Die Gesamtsterblichkeit scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne? Update 21.9.2021

Dieses Update schließt Sterbefälle bis zur Kalenderwoche 36 ein. Zusätzlich gibt es zwei neue Abbildungen. Seit Beginn der Impfkampagne starben etwa 31.000 Menschen mehr als im gleichen Zeitraum 2020 und etwa 29.000 mehr als im Mittel dieses Zeitraums über die Jahre 2017 bis 2020. Im Vergleich zu 2020 tragen die Hochbetagten, also die Gruppe über 85 Jahre, kaum zur Übersterblichkeit bei. Sehr wohl aber im Vergleich zu 2019. Der Trend zur Übersterblichkeit scheint sich leicht auszuweiten. Mittlerweile ist liegen die Sterbezahlen sogar schon deutlich höher als in 2018, als es eine heftige Grippewelle gab.

Von Gastautor Dr. Anton Stein

Anfang August schätzte ich, dass in Deutschland seit Impfbeginn rund 28.000 Menschen mehr als im gleichen Zeitraum 2020 starben. Je nach Zählweise kam ich auf 24.000 bis 33.000 Menschen. Seit der ersten Schätzung sind nunmehr weitere 35 Tage hinzugekommen,

Basis dieser Analyse sind die neuesten Destatis-Tabellen [1], die Sterbefälle bis zum 12. September bzw. zur Kalenderwoche (KW) 36 umfassen. Demnach starben seit Impfbeginn (KW 53 2020) bislang 31.190 Menschen mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2020 (ebenfalls 37 Kalenderwochen) bzw. 28.885 Menschen als im Mittel der vergleichbaren Zeiträume 2017 bis 2020.

Alleine schon der Vergleich der Schätzwerte vom August, also rund 28.000, gegen nunmehr 29.000 bis 31.000 deutet an, dass der Trend Richtung Ausweitung der Übersterblichkeit geht. Dabei ist stets zu bedenken, dass von Nachmeldungen und Korrekturen nur das Jahr 2021 und da besonders die letzten Wochen betroffen sind, nicht aber die Vorjahre. Zum Beispiel beträgt das Plus an Todesfällen durch Nachmeldungen zwischen dem 9. August und dem 20. September bei Zählung alleine bis zur KW 26 schon 978. Daher sollten die Schätzungen zu Übersterblichkeit sogar noch als momentanes Minimum verstanden werden.

Eine Ausweitung der Übersterblichkeit deutet auch der Verlauf der Differenzen akkumulierten Todesfallzahlen aus 2020 und 2021 an (Abb. 1). Der Abfall um den Tag 230 wurde durch den Peak der Sterblichkeit während der Hitzewelle um den 12. August 2020 verursacht. Seitdem scheint sich die Sterblichkeit im Vergleich zu 2020 wieder zu beschleunigen.

  1. Zeitverlauf der Differenz der Sterbezahlen 2021-2020
    Zum Vergleich siehe Abb. 1 aus Teil 2 der Serie und Abb. 2 des Updates 2021-09-08. Die letzten beiden Punkte sind neu, alle anderen inklusive aller Korrekturen. Bitte beachten, dass hier, im Gegensatz zu den folgenden Abbildungen, streng die Kalenderjahre 2021 und 2020 gezählt wurden, d.h. ohne die letzte Kalenderwoche des Vorjahres.
    Basierend auf „Sonderauswertung Sterbefälle“ vom 21. September 2021, Destatis [1].

Bei den meisten der bisherigen Auswertungen gab es keine relevanten Veränderungen, dafür aber eine Stabilisierung. Ich verzichte daher auf die Neuauflage aller bisherigen Abbildungen und Tabellen.

Bei der Darstellung des relativen Risikos 2021 zu 2020 in Bezug auf Sterbefälle in den jeweiligen Alterskohorten (auf Basis des jeweiligen Bevölkerungsanteils zu Jahresbeginn) gab es leichte Verschiebungen (Abb. 2). Erstmals liegen relativen Risiken (= risk ratio, RR) der Alterskohorten 35-39 und 40-44 numerisch über der 1 (also verhältnismäßig mehr Sterbefälle 2021), die der Kohorte 30-34 Jahre erhöhten sich genau auf die 1, und das RR der jüngsten Altersklasse robbte sich nach oben an die 1 heran. Die Fehlerbalken zeigen allerdings, dass dieser Trend in diesen Altersklassen noch weit weg von statistischer Signifikanz ist. Den stärksten Ausschlag beim RR zeigen die Altersklassen 45-49 mit 6,18% und 75-79 mit 6,13%. Die Übersterblichkeit aller Altersklassen zwischen 45 und 84 Jahren ist statistisch signifikant.

  1. Relative Sterberisiken 2021 zu 2020 seit Impfbeginn bis zur KW 36
    Sowohl für 2021 als auch für 2020 wurde die letzte Kalenderwoche des Vorjahres mitgezählt, mithin die Sterbezahlen über je 37 Wochen. Die Fehlerbalken zeigen die 95% Konfidenzintervalle an. Als Impfbeginn in Deutschland gilt der Sonntag, der 27. Dezember 2020, die KW 53 begann am 28. Dezember 2020. Abweichungen nach oben deuten eine Übersterblichkeit an.
    Zum Vergleich siehe Abb. 1 aus Teil 3 der Serie bzw. Abb. 3 des Updates 2021-09-08.
    Basierend auf „Sonderauswertung Sterbefälle“ vom 21. September 2021, Destatis [1].

