alle ihre unangenehmen Gefühle mal aushalten, wären wir ein ganzes Stück weiter.

    3. Der Festbiss am Detail eines Virus ließe Solidarität nicht erklären.

      Wir sind mittendrin im praktischen Paradigmenwechsel.

      Elon Musk feiert solidarisch mit dem Volk nach der Bundestagswahl und dem Tag der Deutschen Einheit am 9. Oktober 2021 ein Fest in Brandenburg.

      Das Volk darf dabei vergleichen, was ihm mehr gäbe.

      Musk verstand den alten Tesla und den alten Einstein, was die Dynamik der Gefährlichkeit der Sonne anbetrifft.

      Demokratie hat einen Nachteil, die der physikalischen Zeitverzögerung beim Ausdiskutieren und bei der Meinungsvielfalt.

      Wartet die Sonne auf uns?

      Jede mechanische Bewegung ist Erdkühlung.

      Elektronen sollen fließen, damit es uns und den Babies nicht zu heiß würde.

      Natürlich dürfen wir in unserer bewegungsfreien Zeit über historische Vergleiche mit Feudalismus und Sozialismus diskutieren. Es kostet aber wertvolle Zeit.

      Luxus oder Nicht-Luxus wäre die Frage.

      Wir dürfen auch wieder in der Gesellschaft für die Gesellschaft mitmachen.

      Opposition gab es immer, die Erfolgswahrscheinlichkeit hinge HEUTE von der Naturlogik ab.

      Wenn das kein Erfolg ist!?

  4. Solidaritätskassen haben eine lange und ehrenvolle Geschichte in der europäischen Arbeiterbewegung.

    Nicht neu, aber erprobt und jederzeit aufzubauen.
    Gut daran ist, dass es den Staat nicht aus seiner Fürsorgepflicht entlässt während die Betroffenen zugleich alle Zügel in der Hand halten.

  5. Dieser Frontalangriff auf den Solidaritätsgedanken wird ja noch dadurch potenziert, dass Geimpfte und Beamte weiter Lohnausgleich erhalten. Das hat schon geradezu Kafkaeske Züge!
    Aber man kann natürlich die Ungeimpften auch für die Genitalverstümmelungen In Afrika, oder das Abholzen des Amazonas verantwortlich machen, da natürlich dort die Anzahl der Impfdosen sehr übersichtlich sein dürfte.

  6. Ich bin gegenteiliger Meinung. Ich bin für EIGENVERANTWORTUNG und lehne dieses heutige überbordende Versicherungsdenken grundsätzlich ab.

    Die Allgemeinheit soll jemanden (nur) in ECHTER NOT helfen, aus Nächstenliebe heraus, weils ein Unglück ist zB, oder weil jemand nicht klar im Kopf oder schon zu alt ist etc. Man soll, wenn die angesparten Rücklagen nicht reichen, einen gemeindeeigenen Nottopf haben und private freiwillige Spenden machen.

    Dann wäre es den Leuten peinlich Hilfe zu brauchen, und sie würden sich mehr anstrengen gesund zu leben und mehr auf ihre Ärzte hören.

    SEHR viele Medikamenten-ESSER würden viele Pillen, die sie täglich nehmen, ( und die sie in dieser Masse vergiften) NICHT selbst kaufen. Viele Operationen würden vermieden werden, man wäre viel sparsamer, viel vorsichtiger.

    Müßte jeder alles selber zahlen, würde man blitzschnell sehen, was wirklich GEBRAUCHT wird und GUT ist und was nicht.
    Und dann fallen dem Kranken schnell die billigen Kräuter als Ersatz ein. Man würde sie selbst anbauen und in die Natur sammeln gehen, wie es sich gehört. Man würde dann auch mehr Bewegung machen, was allerallerbeste Auswirkungen auf die Gesundheit hätte.

    Heute ist es schon SO ARG, daß paar Bilologica Spritzen mit fragwürdiger und unbewiesener Wirkung schon 15.000 Euro kosten können. Und die Pharma will sich immer mehr und mehr Sachen zahlen lassen. Und die Patienten machen Druck auf die Sozialkassen und diese sollen alles erfüllen und gehen so in die Pleite. Und niemand von denen spart, wenns „die Allgemeinheit“ zahlt. Überall Verschwendung.

