Wie die WHO ihre Meinung im Laufe der Zeit anpasst

Die Weltgesundheits-Organisation ändert gerne ihre Definitionen um sie den eigenen Zielen anzupassen. 2009 gab es die grundlegende Änderung, die die Bedingung aufhob, dass es eine Pandemie nur dann gibt, wenn ein hohes Todesrisiko besteht. Das ist seither nicht mehr nötig, es reicht, dass sich viele infizieren können.

Im Vorjahr wurde dann zwei Mal die Definition von Herdenimmunität verändert. Am 12. Oktober erklärte der Generaldirektor, dass es keine Immunität durch Infektion mehr geben darf, sondern nur mehr vermittels eines Impfstoffes – egal wie gut der wirkt. Da das aber zu offensichtlicher Pharma-Lobbyismus war, hat man es zum Jahreswechsel dann nochmals geändert, aber so, dass nun die Impfung zuerst erwähnt wird und dann erst die durch natürliche Infektion erreichte Immunität. Bis September hatte noch gegolten, dass Herdenimmunität (oder Populationsimmunität), durch Infektion und Impfung entsteht.

Ökonomische Maßnahmen

Eine interessante Änderung betrifft die ökonomischen Maßnahmen, wie @BonehElad herausgefunden hat. Am 4. Mai 2009 appellierte der damalige WHO Director-General in einer Rede zur der UNO Generalversammlung im Zusammenhang mit der H1N1 Grippe Situation:

„In diesem Zusammenhang möchte ich eindringlich an die Länder appellieren, von der Einführung von Maßnahmen abzusehen, die wirtschaftlich und sozial störend sind, aber keine wissenschaftliche Rechtfertigung haben und keinen eindeutigen Nutzen für die öffentliche Gesundheit bringen.

Rationale Antworten sind immer das Beste. Sie sind in einer Zeit des wirtschaftlichen Abschwungs umso wichtiger.“

Heute passiert genau das Gegenteil. Die Wirtschaft wird großflächig zerstört, was in erster Linie die Klein- und Mittelbetriebe betrifft oder noch betreffen wird. Die multinationalen Konzerne und das Großkapital wird einen Teil davon heuer noch für ein Butterbrot einkassieren können. Damit werden natürlich auch Millionen Arbeitsplätze verloren gehen und die Arbeitslosigkeit wird zu langfristiger zusätzlicher Sterblichkeit und Verkürzung der Lebenszeit führen.

Mortalität von Covid geringer als H1N1

Interessant auch der Vergleich mit der Mortalität früherer Pandemien. H1N1 wird mit der Hongkong Grippe 1968-1969 verglichen. Die Weltbevölkerung betrug im Jahr 1968 noch etwa 3,5 Milliarden. Die Todesfälle werden auf etwa 1 bis 4 Millionen geschätzt. Nehmen wir als Mittelwert 2,5 Millionen, so betrug die Mortalität bei 3,5 Milliarden 0,07%. Nach der damaligen Definition der WHO handelte es sich um eine milde Grippewelle.

Nimmt man die „bestätigten“ Todesfälle bei Covid-19 von ungefähr 1,8 Millionen, kommen wir bei einer Weltbevölkerung von 7,88 Milliarden auf etwa 0,02%. Dabei ist die Zahl der Todesfälle durch die Art der Zahlung wahrscheinlich um mindestens 20% zu hoch.

Fazit: Covid-19 hat eine geringere Mortalität als die Hongkong Grippe, die für die WHO bis 2009 noch „mild“ war und jedenfalls keine Maßnahmen gerechtfertigt hätte, wie sie heute ergriffen werden. Es verdienen daran die Pharma- und Digitalindustrie und generell das Großkapital.

Befürworter des Lockdowns sagen, dass jeder, der sich über die Einschränkungen beschwert, egoistisch ist. Aber es ist jetzt überdeutlich geworden, dass die Maßnahmen der Regierungen auf Kosten derjenigen geht, die sich keine Opfer leisten können. Lockdown ist Klassenkampf mit anderen Mitteln, dem sich die WHO im Jahr 2020 angeschlossen hat.


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3 Kommentare zu „Wie die WHO ihre Meinung im Laufe der Zeit anpasst

  1. Die WHO verliert mit ihren dauernden ersichtlichen Änderungen die jeden Menschen mit einem normalen Hausverstand ersehen lassen, massiv an Glaubwürdigkeit.
    Es wird scheinbar gedreht wie man es braucht (bzw. wie es manche brauchen).