Durch Kommentare zu dieser Serie und eigene Überlegungen angeregt zeige ich nunmehr erstmals den entsprechenden Vergleich 2021 zu 2019 (Abb. 3). Die meistens Punktschätzer liegen ebenfalls über der 1 (d.h. Übersterblichkeit), allerdings überraschen 3 Kohorten (0-29, 30-34 und 80-84) mit negativen Punktschätzern, im Falle der jüngsten Kohorte und der zweitältesten Kohorte sogar mit signifikant negativen Punktschätzern. Ich habe momentan keine Erklärung für diese Phänomene. Vielleicht können die Leser Anregungen geben. Rein mathematisch können solche Abweichungen durch eine Untersterblichkeit in 2021 wie auch eine Übersterblichkeit in 2019 erklärt werden.

Die scheinbar kleine Abweichung im RR bei den über 85jährigen nach oben um 3,42% (Abb. 3) sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dabei um ein Plus von rund 21 500 Sterbefällen geht, was sich bei rund 273 000 Sterbefällen in dieser Altersklasse in 2021 natürlich relativiert. Das absolute Plus in diese Altersklasse im Vergleich 2021 zu 2020 (Abb. 2) betrug etwa 13 500 Sterbefälle (bei einem RR von nur 0,22%).

  1. Relative Sterberisiken 2021 zu 2019 seit Impfbeginn bis zur KW 36
    Sowohl für 2021 als auch für 2019 wurde die letzte Kalenderwoche des Vorjahres mitgezählt, mithin die Sterbezahlen über je 37 Wochen. Die Fehlerbalken zeigen die 95% Konfidenzintervalle an. Als Impfbeginn in Deutschland gilt der Sonntag, der 27. Dezember 2020, die KW 53 begann am 28. Dezember 2020. Abweichung nach oben deuten ein Übersterblichkeit an.
    Basierend auf „Sonderauswertung Sterbefälle“ vom 21. September 2021, Destatis [1].

Insgesamt bleibt es aber dabei: Sowohl im Vergleich zu 2020 als auch im Vergleich zu 2019 gab es in 2021 eine Übersterblichkeit, und zwar im Bereich von 3 bis 6% über der üblichen Sterblichkeit in fast jeder Alterskohorte.

Weil anscheinend die Schätzer 3-6% Übersterblichkeit bzw. (seinerzeit) rund 28 000 zusätzlicher Tote seit Impfbeginn viele noch nicht beeindruckte, abschließend noch ein Blick auf die Anzahl Verstorbener in den letzten Jahren, alles basierend auf den ersten 36 Kalenderwochen plus der letzten Kalenderwoche des Vorjahres (Abb. 4). Ich denke, dass hier das Problem mit dieser Impfkampagne deutlich wird. Mittlerweile übertrifft die Sterblichkeit im Jahr 2021 sogar jene des Jahres 2018, in der eine heftige Grippewelle wütete. Wie bereits oben geschrieben, sollte bei allen Vergleichen zu den Vorjahren bedacht werden, dass wegen Nachmeldungen und Korrekturen sich die Zahlen für das Jahr 2021 eher noch erhöhen sollten, nicht aber die Zahlen der Vorjahre.

  1. Anzahl Verstorbener bis zur KW 36, 2017 bis 2021
    Für jedes Jahr wurde die letzte Kalenderwoche des Vorjahres mitgezählt, mithin stets die Sterbezahlen über je 37 Wochen.
    Basierend auf „Sonderauswertung Sterbefälle“ vom 14. September 2021, Destatis [1].

Referenzen

  1. Destatis, Sonderauswertung Sterbefälle. Dokument vom 21. September 2021.
    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Dr. Anton Stein (Pseudonym – richtiger Name ist der Redaktion bekannt) ist promovierter Apotheker mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Pharma-Branche. Aus Rücksicht auf seine Familie möchte er nicht, dass sein Name genannt wird.


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.



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Gesamtsterblichkeit in Deutschland scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne?

Die Gesamtsterblichkeit scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne? Teil 3: Vergleich von Alterskohorten

Gesamtsterblichkeit in 2021 erhöht – Effekt der Impfkampagne? Teil 2: Auswertung nach Kalenderwochen, groben Alterskohorten und Bundesländer

Die Gesamtsterblichkeit scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne?

68 Kommentare zu „Die Gesamtsterblichkeit scheint sich 2021 zu erhöhen – Effekt der Impfkampagne? Update 21.9.2021

  1. @ Dr. Mayer

    Die Biologie darf auch atomar denken, Prof. Treviranus, der Nestor der Biologie, zeichnete in der Freizeit gern Tiere und Pflanzen en detail.

    Unterhalb der Zelle bzw. des Spike-Proteins ist noch ein bissel PHYSIK:

    https://www.androidkosmos.de/strom-toetet-corona-viren-wissenschaftler-machen-wichtige-entdeckung/

    DARÜBER dürfen sich nun auf diesen „heilenden“ Ursachenkomplex „Elektrosmog“ STUDIEN und STATISTIKEN konzentrieren.

  2. Und dann stehen sie da, alle Fraktionen, außer einer und rufen die Menschen auf sich schnellstens impfen zu lassen. Vielleicht war es Satiere und ich habe das ganz falsch verstanden. Narrisch guat, Leilei, Helau!

  3. Geht auch schon los, mit steigenden Krebsfällen lt. einem Arzt aus USA.
    mRNA-Impfung als Turbo-Sterbehelfer.

    1. Eine Grafik direkt aus Euromomo dazu. Sie zeigt die Übersterblichkeit bei den unter 75-Jährigen. Die älteren Jahrgänge sind unauffällig.

      (hellblau = 2021, dunkelblau = 2020, schwarz = 2019)

      Hoffe, der Link funktioniert:
      https://ibb.co/LSh2vpL

    2. @samadhi

      ja genau. man kann übrigens links auch die Jahre davor auswählen. in keinem Jahr seit 2016 wars so schlimm wie 2021. und niemand wundert sich?

