RKI bestätigt Corona Übersterblichkeit wie bei Grippewellen der Vorjahre

Ist das Coronavirus nun so gefährlich wie Grippe oder nicht? Wer das behauptet wird gerne als „Corona-Leugner“ abgekanzelt. Aber was ist, wenn das eine Autorengruppe des Robert Koch Institut, Abteilung 2, Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, tut? Und das auch noch in einem wissenschaftlichen Artikel im Ärzteblatt veröffentlicht?

Der Artikel wurde unter dem Titel „COVID-19-Krankheitslast in Deutschland im Jahr 2020“ als Originalarbeit veröffentlicht, es handelt sich also um eine wissenschaftliche Arbeit.

Im wesentlichen beschäftigt sich die Arbeit mit durch Tod verlorene Lebensjahre (YLL). Dazu sind natürlich Vergleiche zu vorangegangenen Jahren erforderlich. Im Text heißt es also:

„Verglichen mit den Vorjahren verlief die Übersterblichkeit im Frühjahr etwa auf dem Niveau der Influenzawelle 2019 und war im Herbst ähnlich wie in den Influenzawellen 2017/2018 (eGrafik 6).“

Und hier ist die eGrafik 6:

Das Ergebnis, dass die IFR (Infektionssterblichkeit – infection fatality rate) von Corona im Bereich der Grippe liegt, ist jedoch alles andere als neu. Schon im März 2020 erschienen mehrere Studien und Artikel von Top- Wissenschaftlern wie John Ioannidis, die eine IFR von etwa 0,12 bis 0,2% in Wuhan oder auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princesss errechneten.

Sogar ich habe über diese Studien bereits am 10. April 2020 berichtet. Auch der Arzt und Wissenschaftler DDr. Christian Fiala hat etwa zu der Zeit bei einer Debatte in Servus TV diese Fakten erwähnt und war dafür vom Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres wüst beschimpft worden, dem diese Studien und wissenschaftlichen Erkenntnisse offenbar unbekannt waren.

Die Richtigkeit dieser Erkenntnisse über eine IFR im Bereich der Grippe wurde mittlerweile auch mehrfach von der WHO bestätigt, die auch neuere Studien von Ioannidis publiziert hat, die diese Erkenntnisse noch deutlich vertiefen und erhärten konnten. Und nun wird dieser Vergleich auch vom RKI in einer wissenschaftlichen Arbeit gezogen.

Sind die Maßnahmen wie Lockdowns Schul- und Geschäftsschließungen noch gerechtfertigt?

Im Februar und Anfang März gab es vielleicht das Missverständnis, dass SARS-Cov-2 so gefährlich sein könnte wie SARS-1 in 2003 oder MERS, aber spätestens Ende März konnte man wissen, dass dem definitiv nicht so ist. Damit waren auch alle Maßnahmen überflüssig und sofort einzustellen, die über die üblichen Vorkehrungen der vorigen Winter bei Grippewellen hinausgingen. Es wurde aber das Gegenteil gemacht: Ab Ende März wurden Masken eingeführt und insbesondere BK Kurz und die Regierungen schürten Angst.

Die Aufhebung von Maßnahmen, die über das früher bei Grippe übliche Maß hinausgehen ist mittlerweile seit fast 11 Monaten überfällig.


Zur Dokumentation hier ein Teil meines Artikels vom 10. April 2020:

Laut den Daten der am besten untersuchten Länder wie Südkorea und Island sowie dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess liegt die Letalität von Covid19 insgesamt im Promillebereich und damit im Bereich einer starken Influenza (Grippe) Epidemie.

Eine französische Studie kam zum Ergebnis, dass sich die Letalität von Covid19 nicht wesentlich von bekannten Coronaviren in einem Krankenhaus unterscheidet. Eine Nature Medicine Studie kommt selbst für die chinesische Stadt Wuhan zu einem ähnlichen Ergebnis.

50% bis 80% der testpositiven Personen bleiben symptomlos, über 90% der testpositiven Personen zeigen höchstens milde oder moderate Symptome. Von einer grundsätzlich „fehlenden Immunität“ in der Bevölkerung kann daher nicht gesprochen werden.

Was sind die Risikofaktoren?

Das Medianalter der Verstorbenen liegt in den meisten Ländern (inklusive Italien) bei über 80 Jahren und nur circa 1% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vorerkrankungen. Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit.

Grundsätzlich gilt: Gefährdet ist, wer chronisch krank ist und damit sein Immunsystem dauernd beschäftigt oder gar überlastet. Das zeigen alle bisherigen Studien aus Italien oder China. Selbst Übergewicht und Adipositas sind bereits wegen der dadurch hervorgerufenen chronischen entzündlichen Prozesse im Körper eine Gefahr. Das zeigt eine chinesische Studie mit 112 COVID-19 Patienten, die im März publiziert wurde. Von den 17 Toten waren 15 (88%) übergewichtig mit erhöhtem BMI. Zum Vergleich, nur 18 (19%) der 95 Überlebenden hatten einen erhöhten BMI.

Begrenzung der Kollateralschäden

Es ist also Zeit wenn auch vorsichtig wieder zur Normalität zurückzukehren und vor allem die Kollateralschäden zu begrenzen. Patientenanwältin Sigrid Pilz berichtete bei einer Diskussion in Servus TV, dass Patienten wichtige und notwendige Behandlungen oder Untersuchungen nicht erhalten. Und auch die wirtschaftlichen Schäden müssen dringend eingegrenzt werden, denn auch geht es über kurz oder lang um gesundheitliche Schäden.