  2. Über die WHO kann auch positives berichtet werden
    Der Zustand dieser demokratischen Institution erinnert zwar an einen Schlapfen den Onkel Dagobert seinem Hund Pluto zum Apportieren nachschmeißt, aber dennoch haben die Unterlagen und Leute, die zitierbar sind und denen man auch nach Kontrolle, vertraut.
    Das WHO Dashboard verwende ich regelmäßig beim Argumentieren mit Jüngern Coronas.
    Ich habe mühsam überprüft, zumindest bei den national ausgesandten Daten von Austria, Schweden, DE, France, Thailand, Tansania, Schweiz, Polen, Finnland, Norwegen UK, USA , Spanien Portugal, Italien und noch einige Länder, ob die ausgesandten Daten mit den WHO Daten übereinstimmen.
    Wirklich zu verwenden sind zwar nur die Trauerfälle weil bei denen die falsche Zählweise mit einiger Wahrscheinlichkeit überall gleich angewandt wird, aber trotzdem sind auch die Widersprüche bei den deaths und confirmed cases gut ersichtlich und gegen die Verfasser nutzbar.
    Eine Eigenheit der Demo(Pluto)kratie, dass darauf vertraut wird, dass Widersprüche nicht im gemeinen Volk landen und niemanden um die Ohren gehaut werden.
    Anfangs dachte ich die Kurven zB. von der John Hopkins University (die sich auf die WHO beruft) oder der „Our World in Data“ Organisation, welche sich meist auf die JHU beruft, sind viel besser zu verwenden, da im Computer die Kurven verschiedenster Länder auf verschiedenste Art übereinander gelegt werden können. Im Gegensatz zum schlicht gehaltenen WHO Dashboard. Nachdem mir in JHO und OWD viele Fehler aufgefallen sind die nicht nur durch Schlampigkeit zu begründen sind verzichtete ich gern auf die Übersichtlichkeit. Die trauen sich einiges, hoffentlich gegen Ihre Wissenschaftler, zu manipulieren.
    Zuletzt bei einer Liste, die anführt in wie vielen Tagen sich die Trauerfälle in einzelnen Ländern verdoppeln.
    In Austria soll der Verdoppelungszeitraum Stand 07_01_2021 38 Tage betragen bei einem täglichen Zuwachs von 43 Verstorbenen. In Schweden beträgt der Verdoppelungszeitraum 223 Tage mit einem Zuwachs von 277Toten?!?
    Da kommt man sich vor wie einst an der Tafel vor einem sadistischen Mathematiklehrer, wo man an das Rechenbeispiel wegen herabwürdigender Bemerkungen nur wenige Sekunden denken kann, dafür an das Gesicht des Lehrers denkt nachdem diesem endlich die Kreide in ebendieses geworfen wurde. Gott Kupfer lässt grüßen.
    Oder die Methode, bei Schweden regelmäßig 2 Tage auszulassen und zum folgenden Tag die Opfer dazuzählen. Auch mit Todeszahlen für die in der WHO Statistik auf die sich berufen wird, man keine Entsprechung findet.
    Bei den Kurven, die da herauskommen schnürt man sofort Hilfspakete an die Schweden.
    Die berühmten Austria Statistiken erinnern mich übrigens bezüglich Corona auch eher an die Baby Elefanten Macher. Die sollten mal die Statistiken in Schweden anschauen!!!
    Bei den Ministerien stößt man außer beim MfG auch nur auf Amtsgeheimnisse.
    Zuletzt habe ich eine Stunde lang die detaillierten Auszahlungen an Presse und Vereine gesucht, die im ersten Halbjahr 2020 das 6 fache gegenüber ganz 2019 betragen. Ich konnte nichts finden!?!?
    Vor Monaten habe ich mal angefangen die Fehler, die mir in der Berichterstattung bezüglich Corona aufgefallen sind, zu sammeln.
    Meine Infos bezog ich jahrzehntelang von Ö1, 3Sat, OrfIII (seit der Gründung) Falter, Standard, OÖ Nachrichten, Profil. Außer bei Ö1 gehen mir diese mehr und mehr auf die Nerven und nachdem ich in 2 Wochen 4 klein beschriebene A4 Seiten beieinander hatte und ich nicht wusste was ich damit anfangen sollte gab ich das wieder auf.
    Ich bitte um eine Stelle zu der man recherchierte Unsinnigkeiten senden kann!!!

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