    3. @suedtiroler und samadhi
      Ein Problem bei diesen Abbildungen von Euromomo sehe ich darin, dass die über alle Staaten mitteln.
      Nun war es aber so, dass einige große Staaten, nämlich mindestens Spanien, UK, Belgien, Niederlande und Schweden im März und April 2020 (Schweden sogar bis in den Mai) bei der Sterblichkeit kräftig nachgeholfen haben, und zwar vor allem mit Morphin plus Midazolam. Daneben mit vielfach viel zu früher Intubation. Beides betraf gerade die älteren. Und diese erzeugte Übersterblichkeit sieht man in diesen kumulativen Kurven, und da kumulativ, kann die auch nicht mehr weggehen.

    4. @Anton Stein
      ist sicher richtig, aber:
      wir sprechen nicht von 2020 sondern von 2021.
      und auch nicht von den Älteren sondern eben von jüngeren und mittleren Altersgruppen (15-65)
      leider lässt sich bei Euromomo das nicht pro Land vergleichen sondern nur insgesamt, aber wenn hier 2021 (trotz all der Massnahmen und Lockdowns) die deutlichst höchste Sterberate für diese Gruppen seit 2016 aufweist, dann sollte das nachdenklich machen und die Frage stellen, was ist heuer anders?
      die Delta-Variante kann es nicht sein, die ist weniger gefährlich als die Wuhan Variante und auch laut allen Statistiken starben offiziell heuer weniger an Covid.
      Also was könnte der Grund sein? hmmm

  4. Naja, die Differenz 2021 zu 2019 ist ja nicht nur das Virus. Kinder sind häufiger zu Hause geblieben, somit weniger Wegeunfälle/Unfälle im Straßenverkehr, beispielsweise. Es gibt doch viele Todesursachen. Wenn man die im Einzelnen anschaut, kann man sicher darauf kommen, warum hier eine Zahl unter 1 rauskommt. Nicht alles ist SARS-CoV-2 untergeordnet.

  5. Wie groß ist eigentlich der Anteil jener, die durch den Angstterror in den Selbstmord getrieben wurden?

    Und: Wie sagte das Orakel Bill 2020 so überzeugend? You know, we have to prepare for the next one!

    Did we prepare WITH the next one, Bill?

  6. Sind diese Zahlen normiert relativ zum Bevölkerunszuwachs? Sonst wären sie genauso falsch wie viele Covid Statistiken. Natürlich sterben mehr Menschen wenn die Bevölkerung wächst.

    1. @Karl Svozil
      Die beiden hier gezeigten Abbildungen mit dem „risk ratio“ (2021 zu 2020 bzw. zu 2019) sowie alle ähnlichen aus früheren Versionen sind selbstverständlich auf die Bevölkerungsanzahl zu Jahresbeginn in der jeweiligen Altersklasse bezogen. Also die Sterbezahlen 2020 auf den Status am 31.12.2019 und die Sterbezahlen 2021 auf den Status am 31.12.2020.

  7. Interessant wäre, noch die Impfquoten zu den einzelnen Altersstufen zu wissen. Das, was das RKI bzw. Destatis liefern ist viel zu grob (nur drei Altersklassen! Absicht?). Mir ist es auf die Schnelle nicht gelungen, eine detailliertere Darstellung zu finden.

    Bei meiner Suche fand ich etwas ganz anderes: Die „Auffrischungsimpfungen“ sind bereits voll im Gang, und das obwohl es bis heute (nach meiner Kenntnis) keine Empfehlung der STIKO dazu gibt. Bis dato (die neueste Tabelle des RKI stammt von heute, 23.9.21) fanden bereits 486.579 solcher Drittimpfungen statt. Die ersten zwei bereits am 1.6.21. Am meisten impft Nordrhein-Westfalen nach mit alleine 127.633 Impfungen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 88.185 Impfungen. Biontech ist davon mit 463.531 Impfungen erneut Klassenbester.

    1. @Michael R.
      Vielen Dank für die Informationen!
      Na, da würde ich sagen, dass sich die Probleme mit der Pflegeversicherung bald lösen werden. Vielleicht auch jene mit den Beamtenpensionen …
      Die Politik scheint derart ungeduldig, dass die anscheinend gar nicht mehr die Effekte von ADE abwarten wollen.

  8. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html

    Es gibt keinen Impfstoff, aber schon Medikamente.

    Wir sprechen von Anfang der 1980-er Jahre, 40 Jahre später.

    Der Schimpanse zeigt sich resistent.

    Der Mensch hat keine gerade niedrigere Sterblichkeit dadurch.

    Wir sahen gerade in der Covid-19-Pandemie Regenbogen-Flaggen.

    Der politische Wille ist die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe.

    Zwei Personen pro Haushalt kommt mir bekannt vor.

    Der Covid-19-Blog der ARD wurde gestern beendet.

    1. Ich beschäftige mich oft beruflich mit der Chaostheorie.

      Mir wird nachgesagt, ich sei ein sehr herzlicher Mensch.

      Ich möchte Ihnen einen kurzen Einblick gewähren.

      Wir sprachen kürzlich über den ersten Dominostein.

      Würde uns heute noch etwas die Ausrottung der Schimpansen nützen? Vor über 40 Jahren stellte sich die Frage anders, wir wussten aber NICHTS von speziellen Übergängen Tier-Mensch und umgekehrt.

      (Die nackte Eva wurde von der nackten Schlange zur Pflückung der Apfelsine verführt. HINTERHER sind wir immer schlauer, dann ist es oft ZU SPÄT. (Eine Definition von Chaostheorie unter Hinzuziehung von Albert Einstein.))

      Wir müssen mit Viren leben, so wie sie kommen.

      Ich bin eine herzliche Warnerin, die Jahre 2019 und davor in 2021 und später als Rückruf zu sehen.

      Es kömmt drauf an, die Menschensterblichkeit – im humanen Sinne – zu verändern.

