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Neue Ioannidis Studie: Infektionssterblichkeit weltweit etwa 0,15 Prozent

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Erste Daten aus China gaben Anfang 2020 ein völlig falsches Bild von der Infektionssterblichkeit mit dem Coronavirus. Völlig unrealistische Zahlen flossen in Modellrechnungen ein, die seither für Angst und Panik gesorgt haben. Seriöse, wissenschaftlich ordentlich durchgeführte Studien und Berechnungen wurden nicht wirklich zur Kenntnis genommen, wie die erste Veröffentlichung am 17. März 2020 von John Ioannidis, der aus dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princes die Infektionssterblichkeit (IFR) mit 0,125% errechnete, was einer mittleren bis stärkeren Grippe entspricht.

Das wurde aber immer wieder bestritten und insbesondere in den fast permanent ausgestrahlten Corona-Talkshows der öffentlich-rechtlichen TV-Sender wurden immer wieder Phantasiezahlen genannt.

Am 7. Oktober 2020 meldete sich Ioannidis wieder mit einer umfangreichen Studie in der er die Gesamtinfektionen bis dahin mit etwa 1 Milliarde abschätzte und auf eine IFR von 0,15 bis 0,20% kam. Wobei für die unter 70-jährigen der Wert sogar mit nur 0,05% errechnet wurde. Anders als Grippe, die auch sehr Junge stark betrifft und gefährden kann, besteht bei SARS-Cov-2 ein Unterschied zwischen Jungen und Alten um einen Faktor 1000 oder noch mehr. Die mittlere Alter der Verstorbenen liegt auch um 1 bis 2 Jahre über der jeweiligen Lebenserwartung pro Land.

Mit der neuen Studie, die schon auf wesentlich mehr Daten beruht, legt sich Ioannidis nun mit einer durchschnittlichen IFR von 0,15% auf das untere Ende seiner Oktober Studie fest. Seine erste Berechnung aus dem März 2020 war offenbar schon sehr genau. Er schätzt die weltweiten Infektionen per Ende Februar 2021 nunmehr auf 1,5 bis 2 Milliarden Menschen. Das entspricht einem Anteil von etwa 20 bis 25 Prozent der Weltbevölkerung.

Der Stand der bisherigen Erkenntnisse

Ioannidis schreibt in der neuen wieder in der Wiley Online Library erschienenen Studie, dass das Ausmaß der weltweiten Ausbreitung der SARS-COV2-Infektionen und die Infektionssterblichkeitsrate (IFR) von COVID-19 noch immer kontrovers diskutiert werden. Viele Seroprävalenzstudien haben relevante Schätzungen geliefert. Diese Schätzungen fließen in Prognosen ein, die die Entscheidungsfindung beeinflussen. Einzelne Studien sorgen für Verwirrung, da sie große Unsicherheiten und unklare Verallgemeinerbarkeit über Länder, Orte, Einstellungen und Zeitpunkte hinweg hinterlassen. Einige übergreifende Auswertungen haben aber systematisch Daten aus mehreren Studien und Ländern integriert.

Mit der neuen Studie untersucht Ioannidis, was typische Schätzungen von Verbreitung der Infektionen mit dem Coronavirus und der Infektionssterblichkeit IFR sind, wie heterogen sie sind und welche Faktoren die Heterogenität erklären. Ein Überblick über diese systematischen Auswertungen, der ihre Methoden, Verzerrungen und Schlussfolgerungen vergleicht, kann dabei helfen, ihre Ergebnisse zu diesen wichtigen Parametern der COVID-19-Pandemie in Einklang zu bringen.

Es wurden systematische Auswertungen von Seroprävalenzstudien identifiziert, die keine länderspezifischen Einschränkungen aufwiesen und die entweder die Gesamtzahl der Infizierten und/oder die Gesamt-IFR schätzten. Es wurden Informationen extrahiert und verglichen zu Zulassungskriterien, Recherchen, Umfang der eingeschlossenen Evidenz, Korrekturen/Anpassungen der Seroprävalenz- und Todesfallzahlen, quantitative Synthesen und Umgang mit Heterogenität, Hauptschätzungen und globale Repräsentativität.

Ergebnisse

Sechs systematische Auswertungen wurden von Ioannidis einbezogen. Jede kombinierte Daten aus 10-338 Studien (aus 9-50 Ländern), da die Auswahlkriterien unterschiedlich waren. Zwei Auswertungen wiesen offensichtliche Datenmängel, Verstöße gegen die angegebenen Eignungskriterien und voreingenommene Eignungskriterien (z. B. Ausschluss von Studien mit wenigen Todesfällen) auf, die die IFR-Schätzungen konsequent aufblähten. Die Durchsicht der quantitativen Synthesemethoden wies ebenfalls einige Herausforderungen und Verzerrungen auf.

Die globale Repräsentativität war mit 78-100% der Evidenz aus Europa oder Amerika gering; die beiden problematischsten Auswertungen berücksichtigten nur 1 Studie aus anderen Kontinenten. Unter Berücksichtigung dieser Vorbehalte stimmten 4 Auswertungen in ihren endgültigen Abschätzungen für die globale Ausbreitung der Pandemie weitgehend überein, und die beiden anderen Auswertungen würden nach Korrektur der offensichtlichen Fehler und Verzerrungen ebenfalls übereinstimmen.

Schlussfolgerungen

Alle systematischen Auswertungen der Seroprävalenzdaten stimmen darin überein, dass die SARS-CoV-2-Infektion global weit verbreitet ist. Unter Berücksichtigung verbleibender Unsicherheiten deuten die verfügbaren Daten auf eine durchschnittliche globale IFR von ~0,15 % und ~1,5-2,0 Milliarden Infektionen bis Februar 2021 hin, wobei es erhebliche Unterschiede in der IFR und in der Infektionsausbreitung zwischen den Kontinenten, Ländern und Orten gibt.

Die Highlights der Studie:

Angesichts dieser Erkenntnisse hat nichts von dem was die Regierungen in Europa noch an Maßnahmen verfügen eine sachliche Begründung. Ebenso gilt diese für den Impfpass und die Impfkampagnen.


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