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Ansteckende Menschen möglichst früh aus dem Verkehr ziehen

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Das Robert Koch Institut (RKI) hat in Deutschland derzeit eine bestimmende Rolle dank der von der WHO ausgerufenen Corona Pandemie inne. Die Geschichte dieses Instituts lässt allerdings erheblich daran zweifeln, ob es eine ausreichende moralische und ethische Autorität besitzt um der Aufgabe gerecht zu werden. Die Geschichte des Instituts wird aufgezeigt von

Gastautorin Anke Behrend

Mit der im Titel erwähnten faschistoid tönenden Formulierung befindet sich Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, in einer überaus menschenverachtenden Tradition der von ihm geleiteten Einrichtung und ihres Namensgebers. In den 1880er Jahren zur Zeit des Kolonialimperialismus herrschte in der Wissenschaft Goldgräberstimmung. Robert Koch und andere, heute wie damals namhafte Zeitgenossen Kochs führten im Namen der Tropenmedizin u.a. in Afrika und Indien zahlreiche Menschenversuche durch, die in Europa nicht möglich gewesen wären und die man aus heutiger Sicht als Gräueltaten bezeichnen muss. Isolierung von Menschen in damals bereits so bezeichneten „Konzentrationslagern“ unter schlimmsten Bedingungen, Ansteckungsversuche, Medikamententests und Impfdesaster mit unzähligen Todesopfern zeichnen die Spur der Personalie Koch und seiner Nachfolger im Robert-Koch-Institut in den Nationalsozialismus und bis weit hinein in die Nachkriegszeit. Eine konsequente interne und öffentliche Aufarbeitung kann man bestenfalls als halbherzig bezeichnen.

Koch selbst leitete bis 1904 das „Königlich Preußische Institut für Infektionskrankheiten“. 1912 als „Preußisches Institut für Infektionskrankheiten Robert Koch“ daraus hervorgegangen, bestanden Aufgaben des Instituts in der Erforschung von Infektionskrankheiten sowie der Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen. Schwerpunkte der Aktivitäten waren Forschung an Tuberkulose, Pocken sowie Tropenkrankheiten. In der Weimarer Republik kam es 1930 zu einem ersten Aufsehen erregenden Impfdesaster in Deutschland. 77 Kinder starben vermutlich durch eine Verwechslung von Impfmitteln bei einem Impfversuch gegen Tuberkulose.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Laufe des Jahres 1933 wurden sämtliche jüdischen Wissenschaftler und Angestellten aus dem RKI ausgeschlossen und durch staatstreue NSDAP-Kader ersetzt. Ab 1939 begannen Impfstofftests unter Beteiligung des RKI gegen Scharlach und Tuberkulose an sogenannten „Reichsausschusskindern“, von denen mindestens 10 in Folge der Versuche starben. Der „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden“ war eine Einrichtung zur Durchführung von Euthanasie an minderjährigen Kranken.

Die Tropenmedizin, die nach dem Versailler Vertrag ihre Pfründe in den Kolonien verloren hatte, betrieb nun im KZ Dachau eine Malaria-Versuchsstation unter der Leitung von Claus Schilling, genannt „Blutschilling“, der bereits früher serologische Versuche an Psychiatriepatienten in Berlin Herzberge und Italien durchgeführt hatte. Nach Schätzungen wurden in Dachau 1.200 Menschen mit Malaria infiziert, von denen 300 bis 400 infolge dessen verstarben.

Schillings Nachfolger als Abteilungsleiter der Tropenmedizin, Gerhard Rose, führte nun Fleckfieberversuche an über 1000 Häftlingen im KZ Buchenwald durch von mindestens 250 ums Leben kamen. Gerhard Rose betätigte sich ebenfalls in der Malariaforschung. Wie schon sein Vorgänger Schilling pflegte er Kontakte zu Heil- und Pflegeanstalten, wo Patienten („Paralytiker und Schizophrene“) mit Malaria tropica infiziert wurden, um den Krankheitserreger zu vermehren, Behandlungen und Medikamente zu testen. Nach Kriegsende wurde Rose zu lebenslanger Haft verurteilt, aber 1955 entlassen und rehabilitiert. Der damalige RKI Präsident gratulierte zu seiner Entlassung und das RKI schweigt sich über Roses Menschenversuche bis heute aus.