      Ich verstehe EUCH/SIE: Der Mensch hat einen TRIEB, er möchte den Gegenbeweis zur Macht erbringen. Er hat LUST seine Vorstellungen umzusetzen, ihm fällt sehr schwer ZU TOLERIEREN und ZU AKZEPTIEREN (Eine Definition von Rebell.)

      Jeder Mensch ist in gewisserweise Rebell. Nur so funktioniert lebendige Erde mit Sonne, denn der „Rebell mit Denkgehirn“ bewegt sich dabei, um Sonnenenergie zu verbrauchen.

      Über den „Bewegungsradius“ entscheidet das Alter des Herzes und das Portemonnaie.

      Wir im Blog sind eine Maximierung der Immobilität, es scheint eine Herzenssache und/oder Sache des zu kleinen Portemonnaies zu sein.

    1. @unknown
      Ja, der Artikel aus den Nachdenkseiten wirkt professionell.
      Aber: Der Autor bezieht bei seinen Modellierungen sich im Wesentlichen auf die „Coronatoten laut RKI“.
      Nun wissen wir aber längst, dass allenfalls irgendwo zwischen 2 und 20% (und höchstwarhscheinlich im unteren einstelligen Prozentbereich) der angeblichen Coronatoten laut RKI wirklich AN COVID-19 verstarben.
      Da würde ich sagen: Garbage in – Garbage out.

  9. Und dabei haben wir noch ein ganzes Quartal vor uns und es sind nur die erfasst, die relativ kurz nach der Impfung verstorben sind. Man kann nur ahnen, was in den kommenden Jahren an Spätfolgen noch dazu kommen wird. Eine Verbindung mit den Impfungen ist dann erst recht kaum noch möglich. Ausserdem hat Gesundheitsminister Spahn für 2022 bereits jetzt 206 Millionen Impfdosen bestellt, die wohl auch verimpft werden. —- Vergessen wir nicht, dass es schon jetzt viele Menschen gibt, die seit Monaten an teils schweren Impfnebenwirkungen leiden. Natürlich gibt es dazu keine Zahlen, es dürften aber Hunderttausende sein.

  10. Hallo Herr Stein, häufigste Todesursache bei jungen Menschen sind Unfälle. Weitreichende Einschränkungen der Freizeit- und Reiseaktivitäten hatten wir sowohl 2020, als auch 2021. Dies gilt auch für den Arbeits- und Ausbildungssektor. Im Homeoffice, Homeschooling usw. entfallen die Wegeunfälle. Im Vergleich zu 2020 sieht man darum keinen Unterschied, wohl aber zu den Vorjahren. Die Impfungen junger Menschen kommen erst allmählich ins Spiel, sie können noch keinen sichtbaren Abdruck hinterlassen haben. Die Untersterblichkeit bei den Alten ist vermutlich ein Harvesting-Effekt.

    1. @Illi Lütten
      Ja, das könnte eine Erklärung sein. Bitte aber auch beachten, dass die von Destatis vorgegebene Kohorte mit „0-29“ riesig ist und dass in dieser Kohorte die Säuglingssterblichkeit nach wie vor einen erheblichen Anteil hat. Es könnte also durchaus auch so gewesen sein, dass die Säuglingssterblichkeit 2019 aus irgendeinem Grund höher war.

  11. Ich darf nochmals den Herrn „promovierter Apotheker mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Pharma-Branche“ darauf hinweisen, dass er zumindest in seinem letzten Diagramm, wo Absolutzahlen stehen, genau denselben Fehler macht wie der „Erbsenzähler“ den Covid-Statistiken nachsagt: Absolutzahlen haben wenig Aussagekraft wenn diese nicht durch die Gesamtbevölkerung dividiert werden; und sogar das ist nicht gut, denn eine „junge“ Bevölkerung stirbt „weniger“ als eine „alte“.

    1. „Absolutzahlen haben wenig Aussagekraft“

      Das ist so auch nicht richtig. Es kommt auf die Fragestellung, die gesuchte Aussage an.

      Absolutzahlen sagen uns anschaulich etwas über die Dimension eines Geschehens aus.

      Sinnvoll wäre daher die umfassende Darstellung: absolut UND anteilmäßig auf Referenzgruppen (etwa Gesamtbevölkerung) bezogen.

    2. Herr Svozil, Ihr grundsätzlich richtiger Einwand läuft in diesem Fall ins Leere. Aufgrund der demographischen Struktur laufen momentan vermehrt Menschen ins Sterbealter hinein. Die festgestellte Übersterblichkeit betrifft dieses Jahrgänge aber gerade NICHT. Davon abgesehen ist auch die Größenordnung des jährlichen Zuwachses zu gering für eine mögliche Erklärung.

    3. @Karl Svozil
      Ich schließe mich der Antwort von Ulli Lütten an.
      1. Zur Frage der Bevölkerungskorrektur siehe meine Antwort oben.
      2. Die Bevölkerung Deutschlands hat laut Destatis von Ende 2019 zu Ende 2020 sogar leicht, nämlich um rund 11 000 Personen, abgenommen.

  12. Wenn man einfach mal den zeitlichen Verlauf der Übersterblichkeit (2021 gegenüber Vorjahre) über den zeitlichen Verlauf der Impfkampagne legt, wird alles klar erkennbar….