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17 Kommentare zu „RKI bestätigt Corona Übersterblichkeit wie bei Grippewellen der Vorjahre

  1. Ob irgendeine der Anfeindungen und Sanktionen gegen uns ‚Verharmloser‘ wohl jemals mit einer Entschuldigung, einer öffentlichen Wiedergutmachung endet?
    Eine Aussöhnung auf persönlicher Ebene ist kaum in Sicht; bekannte und einstmals wertgeschätzte ProfessorInnen müssen nun vor jeder öffentlichen Aussage einen ‚disclaimer‘ Vorsprechen, der die Institution für die sie arbeiten ‚weisswäscht‘ …
    Im RKI leben zwei Herzen. Das wissenschaftliche, das verifizierbare Studien produziert und das politische, das (im Grunde unhaltbare) von der Regierung gewünschte Interpretationen veröffentlicht.
    Das dieser groteske Umstand von den Medien nicht als gefundenes Fressen zerpflückt wird, macht klar, dass sowohl Behörden als auch ÖRMedien, nicht frei arbeiten.
    Schön für uns, dass es alternative Medien gibt! Danke!

  2. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres ist ja im Beratungsteam der Regierung. Mehr braucht man dazu nicht sagen, man hat ja in SERVUS TV bei Talk im Hangar gesehen, welch diktatorisches Benehmer er an den Tag legt.

  3. es wäre sehr an der zeit mal bei den Kammern auszumisten und voranstehende leute die nur ihre eigene meinung gelten lassen und auch Ärzte dann unter Druck setzen die nicht der meinung entsprechen, abzumontieren.
    Solche Leute schaden ihrer Zunft aber auch teilw. der Politik die ja zum Teil von den meinungen dieser menschen abhängig sind.

  4. Wir haben uns die Studie angeschaut und auch die PDF Version aufgemacht.
    Wir glauben, dass die WissenschafterInnen glauben (mit vollem Recht) dass die Hauptverantwortlichen zum Schauen nicht schlau genug, oder viel ärgeres, sind !
    Auf den Grafiken 4 und 5 haben sie eigentlich die Übersterblichkeit durch Regierungsmaßnahmen abgebildet.
    Mit der Graphik 6 sind die Trauer- Zahlen von 2015 an in die richtige Relation gesetzt!
    Gestartet wurde die Studie mit der Ankündigung die Zahl der verlorenen Lebensjahre darzustellen.
    So kann man es auch machen und die sind bestimmt nicht böse wenn man möglichst viele auf das schizoide Ergebnis aufmerksam macht.

  5. Leider kann man Grafik 4 und 5 doch nicht für Übersterblichkeit bezüglich Lockdowns verwenden.
    Da hatte ich einen Gedankenfehler. Es bleibt nur die Relation zu 2015 bis 2019!

  6. Einerseits rechnet diese Arbeit „verlorene Lebensjahre“ vor, andererseits stellt sie eine ähnliche „Übersterblichkeit“ wie bei den Grippewellen vergangener Jahre fest und betont gleichzeitig die unsichere Datenlage. Zusätzlich wird auch noch auf die nicht von COVID-19 verursachte Übersterblichkeit hingewiesen, auf die aber nur im Ansatz eingangen wird. Es kann sich hier also wieder jede/r herauslesen, was er/sie will. Propagandistisch geschickt finde ich die „verlorenen Lebensjahre“; das klingt erstmal ganz schlimm, so nach „lost generation“. Bei näherer Betrachtung ist es aber nichts anderes als ein Berechnungsmodell, das ja zudem die „verlorenen Lebensjahre“ durch Lockdown und andere Krankheiten fast gänzlich außer acht lässt.
    P.S.

    1. Die Abschlussnote zum Bericht im Focus finde ich sehr treffend:
      PS: Lieber „Focus“, absolut korrekt, „nicht nur Ältere und Vorerkrankte“ erliegen dem Virus. „Ältere“ (ab 60 Jahre) finden sich lediglich zu exakt 96,6 Prozent unter den Covid-19-Toten. Es gibt also auch 3,4 Prozent jüngere Seuchenopfer. Wenn wir von diesen – ganz vorsichtig geschätzt – die Hälfte wegen heftiger Vorerkrankungen und/oder Adipositas abziehen, verbleiben immer noch 1,7 Prozent möglicherweise pumperlgesunde Hüpfer unter 60, die das heimtückische Mistvirus gegen den Trend dahinrafft. Also, wie gesagt, völlig richtig: Nicht „nur“ Ältere und Vorerkrankte erwischt es. Höchstens zu 98 bis 99 Prozent.

  7. Something wicked which way comes?

    https://www.telegraph.co.uk/global-health/science-and-disease/suppressed-seasonal-flu-may-come-back-vengeance-next-winter/?WT.mc_id=e_DM1339648&WT.tsrc=email&etype=Edi_FAM_New_ES_Sun&utmsource=email&utm_medium=Edi_FAM_New_ES_Sun20210221&utm_campaign=DM1339648

    “Experts fear falling immunity levels to influenza could pave the way for a ‚more severe epidemic‘, putting the NHS under yet more pressure “

    Das dürfte in der Tat sehr wahrscheinlich und wieder mal ein Beispiel dafür sein, dass jeder technologische Bumerang, der als Lösung präsentiert wird, alsbald hinterrücks als weiteres Problem zurückkehren wird.

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