    Ich bin also dafür, den Menschen keine Sozialversicherungsbeiträge abzuknöpfen, sondern jeder soll zu Hause wie er will diese Beträge ansparen für die Not. Ich würde auch fürs Ansparen KEINERLEI private Risiko- Abwälzungsmodelle zulassen, also keine Privatversicherungen, sondern jeder soll wieder realtätig WIRTSCHAFTEN lernen und SOZIALE (!) Rücklagen bilden, wie es sich gehört. Und dann würde man sich wieder um Nachbarn/ Verwandte / Freunde real kümmern und hilfsbereit und nett zu ihnen sein, denn die müssen einen in der Not gratis helfen. Heute wird egoistisch geerbt und der kranke Leib des Vaters wird respektlos in öffentlichen Gratis Einrichtungen abgeladen. Das muß ein Ende haben.

    Die Umstellung wird man natürlich nur schrittweise machen können, es ist hoch an der Zeit damit anzufangen.

    1. @ Eva-Maria

      Wie hoch ist der Aufwand der Nächstenliebe bei unerträglichen Schmerzen bei der Diagnose Krebs?

      Wo Sie sein wollen, da waren wir schon einmal mit Feudalismus und Kirche.

      Wenn das so prachtvoll war, warum gab es 1789 die Französische Revolution?

      Die Kirche gibt es „Gott sei Dank“ parallel dazu.

      Soli-Dosen können wir überall hinstellen, wir müssten sie vor Betrug und Diebstahl schützen!?

      Somit hätten wir Otto von Bismarck verstanden, der auf die Abtrennung des klerikalen Einflusses auf den Staat drängte und damit die SOZIALVERSICHERUNG befürwortete.

    2. Und am Lachen erkennt dann jede sofort, wer ‚eigenverantwortlich‘ genug war, Geld zu verdienen, und wer zu ‚unverantwortlich‘ war um für die Zähne ein paar Tausend euronen zurückzulegen.

      Erinnert mich stark an eine moralische Fabel, due uch als Kind lesen musste, über die arbeitsamen Ameisen und die singende Grille, und dann kam der Winter …

      Stimmte schon damals nicht für mich.

    3. Liebe Eva Maria,
      in den USA gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung, das heißt, wer es sich nicht leisten kann hat Pech gehabt und verreckt auf dem Rasen vor einem Krankenhaus, weil er keine Versicherungskarte hat. Ich denke so einfach ist die Sache nicht, Sie können aber gerne am Kräutersud rühren, während sich ihr Kind vor Schmerzen krümmt und kurz vor einem Blinddarmdurchbruch steht. Für Medizin aus der Natur braucht man Zeit, die oft bei akuten Erkrankungen nicht zur Verfügung steht.
      Ich denke, dass gerade das solidarische Gesundheitssystem verhindert dass Menschen durch den Rost fallen, denn es gibt manchmal Situationen im Leben, da kommt man ganz unverschuldet in eine schwierige Situation.

    4. Interessante Reaktionen.
      Ich glaube, man hat hier viel zuviel Angst. Niemand wird an Schmerzen verrecken oder eine Not OP nicht bekommen oder behindert irgendwo liegengelassen werden.

      Man weiß leider nicht wie die Natur funktioniert.
      Es ist in Wahrheit so, daß IMMER NUR der Körper sich selber heilt und nicht diese Krankmachindustrie.
      Und je besser man das versteht umso weniger Angst hat man, denn die Natur machts automatisch richtig.

      Heute sterben in D zwischen 30.000 und 60.000 Personen an Medikament Nebenwirkungen und es gibt die resistenten Krankenhauskeime, die die Krankenhäuser zu den gefährlichsten Orten des Landes machen. Pro Jahr!

      Alles nur vom ZUVIEL und wegen der grassierenden Forschungsbesserwisserei und den unzähligen Medikamentengläubigen.