  13. Interessant ist vor allem, dass die relativ höhere Übersterblichkeit 21 mit den CoVid-Todeszahlen überhaupt nicht korreliert. Die 3. CoVid-Welle begann in Österreich ja ca. Mitte Februar (ca. Tag 50) und erreichte ihren Peak bzgl. Infektionszahlen ziemlich genau am 1. April (Tag 93). Die Sterbezahlen laufen in ca. 14 Tage Abstand hinterher, da ja kein CoVid-Infizierte blitzartig verstirbt. Nehmen wir also Tag 64 bis Tag 107.
    Die amtlichen CoVid-Todesfallzahlen erhöhten sich in diesem Zeitraum von ca. 20 pro Tag auf 30-35 CoVid-Todesfälle pro Tag. Genau in diesem Zeitraum fällt die Übersterblichkeit 2021 vs. 2020 aber steil ab.
    Da ist also überhaupt keine Korrelation vorhanden, somit kann CoVid kein Grund für diese höhere Übersterblichkeit 2021 sein.

    Wenn man sich allerdings den Impffortschritt anschaut, dann wurden gleich im Jänner ja die Höchstrisikogruppen (gebrechliche Alte in den Pflegeheimen) geimpft. Auch bei den Impfungen kippen natürlich nicht alle blitzartig tot um, der Nachlaufeffekt lässt sich schwerer beziffern, bei ohnehin schon todesnahen, gebrechlichen Alten wird er aber eher niedrig sein. Auffällig ist auch, dass diese schon im Jänner Erstgeimpften offensichtlich sehr schnell Zweitgeimpft wurden. Das Impfdashboard des Gesundheitsministeriums zeigt schon in den ersten 2 Februarwochen einen Anteil von 80 – 90% an Zweitimpfungen (also nur gerade einmal 3 Wochen Abstand statt der jetzigen 6).
    Da hätten wir also schon einmal eine hohe Korrelation mit dem Anstieg der Übersterblichkeit 2021 von Tag 0 bis 50.

    Was auf den ersten Blick scheinbar nicht ganz passt, ist dann der Abfall der Übersterblichkeit von Tag 50 bis Tag 100. Denn die Impfraten erhöhten sich in diesem Zeitraum, da schrittweise immer mehr Impfstoff verfügbar wurde. Geimpft wurden da aber schon die fitteren Alten oder überhaupt Kerngesunde, die in exponierten Berufen (z.B. Gesundheitswesen) tätig waren. Laut Impfdashboard gab es über Wochen fast nur Erstimpfungen. Einen höheren Anteil Zweitimpfungen gab es dann erst wieder ab dem 22.3. (Tag 84). Bei Gesünderen dürfte der Nachlaufeffekt höher sein, da diese eben nicht todesnahe sind und der Körper sich länger versucht am Leben zu erhalten und außerdem die angenommene Schädlichkeit einer Impfung erst bei der 2. Dosis relevanter sein. Interessant ist die Abflachung des Übersterblichkeits-anstiegs im Zeitraum Tag 130 – 150. Denn auch die Rate der Zweitimpfungen flachte zunächst Ende April/Anfang Mai (also um den Tag 120) für 1-2 Wochen nochmal ab, bevor es dann sukzessive bei Erst- und Zweitimpfungen nach oben ging. Die Rate der Zweitimpfungen verharrte dann bis Ende Juli (Tag ca. 210) auf hohem Niveau. Auch in diesem Abschnitt hätten wir also eine sehr hohe Korrelation -> Übersterblichkeit 2021 mit vor allem Zweitimpfungen.

    Jetzt kommt das ABER: Korrelation muss natürlich nicht zwangsläufig Kausalität bedeuten, wie jeder Statistiker weiß. Sicher ist jedoch, dass ohne Korrelation eine Kausalität ausgeschlossen werden kann. CoVid ist also sicher nicht Ursache der relativen Übersterblichkeit 2021. Was allerdings noch nicht ganz ins Bild passt, ist der relative Anstieg in den letzten Tagen. Denn die Impfrate (1+2. Impfungen) ist ja seit ca. Mitte August stark rückläufig. Wie sich die Übersterblichkeit 2021 vs. 2020 auch noch im Rest des Jahres entwickelt, bleibt sehr interessant.

    1. Und wir wissen auch nicht, wie die jeweiligen Impfchargen beschaffen waren. In Österreich wurde ja nach dem Tod von zwei jungen Krankenschwestern eine riesige Charge aus dem Verkehr gezogen. In dem Pathologiefilm wird über die untersuchten Impfstoffe gesagt, dass in letzter Zeit alle mit unbekannten Teilen verunreinigt waren.

  14. Um beurteilen zu können, ob eine ÜS von 3 bis 6 % wirklich etwas Besonderes ist, müsste man mehr über die natürlichen Schwankungen in den versch. Altersklassen wissen. Dazu wären viel mehr Jahre zu betrachten und dann, wie schon angemerkt, relativ zur Gesamtbevölkerung, die altert und wächst.

    1. @Ulf Martin
      Zu den „natürlichen“ Schwankungen siehe Teil 3.
      Wie dem auch sei … spannender fände ich die Entwicklung der kommenden Wochen. Wenn also diese Abweichungen noch zunehmen …

  15. Die Vermutung dass Covid nicht die Ursache der Übersterblichkeit ist, sicher zumindest nicht die von 2021 gegenüber 2020, liegt ja schon längere Zeit im Raum. Interessant wäre hier zu erfahren, bei welchen Todesursachen eine Übersterblichkeit festgestellt werden kann. Gibt es hierzu Studien? Zum Beispiel nicht behandelte Herzinfarkte, andere Atemwegserkrankungen, Selbstmorde oder durch aufgeschobene Krebsoperationen?

    1. Die Todesursachenstatistik für dieses Jahr wird es frühestens nächstes Jahr geben. Die Frage ist nur, was das bringen soll. Wenn eine Zunahme an Herzinfarkten oder Krebs dabei heraus kommt, dann könnte das ja sowohl auf unbehandelte Erkrankungen als auch auf Impfschäden hin deuten.

