Politik und Virologen geht es bei Corona um das Virus statt um die Menschen

Bei jeder Krankheit gibt es zwei Herangehensweisen: entweder man kümmert sich um den Menschen, oder um den Erreger. Das ist ein alter Streit der Wissenschaft. Klassische Medizin hat sich um den Menschen gekümmert. Mit dem Aufkommen der industriellen Revolution und einer mechanistischen Ideologie wurden von Forschern wie Louis Pasteur oder Robert Koch propagiert, den Erreger statt den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Heute treiben Politik und Virologen diese Ideologie auf die Spitze. Es wird alles darauf angelegt, dass die Menschen dem Virus ausweichen, statt das Immunsystem und die Gesundheit so zu stärken, dass man mit allen Erregern fertig wird. Und der nächste Erreger kommt bestimmt. Und dann beginnt wieder alles von vorne.

Gastautor Albrecht Storz erklärt die Unterschiede der Herangehensweisen:

In der Infektiologie, also der Lehre von den ansteckenden Krankheiten, gibt es zwei gegensätzliche, antagonistische Positionen. Ich nenne die eine die Kontakt-Theorie und die andere die Konstitutions-Theorie (meine Wortschöpfung).

Die Kontakt-Theorie sagt aus, dass der Kontakt einer Person mit einem aktiven Keim zur Erkrankung führt. Dies entspricht der von Robert Koch Zeit seines Lebens verfolgtem Ansatz. Das Motto dazu lautet: der Keim ist alles.

Die Konstitutions-Theorie besagt, dass eine Erkrankung dann erfolgt, wenn die Konstitution einer Person, die körperliche und seelische Verfassung, aus welchen Gründen auch immer geschwächt ist. Aus virologischer Sicht gehört die Konstitution eines möglichen Wirtes zum Milieu, in dem der Keim Fuß zu fassen versucht, und daher lautete das Motto der damaligen Gegner von Robert Koch, wie angeblich auch seine eigene Erkenntnis auf dem Sterbebett: das Milieu ist alles.

Also: “Der Keim ist alles, das Milieu ist nichts” versus “Das Milieu ist alles, der Keim ist nichts”.

Bekanntlich liegen die realen Gegebenheiten immer irgendwo zwischen solchen gegensätzlichen, extremistischen Standpunkten.

Wenn man nun die aktuelle Lage und insbesondere die politisch ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung einer angeblich grassierenden Seuche unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, so stellt man unweigerlich fest:

Alle ergriffenen Maßnahmen basieren einzig auf der Kontakt-Theorie. Und zwar wirklich ausschließlich alle. Mit dieser Einseitigkeit ist aber noch nicht genug. Die meisten politisch ergriffenen Maßnahmen sind unter der Annahme der Konstitutions-Theorie sogar direkt als schädlich anzusehen.

So schaden die Maßnahmen den Menschen

Angst, Hysterie, Vereinsamung, Beeinträchtigung von jeder Lustbarkeit (Tanzen gehen, …), jedem Vergnügen (Kinobesuch, …), jeder Ablenkung (Essen gehen, …), sozialem Miteinander (sich treffen, etwas gemeinsam machen, …), frische Luft und Natur genießen (“Stay at home”, nur für das Nötigste das Haus verlassen, …), freies Atmen und Aufnahme von Licht durch die Haut (Maske), unbeschwert Sport treiben, Denunziations-Bedrohung, ständiges Leben unter einem Damokles-Schwert, Verunsicherung, Rechtsunsicherheit, Existenzängste, Beeinträchtigung der Wirtschaft und der Arbeitswelt – alles das wird durch die Slogans der Politik, durch die “Maßnahmen”, Verordnungen, Bußgelder, Strafen, Verfolgung durch Behörden und Polizei und jetzt auch noch durch Gesetze und dann durch die Justiz beeinträchtigt wenn nicht vollständig verboten und kriminalisiert.

Man findet also, dass heute in der Politik nicht nur nur eine einzige Position von zwei gleichberechtigten wissenschaftlichen Theorien Gehör findet, und die andere, gleichwertige Position völlig untergeht, sondern auch dass noch zusätzlich alle Stimmen, die beiden Theorien Existenzberechtigung einräumen würden und einen Ausgleich zwischen diesen Theorien anstreben, ausgeschaltet werden und darüber hinaus sogar noch geradezu alles, wozu die Konstitutions-Theorie rät ins Gegenteil verkehrt wird: anstatt dass die Konstitution der Menschen, die Resilienz, die Verfassung und ganz speziell das Immunsystem gestärkt wird, wird jedes Mittel angewandt, das sicher dafür bekannt ist Immunsysteme niederzuknüppeln: Hilflosigkeit, Angst, Panik, Schutzlosigkeitsgefühl, Rückzug, Resignation, Vereinsamung, permanenter Stress, Freiheitsentzug, Entzug von Licht, Luft, Sonne, Wohlgefühl, Mitmenschlichkeit, Nähe, menschliche Wärme, Gesetzesschutz und Sicherheit, Geborgenheit, echte, verbundene, freiwillige Solidarität.

