Der Vergleich macht Sie sicher: Schweiz ohne und Österreich mit Lockdown

In Österreich und der Schweiz ist einiges ähnlich, so die Alpen und die Bevölkerungszahl. Aber es gibt auch ziemlich grundlegende Unterschiede. So können die Bürger in einer „Initiative“ Abstimmungen erzwingen und die Politik zur Verantwortung ziehen, auch wenn nicht gerade Wahlen anstehen.

Der Vergleich der Daten beider Länder zeigt wieder einmal, dass Epidemien unabhängig von den getroffenen Maßnahmen einen sehr ähnlichen Verlauf nehmen. Sie entsprechen einer logistischen (Gompertz) Funktion und dauern bei Corona nach Berechnungen eines israelischen Militäranalysten 70 Tage. Wie auch Schweden zeigt: Man braucht keinen Lockdown. Virenwellen verschwinden von selbst. Seit Jahrtausenden.

Im Frühjahr waren die Maßnahmen in der Schweiz und in Österreich ziemlich ähnlich, so wie fast in ganz Europa abgesehen natürlich von Schweden und Belarus. Die Fallzahlen waren im Herbst höher als im Frühjahr, die Anzahl der PCR-Tests ebenfalls. Die Sterbezahlen und ITS-Belegungen waren in der Schweiz hingegen sehr ähnlich.

Im Herbst jedoch unterscheidet sich die Schweiz ganz deutlich von Österreich und dem Rest von Europa, abgesehen natürlich wieder von Schweden und Belarus. Die Schweiz ist nun eines der letzten Länder Europas ohne landesweiten Lockdown. Bis Oktober gab es noch keine Jahresübersterblichkeit, im November stiegen die Todesfälle indes wieder deutlich an und erreichen die Spitzenwerte der stärksten Grippewellen der letzten Jahrzehnte, wiewohl in einer heute deutlich älteren Bevölkerung: das Medianalter der Schweizer Corona-Todesfälle liegt bei 86 Jahren (ca. 50% in Pflegeheimen).

Bei Personen unter 65 Jahren besteht wie schon im Frühjahr keine Übersterblichkeit. Bei gesunden Personen im Schul- und Arbeitsalter verläuft Covid-19 im Allgemeinen mild bis moderat. Die Zahlen sind mittlerweile rückläufig, im Gegensatz zu Österreich, wie die Grafik zeigt.

Eine deutsche Virologin, die in der Schweiz tätig ist, verbreitete Panik über überlastete Intensivstationen. Es wurde darauf auch international viel über die Auslastung der Schweizer Intensivstationen berichtet, was allerdings in Schweizer Medien zu recht geharnischten Reaktionen führte. Dabei sind 10 bis 20 Prozent aller Covid-19-Patienten in Spitälern nicht wegen Corona im Spital. Genau will es niemand wissen. Eine Falschinformation, die so gut wie in allen Ländern und sicher auch in Österreich zutrifft.

Auslastungen zwischen 85 und 100% sind im Winter der Normalfall und Überlastungen von Schweizer Intensivstationen inklusive OP-Verschiebungen und Patienten-Verlegungen sind auch während starker Grippewellen üblich, wie in so ziemlich allen anderen Ländern.

Die Zahl der gemeldeten positiven Testergebnisse ist in der Schweiz seit etwa 5. November rückläufig, Österreich folgte eine Woche später. Eine positive Auswirkung der wesentlich härteren Maßnahmen in Österreich lassen sich beim besten Willen nicht ausmachen.

Wobei in Österreich ja laut Ausssage von Bundeskanzler Kurz vom 2. Dezember wieder einmal die Ausländer schuld sein sollen: „… und haben dann durch Reiserückkehrer, und insbesondere auch durch Menschen, die in ihren Herkunftsländern den Sommer verbracht haben, uns Ansteckungen wieder ins Land hereingeschleppt.“

Obwohl in der Schweiz in mittlerweile zwei Pflege– und Altenheime ganz deutliche Hinweise darauf zutage traten, dass schon allein eine relativ geringfügige Tagesdosis von Vitamin D Infektionen auch bei hochbetagten Menschen milde verlaufen lassen und Hospitalisierungen überflüssig machen, unternehmen auch in der Schweiz weder Regierung noch Gesundheitsbehörde etwas um über Prophylaxe die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken um sie vor Erkrankung bei Infektion zu schützen.

Ärger über Maßnahmen

Obwohl die Maßnahmen viel lockerer sind als bei uns und Geschäfte, Restaurants und Schulen im Normalbetrieb sind, gibt es Unzufriedenheit mit der Regierung. Eine Gruppe Schweizer Bürgerinnen und Bürger lancierte am Dienstag die Aktion «Kündigung2020», mit der sie der schweizerischen Regierung samt deren Stab ihre fristlose Kündigung aussprechen.

In der Begründunng heißt es:
„Eine nicht abschliessende Aufzählung möglicher Verfehlungen der bundesrätlichen Verordnungspolitik umfasst beispielsweise die fehlerhafte Kommunikation und Informationsverbreitung (Schreckung der Bevölkerung nach Art. 258 StGB, u. a. durch irreführende Statistiken). Weitere Gründe könnten auch die Anordnung und Durchsetzung von nötigenden (Art. 181 StGB), die Grundrechte (Art. 2 & 22 & 35 & 36 & 94 BV) verletzenden Massnahmen sein.“ (Die Schweiz hat das „ß“ abgeschafft und verwendet dafür „ss“.)

Vielleicht sind es diese Möglichkeiten, die Eidgenössische Stimmbürger haben, die die Regierung daran gehindert haben ähnliche Maßnahmen wie in Österreich zu verhängen.

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4 Kommentare zu „Der Vergleich macht Sie sicher: Schweiz ohne und Österreich mit Lockdown

  1. Die Schweizer, die selber denken und die Massnahmen hinterfragen, sind leider (noch?) zu wenige, um tatsächlich etwas zu bewirken. Hoffen wir mal, dass es besser wird. Leider machen auch in der Schweiz nebst den Politikern die Medien auf Panik, Angst und Schrecken. Die Manipulationen sind hier wie sonst in Europa alltäglich.
    Als bestes Beispiel, wie die Massen manipuliert werden, ist an der Spitalauslastung von 80% zu sehen:
    1. Im 2015 waren „nur“ 80% Bettenauslastung ein Grund für den Preisüberwacher einzuschreiten! https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/viele-leere-betten-schweizer-spitaeler-sind-zu-schlecht-ausgelastet-129009491
    2. Im 2020 sind 80% Auslastung ein Grund zur Panikmache. https://www.srf.ch/news/schweiz/intensivmedizin-am-limit-in-den-spitaelern-wird-es-enger und hunderte weitere ähnliche oder noch dramatischere Berichte in allen Medien.

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  2. „… unternehmen auch in der Schweiz weder Regierung noch Gesundheitsbehörde etwas um über Prophylaxe die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken um sie vor Erkrankung bei Infektion zu schützen.“

    Wohl kein anderer Indikator ist eindeutiger um zu zeigen, dass es keiner der ach so besorgten Regierungen und „Gesundheits“-Bürokratien um die Gesundheit der Bevölkerung geht.

    Dass durch viele der ergriffenen „Maßnahmen“ und Regelungen und Vorgaben und Verordnungen die Abwehrkräfte in den Bevölkerungen regelrecht und nachweislich untergraben werden, steht dann noch einmal auf einem anderen, ebenso schrecklichen Blatt.

    Gefällt 1 Person

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