Schilling wurde nach Kriegsende wegen Begehung von Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Das RKI führte ihn jedoch 1966 in seiner Festschrift zum 75-jährigen Bestehen des Instituts unter „Gefallen oder durch Gewalt gestorben“. Sein Foto findet sich in einer Portraitsammlung und seine Tätigkeiten mit Ausnahme der Malariaforschung werden gewürdigt. Von Beginn an gab es immer wieder Kontakte und finanzielle Zuwendung von der Rockefeller Foundation für das Institut und Schillings tropenmedizinische Aktivitäten.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des RKI in der NS-Zeit bestand in dem vergeblichen Bemühen, die faschistische „Rassenlehre“ serologisch anhand von Blutgruppen und mittels Immunisierungsversuchen zu belegen. Dazu wurden Menschenversuche an Schwarzen Menschen sowie an Sinti und Roma im KZ Sachsenhausen durchgeführt. Zu den Protagonisten dieser „Forschungen“ zählten neben dem Präsidenten der RKI, Hermann Gildemeister, der 1955 nach seiner Haftentlassung erneut ins RKI eintreten konnte, Werner Fischer, Karl Horneck und im weiteren Dunstkreis Joseph Mengele.

Auch beim Thema Pocken bestand die Aufgabe der Robert-Koch-Institutes in der Forschung, Evaluierung und Lieferung von Impfstoff. Schon seit dem späten 18. Jahrhundert existierte in eine Pockenimpfung in Deutschland. 1870 wurde sie zuerst in Bayern als Zwangsimpfung verpflichtend vorgeschrieben. In Preußen begnügte man sich noch mit einer Impfpflicht für Militärangehörige und deren Familien sowie einer Impfpflicht „durch die Hintertür“ für Arbeitszulassungen, Schule und Armenhilfe. Mit dem Reichsimpfgesetz von 1874 wurde dann aber eine zweimalige Pockenimpfung zur allgemeinen Pflicht erhoben. Impfverweigerung wurde mit Geldstrafen oder Sorgerechtsentzug geahndet. Wegen der schwerwiegenden Nebenwirkungen wuchs der Widerstand gegen diese Praxis und erreichte in der Weimarer Republik seinen Höhepunkt. Neben Straffreiheit forderten die Kritiker eine „Gewissensklausel“ – die Ablehnung der Impfung aus Gewissensgründen.

Die offene und heftige Auseinandersetzung von Impfgegnern und -befürwortern fand ihr vorläufiges Ende, als das NS-Regime am 20. Dezember 1933 eine Verordnung zum Verbot „impfgegnerischer Propaganda“ erließ. Kritische Vereinigungen wurden aufgelöst, enteignet und jede Aktivität unter Strafe gestellt. Impfverweigerung und -kritik sind allerdings weiterhin dokumentiert. Sie wurden mit Haft- und Geldstrafen bis hin zur polizeilichen Zwangsimpfung belegt.

Stellungnahme vom 1.1.2008 (Auszug)
Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts:

„Wir müssen uns auch eingestehen: Es war nicht nur „wie überall“, sondern es war schlimmer als an vielen anderen Einrichtungen. Schlimmer, weil das RKI als staatliche Einrichtung eine besondere Nähe zum staatlichen Terrorregime hatte. Schlimmer, weil das RKI in dieser Zeit historisch bedingt enge Verbindungen zu dem damals demokratiefeindlichen Militär hatte. Schlimmer, weil die Nazis die Orientierung des öffentlichen Gesundheitsdienstes auf die Gesundheit der Gesamtbevölkerung für ihre Zwecke missbrauchten. (…)

Es waren nicht nur Einzelne, die abscheuliche Menschenversuche zum Beispiel mit Impfstoffen durchgeführt haben, vor allem an Patienten und KZ-Häftlingen. Es waren nicht nur Einzelne, die renommierte Wissenschaftler entlassen haben oder die Entlassung ihrer Kollegen widerspruchslos hinnahmen. Es waren nicht nur Einzelne, die schlechte Wissenschaft gemacht haben und alle moralischen Schranken eingerissen haben. Es war auch nicht nur die Institutsleitung, die das RKI auf die Linie des Regimes brachte.“ (www.rki.de)

Robert Koch-Institut – mit offenen Augen (2011)
Prof. Dr. Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts

„Die Ergebnisse sind eindeutig. Sie zeigen, dass im RKI verbrecherische Menschenversuche durchgeführt wurden. Sie zeigen, dass viele Mitarbeiter dazu geschwiegen haben. Sie zeigen, dass jüdische Mitarbeiter aus dem Institut vertrieben wurden. Es war nicht das Werk einiger weniger Einzelner, die moralische Grenzen überschritten haben und gegen alle Gebote der Humanität verstießen.“ (www.rki.de)


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.



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