Totalitäre, antiwissenschaftliche Politik

Indem in der Politik nur eine von zwei gleichwertigen, aber gegensätzlichen wissenschaftlichen Theorien Gehör findet, haben wir es mit politischem Extremismus zu tun. Totalitarismus kann nicht nur auf extremen politischen Ideologien aufbauen, sondern auf jeder extremistischen Weltsicht.

Das aktuelle politischen Handeln ist nicht nur totalitär in seiner Verabsolution von Wissenschaft (andere Aspekte, etwa spiritueller oder ganzheitlicher oder lebenspraktischer Natur werden völlig ausgeblendet), sondern sogar noch viel mehr in seiner tatsächlichen, letztendlichen Antiwissenschaftlichkeit.

Die Missachtung des rechtlichen Grundsatzes, immer auch die andere Seite hören zu müssen, ist auch eine Missachtung des entsprechenden wissenschaftlichen Grundsatzes. Und es wird sogar nicht nur die andere Seite nicht gehört, sondern es wird auch die mittlere Stimme nicht gehört: die Stimme die sagt, es muss ein vernünftiger Ausgleich zwischen den extremen wissenschaftlichen Theorien gefunden werden.

Extremismus ist Missachtung der Gegenseite UND Missachtung der Stimmen des Ausgleichs – und deshalb ist Extremismus so gefährlich. Die aktuelle Politik und die geschürte öffentliche Stimmung in der Gesellschaft ist Extremismus, ist Totalitarismus.

Die wichtigsten Denker des 20. Jahrhunderts haben nicht einfach vor Kommunismus oder Faschismus gewarnt, SONDERN VOR TOTALITARISMUS, egal in welcher Form. Indem das vergessen wurde sind wir heute schon wieder dort, wo wir nie wieder hinkommen hätten dürfen.

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7 Kommentare zu „Politik und Virologen geht es bei Corona um das Virus statt um die Menschen

  1. Wir sind zwar noch lange nicht soweit, aber zur gegenwärtigen Unterdrückung von politisch ungewollten wissenschaftlichen Positionen und der propagandistischen Verbreitung einer Lehrmeinung passt gut die Rückschau auf Trofim Lyssenko, einen unter Stalin verherrlichten Agrarwissenschaftler, dessen Methoden zu Hungersnöten, Verhaftungen und Stillstand der Wissenschaft führten. Erst in den 60iger Jahren wurde dessen schädliches Wirken abgestellt. Der damalige ignorante und schädliche Umgang mit der Wissenschaft wird als Lyssenkoismus bezeichnet. Wir befinden uns im Anfangsstadium eines solchen.https://de.wikipedia.org/wiki/Lyssenkoismushttps://de.wikipedia.org/wiki/Trofim_Denissowitsch_Lyssenko

    P.S.

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    1. Sehr interessant. Da der Sowjet-Kommunismus ja auf dem „historischen Materialismus“ aufbaute war er besonders anfällig für Wissenschaftsgläubigkeit. Man könnte „Wissenschaft“ ja fast als damalige Staatsreligion im Ostblock ansehen. Und ja: Wissenschaft kann zur Religion entartet werden. Wir sehen es gerade heute drastischer denn je.

      Ihr Beispiel ist besonders hübsch, da es genau analog zu meinem Befund ist: von zwei extremistischen Positionen (Gene versus Umwelt, bzw. Erreger versus Milieu) wird nur eine berücksichtigt, alles andere, insbesondere auch alles Dazwischenliegende, wird völlig ignoriert.

      Und die schädlichen Folgen dieses Extremismus sind damals wie heute dramatisch.

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      1. Das Problem war (vielleicht auch ist) aus meiner Sicht neben der Wissenschaftsgläubigkeit der privilegierte Zugang zu Macht, Propaganda und Wissensverbreitung. Lyssenko hatte Stalins Ohr und nutzte das weidlich aus. Seine extremistischen lamarckistischen Positionen ließen sich auch besser verkaufen, weil sie nach Aktion, schnellen Lösungen und dem Einsatz einfacher Mittel klangen. Das gefiel Stalin natürlich eher als die langwierigen, widersprüchlichen, auch schwer zu verstehenden Forschungen in der Genetik, die noch dazu auf vorher gewonnenen „bürgerlichen“ Erkenntnissen (Mendel etc.) fusste. Die Sache ging letztlich doch gut aus. Lyssenko wurde entmachtet und seine Thesen widerrufen. Er schaffte es letztlich nicht, das Erbe des unermüdlichen Wawilow und seines fleissigen Institutes, das es noch heute gibt, dauerhaft zu zerstören.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Iwanowitsch_Wawilow