      Es wird von den Pathologen abhängen, hier einen kausalen Zusammenhang mit den Impfungen nachzuweisen oder zu widerlegen. Ein paar (Peter Schirmacher, Arne Burkhardt, Walter Lang) haben sich zwar bereits aus der Deckung gewagt, deren Ergebnisse werden jedoch medial weitgehend unter den Teppich gekehrt.

    2. @ Abi

      Das ist ein Beruf der Zukunft.

      Reiseveranstalter zu den LOST PLACES der UNTER-DEN-TEPPICH-KEHRER:INNEN der GESAMTEN MENSCHHEITSGESCHICHTE.

      Es sind lange Reisen mit sehr kurzen Etappen.

      Das spüren alle politischen Klassen dieser Welt gerade auch.

      Der Eisbär kam mit Fell am Nordpol zur Welt, und wir nackt „im Winter“ Zentraleuropas.

      „Wir waren immer am falschen Ort unserer Natur.“

      Unsere herausragende Leistung besteht im Frieden „in uns“ seit dem 8. Mai 1945. Frieden ist Akzeptanz und Toleranz.

      Das nahe gelegene Kosovo hat eine andere jüngere Historie, wer wöllte sie gerade JETZT und HIER?

    3. @Kriegsgegner
      Mag sein, dass dies (die Frage nach den Ursache) interessant wäre. Aber es werden ja derart viele Nebelkerzen geworfen, dass ich fürchte, dass man so nicht weiter kommt.
      Viel wichtiger erscheint mit die simple Frage: Tötet die Impfung: Ja oder Nein?
      Im Teil 3 hatte ich schon mal auf meinen Artikel zu Gibraltar verwiesen:
      Stein A., Gibraltar: Hohe Todeszahlen kurz nach der Corona-Impfung. Impf-report Mai 2021, Nr. 128/129, S. 38-44
      In Gibraltar wurde zwischen dem 10 und 29 Januar 2021 praktisch die gesamte erwachsene Bevölkerung erstmalig mit dem PfiBi-Zeugs geimpft, rund 26 000 Menschen. Dazu noch diese Information: In den Januaren 2010 bis 2020 starben im Mittel 29,3 Menschen in Gibraltar insgesamt, eben in einem Januar. Im Januar 2021 waren es aber mindestens 89!
      Siehe hier:
      https://c.gmx.net/@827166363612093321/Yn8IqzBtREa3xwbOBxfL4Q
      Falls Sie das Problem nicht sofort sehen: Schauen Sie ganz nach rechts.
      Auch die US-VAERS-Daten gehen in die gleiche Richtung: Es sterben ungewöhnlich viele Menschen kurz nach der Impfung.
      18-65 Jahre:
      https://c.gmx.net/@827166363612093321/O_PcYJe7Qp2qSwojLAkKVA
      und über 65 Jahre:
      https://c.gmx.net/@827166363612093321/KqVJK_cVSqKOrPdhaAN1cw
      Ist es da noch wichtig, woran die Bedauernswerten sterben?
      Wichtig ist doch, dass es sehr viele sind.
      In diesen 3 Beispielen kann man aber – logischerweise, also in der Logik ultrakurzen Beobachtung von Gibraltar und der Logik der Vakzinovigilanz – nur die kurzfristigen Toten sehen. Die, die nach 3 oder 6 oder 9 Monaten passieren, dürften nur höchst selten Eingang in solche Datenbanken finden.
      Also, obwohl Sie ja Kriegsgegner sind: Es könnte doch sein, dass Sie längst mitten in einem Krieg sind, den „die Reichen gegen die Armen“ führen, wie das Warren Buffett mal genannt hat.

  16. In der Altersgruppe 0 bis 34 haben wir einen sehr hohen Migrantenanteil (in vielen Grund- und Hauptschulen bis zu 95%). Hier wird wesentlich weniger geimpft als bei den Deutschen. Außerdem haben bei jüngeren Menschen die Impfgegner zugenommen, besonders seit dem Spahn’schen Masernimpfzwang. Bei den Ü80 könnten sich die Nachkriegsjahre noch auswirken???

  17. Da hilft nur mal wieder etwas mehr Kontext, um aufzuzeigen, was es mit den “Impfungen“ tatsächlich auf sich hat:

    https://boriquagato.substack.com/p/winter-is-coming-and-the-vaccine

    “proving this out would mean that vaccines have rekindled a fading pandemic, that they are making it worse, not better, and that they and the bigger hammer theory that will emerge from the political mess are going to mean that the northern latitudes are REALLY in for it this winter.“

    Man ahnt bereits, wie die Geschichte weitererzählt werden wird …

    1. Na! wir sind der Uschi dankbar.
      Zwischen den Kommentaren bei denen nachgedacht werden muss wirken deren Schreibübungen
      wie Yogaübungen.
      Wie zum Beispiel die Figur “ verbogene Kreuzotter mit Bandscheibenvorfall“
      Vielen Dank „Uschi“

    2. @n rudi & Maria fluegl
      23. September 2021 um 15:56 Uhr

      Lol – bis zum Hustenanfall gelacht! (Das ist garnicht gut für einen schwer Erkälteten!)

      Danke!🤣

    3. Ginge es um das Verstehen, wäre ich ich nicht hier.

      Ich freue mich über Sie, Familie Fluegel und Arturo.

      Ihre Sinne bedeuten mir viel.

      Sie mögen lieber das = WENN; DANN; SONST aus Microsoft Excel.

      Ich mag also Ihre Loyalität, da kann mit dem Frieden nicht viel schief gehen.

      Sie werden sich noch an mich erinnern können bei: „So jetzt fahren wir hier entlang, und nun warten wir bis der Aufzug kommt.“

      Schmunzeln, Ironie und Auslachen folgt eine Talsohle der Sinusfunktion, wir unterscheiden uns nicht bei der Kreisdrehung, sondern bei der Größe und der Häufigkeit der Kreise.