      Diese Überversorgung führt vom Regen in die Traufe und heute ist fast schon keiner über 60 mehr wirklich gesund und medikamentfrei.
      In Weltregionen mit schlechterer Gesundheitsfürsorge und funktionierenden Familien- ohne überbordendes Sozialversicherungssystem- GEHTS heute den Menschen BESSER. Sie sind fruchtbar und haben Kinder über Kinder!! Es sterben die Leute dort nur am dreckigen Wasser und nicht an Ärzte- und Pharmafehlern.

    5. @EVA MARIA – Ja unsere Selbstheilungskräfte sind wunderbar. Nur, wenn es um die Notfallmedizin geht, sehe ich es anders. Wenn ein chirurgischer Eingriff notwendig ist um zu überleben, da helfen keine Pflanzen mehr.

      Natürlich gibt es auch aus Pflanzen Notfallmedizin, die tatsächlich Herzinfarkte durchtauchen läßt oder eine eventuelle Gallenoperation erübrigt.

      Unabhängig davon ein Solibeitrag von 50,– oder 100 Euro tut niemand weh. Wenn dann tatsächlich wer freigestellt wird ohne Lohnfortzahlung, dann ist dem geholfen, so dass der nicht auch noch sein Dach übern Kopf verliert.

    6. ät Eva-Maria:
      Genau. Eigenverantwortung. Jeder ist doch seines Glückes Schmied. Und wer es nicht vom Tellerwäscher zum Millionär schafft, hat es nur nicht genug gewollt.

      Über soviel Rückschritt und Restauration kann ich nur noch traurig den Kopf schütteln. Wo sind wir nur hingeraten? Hundert Jahre Entwicklung des Sozialgedankens auf dem Müllhaufen der Geschichte?

      🙁

  7. @Eva Maria,

    es soll jeder seine Meinung vertreten, aber ich denke nicht, dass Sie wirklich glücklich wären, wenn man Ihre Ideen in die Praxis umsetzt.
    Eine Blinddarmentzündung mit Komplikationen, ein Fahrrad Sturz mit schweren Verletzungen, um einfach mal irgendwelche Alltags Beispiele zu nennen, und Sie sind entweder ruiniert oder tragen im günstigen Fall u.U. lebenslange Folgen, im ungünstigen Fall kann fehlende medizinische Versorgung auch tödlich enden.
    Ich möchte nicht in einer medizinischen Welt eines Charles Dickens oder davor leben.

    1. Sie sollten genauer lesen Hans, dann ist mehr Glück,

      mein NEIN bezieht sich (nur) auf die ersten paar Sätze des Artikels.

      Es ist nicht so, daß es in meinem Fall keine Solidargemeinschaft gibt, sondern es gibt nur die heutige nicht mehr, und die persönliche Lebensumgebung wird zur Solidargemeinschaft.

      Es ist das „Persönliche“, was der Autorin an diesem Vorfall so gut gefällt. Sie nennt es auch: NEUE Solidarität. Und das ist auch richtig. Denn so solls sein. So eine „persönliche“ Solidargemeinschaft lässt sich auch nicht ausbeuten, sondern justiert automatisch nach.

      Sehr richtig und wichtig ist auch der Hinweis aufs REALE TUN!