        Aber wenn man ein bißchen in der Menschheitsgeschichte herumstöbert, läuten bei den gegenwärtigen Tendenzen alle Alarmglocken. Verdiente Wissenschaftler/innen oder schlicht Andersdenkende werden in den Medien teils auf Gröbste diffamiert und undifferenziert kaltgestellt, ohne dass eine fundierte wissenschaftliche Diskussion, in der ja jede/r jederzeit mit Forschungen, Fakten und Argumenten eine Position untermauern oder widerlegen kann, stattfindet. Man muss beobachten, wie nassforsche, schlecht vorbereitete Journalist/innen vorlaut, niveau- und respektlos auf Interviewpartner/innen, die auf eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere zurückblicken, herunterfahren. Das wird geduldet, das ist gewollt. Und das stimmt bedenklich.

        P.S.

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  2. Um mal ein Beispiel dafür zu geben, wie sich die Politik um die Menschen kümmern könnte indem man auch mal das andere Motto „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“ gelten lassen würde:

    Soweit ich das überschaue ist es weitgehend unbestritten und durch Studien gesichert, wird sowohl von praktischen Ärzten wie auch von Wissenschaftlern vertreten, dass die Höhe des Vitamin-D-Spiegels maßgeblich darauf Einfluss hat, ob man sich überhaupt Infektionskrankheiten einfängt, und wie schwer diese dann auch verlaufen. Zugleich scheint Vitamin D ein praktisch nebenwirkungsfreier Stoff zu sein.

    Warum gibt man also nicht vom Staat mit einem Bruchteil des Geldes, das in „Maßnahmen“ und Impfstoff-Entwicklungen gesteckt wird, an die Bevölkerung Gutscheine für Vitamin-D-Präparate aus.

    Entscheidend wäre dabei
    a) die Freiwilligkeit (niemand wird gezwungen, so ein Präparat einzunehmen)
    b) die freie Wahl unter den am Markt verfügbaren Präparaten, sei es natürliches Fischöl, „Lebertran“ oder synthetische Präparate, wie es dem Einzelnen beliebt (keine Monopol-Begünstigung)

    Um die Kosten im Rahmen zu halten und Missbrauch zu vermeiden, würde ein sinnvolle Kostenhöchsgrenze je vernünftiger Wochendosis festgelegt, so dass im Rahmen dieser Grenzen eine ausreichend Anzahl von Konkurrenz-Präparaten erhältlich sind. Personen, die irgendwelche besonderen mit Gold aufzuwiegenden Edelpräparate wünschen, können entsprechend aus eigenem Geldbeutel aufstocken.

    Mit dieser einfachen, legitimen staatlichen Maßnahme könnte der durchschnittliche Gesundheitszustand in der Bevölkerung massiv gesteigert werden. zudem würde damit den Bürgern die Möglichkeit einer positiven Einflussnahme gegeben – im Gegensatz zu den ständigen negativen, aus Vermeidungen und Einschränkungen bestehenden Maßnahmen.

    Nun frage ich mich ehrlich: warum ist noch nie irgend jemand in den hochbezahlten staatlichen Gesundheitsbürokratien auf so eine Idee gekommen? Weil das vielleicht gar nicht gewollt ist? Das aktuelle staatliche Handeln lässt zumindest einen solchen Verdacht aufkeimen. Nicht die Gesundheit der Bürger soll geschützt werden – sondern das Gehorsamsgebaren der Bürger soll „geschult“ werden.

    Die Regierung hätten es in der Hand, das Gegenteil zu beweisen!

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  3. Moin,
    zu „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“ s.a. Beitrag von Dr. med. Thomas Hardmuth, Heidenheim, aus ‚Gesundheit-Aktiv‘ #17 = aktuelle Ausgabe (Falls gewünscht kann ich diesen Beitrag als JPG-Dateien (3,1 MB) zukommen lassen …
    Dito: https://rudolf-steiner-haus-stuttgart.de/veranstaltung/die-bedeutung-der-viren-fuer-mensch-und-natur/https://www.anthroposophische-meditation.de/fileadmin/media/Coronakrise/Corona-Syndrom_Dr.-Thomas-Hardtmuth.pdfhttps://www.rubikon.news/artikel/das-corona-syndrom-2
    HerzLichsT aus Ostfriesland (!).

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  4. Ihr Zitat „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“, mit dem Begriff „Erreger“ statt „Keim“ ist wohl die gängige Version. Danke dass Sie das hier eingeführt haben. Ich hatte aus dem Gedächtnis zitiert.

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