    4. Uschi
      23. September 2021 um 18:16 Uhr
      Orakelnd wie die Pythia von Delphi und kryptisch wie die Sibylle von Cumae … wir armen den Sinn angestrengt zu deuten Versuchenden verzweifeln schon …
      „Oh schweig nur Herz! Die rächende Sibylle
      Die über deiner Zukunft, Wehe! kreischt …“ (C. Brentano, Wiegenlied eines jammernden Herzen)
      oder gar
      „Die Sibylle mit rasendem Munde Ungelachtes und Ungeschminktes und Ungesalbtes hinausrufend dringt durch Jahrtausende mit der Stimme …“ (Heraklit, fr. B 92)
      Viele haben ihre Orakel schon falsch und verhängnisvoll gedeutet, vielleicht sollten wir einmal die Pandemie-Betreiber nach Delphi schicken, oder sind sie gar schon dort gewesen …? Oder sollten wir sie zu Ihnen schicken …?

    1. Vielen Dank für diesen Link. Wenn man die blanken Zahlen noch einmal sieht, wird’s einem schlecht. Warum machen die Ärzte das mit? Warum kehren wir nicht zum Tauschgeschäft zurück und machen uns unabhängig. Die Ärzte steigen aus diesem Schwachsinn aus, und sie werden per Gegengeschäft bezahlt. Das ist für mich die Zukunft. Wir müssen parallel was Neues aufbauen. Alle, die gute Ideen haben, raus damit – an die Öffentlichkeit. Wir lechzen danach.

    1. Unglaublich! Da haben die zwei Pathologen im Ruhestand ihr ganzes Berufsleben lang wohl nicht „wissenschaftlich“ gearbeitet? Oder mit Eintritt in den Ruhestand ist jegliches Fachwissen automatisch perdu. Ebenso ergeht es Prof. Bhakdi, Dr. Wodarg und vielen anderen.

    2. Ich frage mich, wovor haben denn die Leute, die solche Artikel verfassen lassen, alle Angst. DIE MASSE HAT MACHT, und das kapieren die Leute immer noch nicht, weil sie noch in ihren Urängsten der letzten 2000 Jahre und mehr gefangen sind. ABER: die Leute, die keine Angst mehr haben bzw. weniger, werden täglich mehr. Steht auf, sagt Eure Meinung, bezieht Stellung, seid ganz klar und voller Vertrauen. Das Licht hat schon längst gewonnen :-)).

    1. @Kora KLapp
      23. September 2021 um 16:30 Uhr
      Genauso ist es wohl, und diese fatalen „Pandemie“-Auswirkungen, die sich lähmend auf die ganze Gesellschaft auswirken, sind genauso nicht direkt messbar wie die angerichteten Schäden an Kindern und Jugendlichen. Sie können „weginterpretiert“, aber nicht weggezaubert werden. Die langfristigen Folgen werden vielleicht irgendwelchen anderen Ursachen zugeordnet werden, weil solche Zusammenhänge nicht ohne weiteres erkennbar sind, aber – sie werden eben eintreten, ob richtig interpretiert oder nicht … eine Parallele zur Verabreichung der Genpräparate, deren Folgen auch nicht der Ursache zugeordnet werden …

  18. Übrigens:
    nicht nur Todesstatistiken sind interessant, ich würde mir auch mal die Geburten anschauen!
    in der letzten Statistik die ich aus Italien veröffentlicht sah, gab es ein Minus von 22% (Dezember 2020).

    https://www.zerohedge.com/economics/italian-births-fall-22-december-exactly-nine-months-after-lockdowns-began

    Seitdem wurde nichts mehr veröffentlicht und die Jahresstatistik beim ital. Statistikamt zeigt immer noch nur die Daten bis Ende 2019, aber die Jahresstatistik 2020 wurde bis heute nicht veröffentlicht.

    http://dati.istat.it/Index.aspx?lang=en

    Hier wird wahrscheinlich die ohnehin schon nachteilige Demografische Entwicklung zur Demografischen Katastrophe und die Zukunft ganzer Länder zerstört.

    Darüber sollte ebenfalls einmal berichtet werden.

    1. @suedtiroler
      23. September 2021 um 20:12 Uhr
      Das rückt erst langsam ins Bewusstsein, obwohl es mehr über unsere Gesellschaften und ihre Zukunft aussagt als das meiste Andere … Das macht diese selbsterzeugte „Pandemie“ noch viel brisanter …

  19. Es bringt wenig, die Anzahl der gestorbenen Leute zu betrachten. Denn man kennt ja nicht die Grundgesamtheit und die ist jedes Jahr anders.
    Man kann aber die „years of life lost (YLL)“ anschauen, die verlorenen Lebensjahre. Denn der Mittelwert der durch Tod verloren gegangenen Jahre ist unabhängig von der Bevölkerungsgröße.

    1. man kann anhand der bekannten Anzahl von Personen in jeder Altersgruppe, idealerweise bis zum Einzeljahrgang aufgedröselt, sehr genau eine zu erwartende Normalsterblichkeit vorberechnen. Mit dieser vergleicht man nun die IST-Werte, und zwar idealerweise wieder für jede einzelne Alterskohorte.
      Nicht mehr und nicht weniger ist zu tun.

      Gegenwärtig sehe ich anhand der schieren Über-alle-Gesamtsterebzahlen rein gar nichts bemerkenswertes.
      Daß der Sterbeüberschuss allein vom Januar-Feb21 resultiert und mit Verstorbenen mit Cov2 vollauf erklärt werden könnte, ist ja nun eben grade wenig bemerkenswert.

      Bemerkenswert wäre es etwa, falls für Kohorten U70 irgendwelche Auffälligkeiten sichtbar würden, je jüngere Kohorten je selbstredender. Auf die Gesamtsterblichkeit würden sich solche Beobachtungen naturgemäß aber kaum niederschlagen, da diese von Sterblichkeit bei Ü80 dominiert wird.

