Rätselhafte Zahlen bei Belegung von Intensivstationen in Europa

Die Bewahrung der Behandlungskapazitäten war im März der Hauptgrund für den Lockdown. Die Kurve flach halten, damit die Intensivstationen nicht überlastet werden, damit sie ihre lebensrettende Funktion erhalten können. Auch jetzt liest man insbesondere in Deutschland wieder die Warnung, dass die Intensivstationen überlastet werden.

Ich frage mich: Was läuft so massiv falsch bei der medizinischen Behandlung in Deutschland und auch in Österreich, dass den im Vergleich zu anderen Ländern riesigen Kapazitäten Überlastung droht?

Hier sehen wir den Vergleich der Pro-100.000-Ausstattung mit Intensivbetten. Deutschland hat die 4- bis 7-fache Anzahl von Intensivbetten im Vergleich zu Polen, Dänemark, UK, Irland, Slowenien, Niederlanden, Finnland, Griechenland, Schweden und Portugal. Österreich hat immerhin noch um den Faktor 3 bis 6 mehr.

Da die verglichenen Länder geografisch und ökonomisch recht unterschiedlich sind, kann der Unterschied wohl nicht mit einem dieser Faktoren begründet werden.

Oder ist das Virus so anpassungsfähig, dass es für eine passende Auslastung von Intensivstationen sorgen kann, egal ob es wie in Portugal 4 oder wie in Deutschland 29 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner gibt?

Und wie in dem Chart des deutschen Intensivregisters sehen, sind die Betten auch belegt, obwohl die Kapazität seit dem Sommer massiv abgebaut wurde.

Hier noch die Situation in Österreich. Seit Mitte November geht die Zahl der Hospitalisierungen zurück, da seit Anfang November das Infektionsgeschehen deutlich erkennbar abflaut. Die Zahl der Intensivpatienten nimmt ebenfalls mit der üblichen Verzögerung seit 25. November ab. Ein Grund für den Lockdown 3 hatte also nicht bestanden, es ist eine reine Machtdemonstration der Regierung und unnötiges Quälen der Menschen.

Ich frage mich also, was in Deutschland und Österreich anders gemacht wird, dass so viel mehr Menschen in Intensivstationen behandelt werden müssen, als in den Ländern mit erheblich niedrigerer Kapazität. Sind die Medikamente schlechter, kennen sich die Ärzte weniger aus, sterben mehr Menschen? Das trifft alles nicht zu.

Apparate- und Pharmamedizin muss Gewinne abwerfen

Das Problem ist nur zum Teil medizinisch, es regieren ökonomische Grundsätze, die Kliniken müssen Gewinne abwerfen. Aber auch an der Medizin liegt es, die sich zu einer Apparatemedizin gewandelt hat. Und am Einfluss der Pharmaindustrie, die jegliche Behandlung mit natürlichen Methoden zu verhindern sucht, wie etwa Stärkung der Immunität durch Vitamine und Mikronährstoffe. Messen und Mängel ausgleichen ist nicht erwünscht, denn in der Natur, also auch im Körper vorkommende Substanzen, sind nicht patentierbar und daher nicht mit hohen Gewinnmargen absetzbar.

Einen guten Einblick bietet das Interview von Milena Preradovic mit Dr. Paul Brandenburg.

Laut Regierung ist der Lockdown alternativlos. Ansonsten würde das Gesundheitssystem zusammenbrechen. Aber wie belastbar ist die Argumentation der Politik? Gar nicht, sagt Dr. Paul Brandenburg, Immunologe und Notfallmediziner aus Berlin. Alle Maßnahmen beruhten auf nicht bewiesenen Hypothesen. Und auch das Gesundheitssystem ist nicht wirklich in Gefahr. Ein Gespräch über Evidenz, PCR-Tests, exponentielles Wachstum und die Frage: warum regiert die Politik bei SarsCov2 so drastisch, bei anderen großen Problemen wie Krankenhauskeimen aber so gut wie gar nicht?


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8 Kommentare zu „Rätselhafte Zahlen bei Belegung von Intensivstationen in Europa

  1. Es ist etwas komplexer: ausschlaggebend ist nicht nur die Zahl der Betten, sondern auch des intensivmedizinisch geschulten Personals. Es ist gibt seit Jahren einen akuten Mangel an hochqualifiziertem Kräften – die kann man leider nicht innerhalb eines Jahres aus dem Boden stampfen – und eine akute Arbeitsüberlastung. Alles das ist den Verantwortlichen schon lange bekannt und jedes Jahr wurde und wird von Medizinern gewarnt.
    Dazu kommt – so konnte ich im Gespräch mit Ärzt/innen von Corona-Stationen herausfinden – dass bei COVID-19 anscheinend auch unverhältnismäßig viele jüngere Patienten beatmet werden müssen. Die können dann zwar recht bald wieder entlassen werden, belegen aber trotz leichteren Verläufen natürlich für eine gewisse Zeit Betten und Geräte.
    Das Schreckgespenst eines zusammenbrechenden Gesundheitssystems an die Wand zu malen, ist trotzdem völlig übertrieben und führt leider wieder dazu, dass es keine faktenbasierte Diskussion mehr gibt.
    P.S.