    2. Es geht trotzdem viel mehr ohne Medikamente und Eingriffe, als wir alle glauben. Ende Dezember 2020 hatte ich einen Meniskus-Anriß oder Abriß. Letztendlich weiß ich es nicht, weil ich aus dem MRT (Premiere) ausgestiegen bin, weil ich wußte, daß das auf keinen Fall gesund sein kann. Bevor ich das Gefühl ertrage von außen zerquetscht zu werden und von innen zu platzen, bekomme ich das mit dem Knie schon irgendwie hin. Der Orthopäde wollte mich mich Cortison- oder Hyaluron-Säure oder etwas Ähnlichem wie Cortison spritzen, das habe ich alles dankend abgelehnt und gefragt, ob ich Sport treiben darf. Ja, meinte er, wenn’s nicht geht, komme ich eh wieder und dann macht er eine Arthroskopie. Ob ich Schmerzmittel wollte, war noch die Frage. Irgendetwas Alternatives war natürlich kein Thema. Zu diesem Zeitpunkt war das Gröbste mit täglichen Quarkwickeln und Jin Shin Jyutsu = Hände auf bestimmte Punkte auflegen schon vorbei, und ich habe die Schmerzmittel dankend abgelehnt, und ich war schon wieder ziemlich bewegungsfähig und schmerzfrei. Der Orthopäde hat mich nicht mehr gesehen. Yoga, Radfahren, schwimmen und 1100 Höhenmeter gehen – komplett schmerzfrei möglich. Gemerkt habe ich das Knie anfangs nach längerem Sitzen nur dann, wenn ich zu wenig Wasser getrunken hatte, und der Körper bei seiner Heilarbeit durch Wassermangel behindert wurde. Als ich das erkannt hatte, war das Thema auch erledigt.

    3. @Claudia
      danke für Ihren Bericht.
      Sie haben die richtige Wortwahl gewählt: den Körper bei SEINER HEILARBEIT unterstützen.
      Genau so gehts wie Sie es gemacht haben.
      Bravo!
      Yoga ist perfekt, geht auch in kleinsten Wohnungen.

      PS: ich nütze die Gelegenheit um auf die Gesundheitsvorträge des Dr. Walter Veith auf youtube, hinzuweisen, Zoologe, Nahrungsphysiologe, sein Adventistentum soll niemand abschrecken der anderer Religion ist, es sind allgemeine Wahrheiten, die er ausspricht. ( zB zu Milch, Fleisch, Soja, Phytoöstrogene)

  8. Freundschaften sind wie Herdenimmunität. Um sie zu bewahren, muss man sie pflegen. Aber um sie zu überhaupt erst zu erreichen, muss man einander begegnen und zu vertrauen lernen. Und so wenig wie man sich Liebe kaufen kann, kann Freundschaft per Spritze verabreicht werden, egal wie viele Spritzen man zu verabreichen gedenkt.

    1. @ knurrenden Kurt

      Ich empfinde es als Heuchelei derart auf Solidarität zu pochen, dass Gesunde sich mit mRNA-“Impfungen“ behandeln lassen sollen, um andere zu “schützen“, die sich nicht derart behandeln lassen können. Vor allem, wenn derartiges Pochen über Smartphones geschieht, in denen reichlich Rohstoffe stecken, die von afrikanischen Kindern illegal aus Minen geholt werden, damit der Pocher (nein, ich meine nicht DEN Pocher, sondern den Pochenden) nicht zu viel Geld für sein Gadget ausgeben muss – um nur ein Beispiel von unsäglich vielen pochenden Beispielen zu geben, die Heuchelei mit Gutmenschseinwollen überpinseln. Erst recht, wo sich mehr und mehr herausstellt, dass die “Impfungen“ bei Weitem nicht halten können, was ihnen vor nicht allzu langer Zeit alles angedichtet worden ist. So wird aus vermeintlicher Solidarität ruckzuck eine Singularität und es entsteht aus dem “Schutz“ Einzelner Unvorhersehbares für immer mehr Menschen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Singularit%C3%A4t_(Systemtheorie)

      Zumal bei den aktuellen “Impfungen“ die NNT, im Kontext einer nicht wirklich “todbringenden Seuche“, genau in diese Richtung deutet, aber Variantenbildungen durch “Impf“geschehen noch gar nicht einbezogen sind. Und wenn Ungeimpfte durch derart “Geimpfte“ infiziert werden, steht jegliche Forderung von Solidarität ziemlich armselig da.

  9. Echte gelebte Solidarität wäre es, wenn die geimpften Arbeitskollegen bei Magna auch nicht in die Kantine gehen würden. Zusammen arbeiten, zusammen stehen, zusammen essen. Aber es gibt sicher welche, die sulen sich in Schadenfreude, weil der ungeimpfte Kollege draußen bleiben muss. Da ist sicher irgendwo ein Schild. Gleich neben dem Schild für Hunde.

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