    2. @Jens Martin
      Bitte schauen Sie in Teil 3 nach
      https://tkp.at/2021/08/21/die-gesamtsterblichkeit-scheint-sich-2021-zu-erhoehen-effekt-der-impfkampagne-teil-3-vergleich-von-alterskohorten/
      Da werden Ihre Bedenken zur Grundgesamtheit ausgeräumt. Außerdem oben im Text. Lesen hilft.
      Das YLL ist ein Konzept, dass von vielen Annahmen abhängt, aber im Wesentlichen auf Auswertungen basiert, wie in Abb 2 und 3 oben dargestellt. Wenn es dort signifikante Abweichungen gibt, muss das auch auf alle YLL-Berechnungen durchschlagen.

  20. @UdoSchlenz
    Siehe Abb. 2: Alle Alterskohorten zwischen 45 und 79 sind 2021 im Vergleich zu 2020 statistisch auffällig. Und geht es schon um einige Jahre an Leben, die verloren gehen.

  21. Hier ein Vergleich mit dem Mittelwert der Jahre 2016-2019

    Alter Abw.
    0-30 0,917
    30-35 0,939
    35-40 1,058
    40-45 1,030
    45-50 0,970
    50-55 0,967
    55-60 0,993
    60-65 1,019
    65-70 1,055
    70-75 1,024
    75-80 0,985
    80-85 1,003

    (Abweichung des Sterberisikos D vom Mittelwert seit Impfbeginn)

    Eine Frage brennt…

    Was ist da in der Kohorte 35-45 los?

    1. @Uli Lüthen
      Bitte schauen Sie im Teil 3 der Serie mal auf die Tabelle 1. Dort sehen Sie eine Anomalie in dieser Altersklasse. Die verschwand m.E. aber, wenn man die „risk ratios“ auf Basis der Populatiosgrößen der Alterskohorte betrachtet, also im Teil 3 die Abbildungen 1 bis 5; dort jeweils der dritte Punkt von links. Den Vergleich 2017 zu 2016 habe ich allerdings nicht gerechnet.
      Im Vergleich der „risk ratios“ bis zur KW 31 (Teil 3, Abb. 1) und der Abb. 2 oben fielen m.E. ja geade die Kohorten 30-34 und 35-39 auf, die einen klaren Trend „nach oben“ haben.
      Mir ist jetzt aufgefallen, dass die Populationen der Kohorte 35-39 sich anders verschiebt als die beiden Kohorten Nachbarkohorten (30-34 und 40-44). Während die Nachbarkohorten jedes Jahr um etwa 8-10000 Personen zunahm, stagnierte die Kohorte 35-39 seit 2019 weigehend. Das dürfte keine hinreichende Erklörung sein, aber vielleicht ein Teilerklärung. Warum wuchs die Kohorte 35-39 nicht? Vielleicht wegen Abschiebungen oder freiwilliger Rückkehr von Migranten? Auswanderung von Deutschen?
      Die Verschiebung „nach oben“ in Kohorten 30-34 und 35-39 wäre gut erklärbar mit der zuletzt gestiegenen Impfquote in dieser Altersklasse.

    2. @ Anton Stein,

      Danke für die Stellungnahme. Ihre Frage zur Kohorte 35-40 hat vielleicht eine einfache Erklärung. Es liegt schlicht an der Geburtenstatistik. Der Geburtsjahrgang 1985 wies ein Minimum auf. Der darauffolgende Anstieg ist nun aus dem Betrachtungsfenster 35-40 hinausgewandert.
      Hier das ganz gut illustriert: https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!y=2020&a=35,40&g

      Wie sie schon schreiben, spielt das aber bei der Betrachtung des Risikos keine Rolle.

      Sehr verdächtig ist ein GESCHLECHTSSPEZIFISCHER Unterschied. Ich hatte dazu gestern eine Mail an den Site-Betreiber geschickt; vielleicht leitet er die an Sie weiter.

      In Kürze, Sterberisiko 2021 im Vergleich zum Durchschnitt 2016-2019:

      Risikoänderung Männer 35-40 ab KW1: +7,6%

      Risikoänderung Männer 35-40 bis KW13: +1%
      Also keine wesentliche Abweichung in der Phase, als es noch Impfpriorisierung gab.

      Risikoänderung Männer 35-40 ab KW13: +11,5%
      Das ist die stärkste Steigerung, die ich bisher gefunden habe.

      Bei der Frage den Gründen hab ich momentan nur zwei Ideen. Erstens Myokarditis. Epidemiologisch normalerweise 82% Männer, mittleres Alter 40, Quelle: http://europepmc.org/article/MED/33562759 . Zweitens Suizide, Männeranteil etwa 3/4. Suizide schätze ich als nachrangig ein, weil sie den Anstieg ab KW13 nicht plausibel erklären.

      Ich weiß nicht, ob etwas dran ist, aber es riecht ein bisschen sehr nach einem Effekt, der stark genug ist, um statistisch sichtbar zu werden. Dafür spricht das in dieser Altersgruppe noch geringe Sterberisiko sowohl allgemein, als auch bei Covid. Böse gesagt, kann man Impftote hier nicht so leicht anderen Todesursachen in die Schuhe schieben, ganz besonders nicht, wenn man Millionen Menschen geimpft hat.

  22. Da braucht man nur die Todesanzeigen der letzten 4 Monate in der Regionalzeitung aufrufen; hab noch nie soviele 50iger, 60iger und 70iger Jahrgänge in so kurzer Zeit gesehen. Würde es auf das 50fache gegenüber der letzten Jahre schätzen. Leider! Warum das alles?

    1. Mir ist das Gleiche aufgefallen, sehr oft heisst es „plötzlich und unerwartet“ …

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