    1. Tut mir Leid, aber die Behauptung, Sie hätten ein Gespräch mit Arzt/innen einer Corona-Station gehabt in dem Sie erfahren hätten, dass in relevanter Menge auch jüngere Patienten beatmet werden müssten, nehme ich Ihnen nicht ab. ich glaube es Ihnen schlicht nicht.

      a) welche Stellung haben Sie inne, dass Sie ein fachliches Gespräch mit Ärzt/innen haben können, in dem Ihnen vertrauliche Informationen mitgeteilt werden? Wieso teilen Ihnen Ärzt/innen Stations-Interna mit? Wie tragfähig sind diese Informationen?

      b) Es ist allgemein bekannt, dass invasive Beatmung – und darum geht es ja wohl auf Intensivstationen – eher schädlich bei Covid-19 ist und in über 50% zum Tod der Intubierten führt. Das passt nicht zu Ihrem „Die können dann zwar recht bald wieder entlassen werden“. Zwangsbeatmete können in keinem Fall, jung oder alt, „recht bald wieder entlassen werden“, denn die Zwangsbeatmung selbst verursacht Schäden, die dann erst wieder behoben und ausgeheilt werden müssen..

      c) daher kann es sich bei den von Ihnen geschilderten Umständen dabei höchstens um eine Sauerstoffgabe handeln. Dazu muss keiner auf einer Intensivstation liegen. Liegen die Personen dort vielleicht nur wegen einer rein pekuniären Überlegung (kurz gesagt: mehr Geld fürs Krankenhaus)? Ihre Aussage: „leichte Verläufe“ passt nunmal überhaupt nicht zur angeblichen Notwendigkeit einer Intensivbehandlung.

      d) auf der einen Seite ist angeblich seit Jahren Personalmange auf Intensivstationen bekannt – auf der anderen Seite wird Krankenhaus-Kapazität abgebaut. Was denn nun? Angeblich haben wir seit 10 Monaten Seuche. Nun sinkt die Anzahl der verfügbaren Intensivbetten gerade angesichts einer angeblichen dringenden Notwendigkeit einer Aufstockung? Und das schieben Sie jetzt auf jahrelangen angeblichen Mangel an Pflegepersonal? Machen Sie es sich (und auch den verantwortlichen Politikern) da nicht zu leicht? 10 Monate ist eine Menge Zeit, um etwas zu bewirken. Aber statt dessen wird sogar weiter Krankenhauskapazität abgebaut und werden Krankenhäuser geschlossen.

      Ich habe ein echtes Problem damit, wenn Leute im Internet aufgrund angeblicher eigener Erfahrungen (die hier äußerst dubios sind) das Horrorbild von der schrecklichen Corona-Seuche weiter bunt ausmalen. Und zwar einfach aufgrund des Wissen, dass ein PR-Industrie hinter diesem Bild steckt – und dass diese Industrie mit ALLEN MITTELN arbeitet.

      Leider ist das Prinzip von „Treu und Glauben“ heute nachhaltig zerstört. Es ist ein Opfer der Werbeindustrie geworden, in der liebe, nette, sympathische Menschen uns freundlich lächelnd frech anlügen – und das ganze gesellschaftlich toleriert und verharmlost:die Zielgruppen wüssten ja, dass Werbung vortäuscht und einseitig darstellt. Ja? Weiß das die Zielgruppe? Weiß die Zielgruppe, dass die Werbe-Anzeigen der Bundesregierung von PR-Agenturen ausgearbeitet wurden, von Schauspielern oder zumindest gecastetem und dirigiertem Personal geprobt und inszeniert wird? Was ist, wenn neben der Werbung für Zahnpaste und Waschmittel die Werbung der Bundesregierung für den Glauben an Corona läuft? Wem oder was ist in so einer Welt noch zu trauen?

    2. Das ist überhaupt nicht das Thema des Artikels. Es geht vielmehr darum, dass dieses Virus es schafft sowohl in Portugal mit 4 / 100.000 und Deutschland mit 29 / 100.000 Intensivbetten / Ew für Auslastung zu sorgen. Es ist offenbar nicht die Medizin in D schlechter als in P, sondern die ICUs werden gefüllt aus ökonomischen Überlegungen.

  2. Dazu fällt mir ein Bericht aus einem niederösterreichischen Krankenhaus (Melk oder Krems) von November ein: da wurde unter anderem erwähnt, dass für Covid-Patienten Doppelzimmer nur mit 1 Patienten belegt würden, um zu verhindern, dass einer, der stäker hustet, für den anderen eine Gefahr sein könnte. Ob es sich um die Intensiv- oder Normal-Station handelte, weiß ich nicht mehr.

    Meine erste Reaktion: da wundert es nicht, dass es in den Spitälern knapp wird mit den Betten, wenn nicht alle genutzt werden, gewöhnlich werden Reservekapazitäten geschaffen durch zusätzliche Betten in den Zimmern.

    Zweiter Gedanke: warum macht man so was, seit wann stecken sich 2 mit derselben Viruserkrankung gegenseitig an? Unter Einbeziehung der falsch-positiven PCR-Tests macht diese Schutzmaßnahme aber durchaus Sinn. Also selbst bei den Erkrankten, die (angeblich) mit Covid-19 im Spital behandelt werden, weiß keiner, ob sie tatsächlich an der Krankheit leiden, oder ob sie vielleicht an was ganz anderem leiden und lediglich wegen eines positiven Testergebnisses in der Covid-Station behandelt werden. So kommt es wohl dann auch, dass Corona angeblich schon auch Herzinfarkte, Schlaganfälle oder weitere schwere Ekrankungen ausgelöst haben soll … was wieder weiteres Potential bietet, um die Panikspirale weiter nach oben zu treiben.

    Solche „Nebenbemerkungen“ lassen oft weitreichende Schlüsse zu.

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