Impfstoff gegen gefährliche Lungenentzündung – nicht verfügbar

Pneumokokken sind Bakterien die zum Beispiel eine Hirnhautentzündung oder eine Lungenentzündung hervorrufen können. Solche Erkrankungen können schwer und sogar tödlich verlaufen – besonders in bestimmten Altersgruppen sowie bei gewissen Vorerkrankungen. Deshalb wird Impfung empfohlen und zwar in zwei Dosen gegen unterschiedliche Stämme. Die erst, die mit etwa 130 Euro sehr teuer ist, ist verfügbar, die zweite, mit etwa 45 Euro erheblich billigere, aber nicht.

Kinder in den ersten beiden Lebensjahren sind besonders gefährdet, schwer an einer Pneumokokken-Infektion zu erkranken – daher gilt für diese Altersgruppe die allgemeine Empfehlung zur Impfung.

Eine Lungenentzündung bei Senioren wird – falls sie bakteriell bedingt ist – in den meisten Fällen durch Pneumokokken verursacht. Außerdem sind ältere Menschen ebenfalls besonders anfällig für eine schwere Erkrankung durch Pneumokokken. Aus diesem Grund gilt auch für die Altersgruppe ab 60 Jahren die Pneumokokken-Impfung als Standardimpfung (= Schutzimpfung, die für alle oder zumindest für alle Vertreter einer Altersgruppe angeraten wird).

Eine Lungenentzündung ist eine häufige und ernstzunehmende Erkrankung, ist in einer Aussendung aus dem Jahr 2017 zu lesen. Bis zu 100.000 Menschen erkranken in Österreich jährlich daran, etwa 39.000 werden mit der Diagnose „Lungenentzündung“ entlassen – mit einer Sterberate von etwa 10 Prozent. Doch auch wer eine Lungenentzündung übersteht, hat oft mit langfristigen Folgen zu kämpfen: Von kognitiven Einschränkungen bis zu einem erhöhten Risiko für kardiale Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Das liest sich genau so wie die Beschreibung von Covid-19. Die jährlichen Todesfall-Zahlen bewegen sich mit 3900 in der gleichen Größenordnung. Die Pneumokokken-Lungenentzündung trifft aber nicht nur alte Menschen, sondern im Gegensatz zur derzeitigen Causa prima auch Kleinkinder. Aber die Pharmaindustrie hat sich auf Corona Impfstoffe konzentriert und das Gesundheitsministerium bleibt untätig. Sterben ohne Corona ist offenbar für die Politik zweitrangig, das sind Tote zweiter Klasse.


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2 Kommentare zu „Impfstoff gegen gefährliche Lungenentzündung – nicht verfügbar

  1. wieder interessanter Artikel, danke.
    Mir fehlt Quantifizierung des Anteils an Lungenentzündungen, für den Pneumokokken ursächlich?

    Übrigens fällt auf, daß das als „Lungenkrankheit“ bezeichnete Covid19 lt RKI Statistik in Deutschland nur bei 1% der offiziell pos.detektierten Fälle eine Pneumonie hervorrief, aktuell < 13.000.
    D.h. es starben bisher mehr als doppelt soviele mit Cov2-Label in D.

    Und sicher starben längst nicht alle derer, die Pneumonie mit Cov2 hatten. Eher eine Minderheit davon.
    Falls es nur 10-20% sein sollten, wäre das im Lichte des Artikels, weiter aufschlußreich.

  2. Zum Thema Lungenentzündung in Deutschland gibt es diesen recht interessanten Artikel, sofern ich hier darauf verweisen darf:

    Infarkt nach Lungenentzündung
    https://www.svlw.ch/680-infarkt-nach-lungenentzuendung

    Auffällig ist der Anteil derer, die sich im Krankenhaus eine Lungenentzündung einfangen und daran sterben.

    Wo nun in all den Zahlen die Wahrheit liegt kann ich nicht beurteilen, sarkastischer Grundatz der Lehre der Statistik ist nur der zu glauben, die man selber gefälscht hat.

    Fakt scheint hingegen zu sein das sich praktisch niemand gegen Lungenentzündung zu impfen scheint, vermutlich auch einer der Gründe warum der Impfstoff nicht breit verfügbar ist: es ist für die Pharmaindustrie einfach nicht lukrativ genug ihn herzustellen. Zumal, je wirkungsvoller und langfristiger der Schutz einer Impfung umso schlechter fürs Geschäft (ein Argument worüber ich schon in einigen Artikeln gestolpert bin und auch logisch ist) – es sei denn man implementiert regelmäßige Massenimpfungen, dann stimmt die Kasse.

    Ich persönlich bin kein Impfgegner, ich stehe der heutigen Impfmode allerdings etwas skeptisch gegenüber. Als Kind hatte ich so ziemlich alles (von Masern, Mumps und weiß der Henker was noch welches heutzutage alles geimpft wird – mitunter sinnvoll mitunter nicht) und habe dennoch schadlos überlebt. Das letzte Mal das ich mich vorsorglich spritzen ließ war wegen eines Zeckenbisses und dabei belasse ich es auch.

    Was das eigene Immunsystem nicht klar bewältigen kann rechtfertigt eine Impfung (Pocken, Tetanus, Polio, Borrielose Hirnhautentzündung etc.), alles andere sollte man ihm besser selber überlassen und es somit auch regelmäßig „trainieren“.

    Am Rande möchte ich noch erwähnen, das je südlicher wir in Europa gehen umso höher ist die Inzidenz Antibiotika reistenter Keime (speziell in Krankenhäusern und Pflegeheimen). Das Nord- Südgefälle kann hierbei grob betrachtet durchaus 1:20 betragen (Norwegen vs Italien, leider habe ich den entsprechenden Link nicht zur Hand) – ein Umstand der bei Lungenentzündung durchaus relevant ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Andrés Gislop

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