Bessere Immunität durch Infektion als durch Impfung

Impfungen sollen demnächst massenweise durchgeführt werden. Freiwillig, unter sanftem Druck oder unter Zwang. Aber es stellt sich die Frage, wer eine Impfung überhaupt braucht und welcher Anteil der Bevölkerung immun sein muss, damit die Verbreitung des Virus gestoppt wird. Und was passiert hinsichtlich Impfung mit allen, die nachweislich infiziert waren und daher immun sind?

In ORF 1 bei Talk1 gab es eine Diskussion zum Thema Impfung, in der die Diskussionsteilnehmerin Christina Nicolodi, die als Virologin bezeichnet wird, von einer benötigten Immunität von über 90 Prozent sprach um eine Herdenimmunität zu erreichen (TVthek ab Minute 29:50). Das ist falsch, allerdings voll im Interesse der Pharmaindustrie, die Frau Nicolodi berät.

Die gebräuchliche Formel für die Herdenimmunitäts-Schwelle (HIS) ist 1 – 1/R0, wobei R0 der berühmte Reproduktionsfaktor ist. Bei SARS-Cov-2 liegt R0 bei etwa 2,5, der Wert für die HIS also bei etwa 60 Prozent. Bei Masern ist R0 mit 18 weit höher und die HIS daher bei etwa 95 Prozent.

Dazu kommt aber noch ein entscheidender Unterschied. Kinder, bei denen Masern primär auftreten, sind eine relativ homogene Gruppe. Die Gesamtbevölkerung dagegen überhaupt nicht. Schon alleine die Unterschiede zwischen Stadt und Land machen einen gravierenden Unterschied in der Häufigkeit von Kontakten bei denen eine Ansteckung möglich ist. Superspreader, mit sehr vielen Kontakten, stecken sich rasch an und werden dann Superimmune, die bei ihren vielen Kontakten eben keine Infektionen mehr verbreiten. Die Berücksichtigung dieser Heterogenität reduziert die HIS deutlich und damit auch den Bedarf an immunen Mitgliedern in der Bevölkerung.

Immunität durch Infektion und Impfung im Vergleich

Bisher wurden nur ganz wenige Fälle weltweit bekannt, bei denen es zu einer neuerlichen Infektion gekommen ist. Die Chance einer tatsächlichen Neuinfektion dürfte bei etwa 1 zu 10 Millionen oder noch weniger liegen. Selbst in den bisher sehr mageren Informationen, die von den Pharmafirmen über ihre Impfstoffe bekannt wurden, ist von mindesten 5 bis 10% der Geimpften die Rede, die infiziert worden sind. Dabei kam es auch zu schweren Erkrankungen.

Eine Infektion führt also wesentlich sicherer zur Immunität gegen Infektion und schützt gegen Erkrankung was beides nach einer Impfung nur zu einem vergleichsweise geringen Prozentsatz der Fall ist.

Der Professor für Vakzinologie Florian Krammer führt in einem Twitter Thread und einer Studie aus, dass von den Impfstoffkandidaten keineswegs vollständiger Schutz zu erwarten. Manche schützen nur die Lungen, aber nicht die oberen Atemwege vor Infektion.

Im Vergleich zu natürlicher Infektion oder Impfung mit den klassischen abgeschwächten Viren, die der natürlichen Infektion am nächsten kommen, könnten die Impfstoffe zwar vor Erkrankung schützen aber nicht vor Infektion und deren Verbreitung.

Hier die Übersetzung dieser Tweets von Krammer:

Alle Spitzenreiter und die meisten der >180 in der Pipeline befindlichen Impfstoffe werden intramuskulär/als Injektion verabreicht. Dieser Weg ist gut geeignet, um IgG zu induzieren, das in den unteren Atemwegen vorherrscht und zum Schutz der Lunge beiträgt, was großartig ist.

Diese injizierten Impfstoffe sind jedoch schlechte Induktoren von Schleimhautantikörpern im oberen Respirationstrakt, der größtenteils durch sekretorisches IgA1 geschützt ist. Dies könnte zu einer Immunität führen, die die Lunge schützt (milde/keine Erkrankung), aber dennoch eine Infektion und möglicherweise Weiterübertragung des Virus.

Natürliche Infektionen oder abgeschwächte Lebendimpfstoffe induzieren Schleimhautimmunität, und abgeschwächte Lebendimpfstoffe könnten die sterilisierende Immunität in den oberen Atemwegen wesentlich besser induzieren.

Indem wir keine attenuierten Lebendimpfstoffe entwickeln, können wir am Ende Impfstoffe erhalten, die uns vor Krankheiten, aber nicht vor Infektionen schützen, und wir könnten das Virus immer noch an andere weitergeben. Dies wurde z.B. bei Impfstoffen gegen Grippeviren beobachtet.“

Die Immunität durch Infektion ist dauerhaft. Eine Studie in Singapur hat gezeigt, dass Personen, die 2003 mit SARS-1 infiziert waren, auch noch 2020 solide Immunität durch T-Zellen haben, die auch gegen SARS-Cov-2 voll wirksam sind.

Impfpass oder Äquivalent nach Infektion

Es gibt Pläne verschiedene Arten von Gesundheitsausweisen einzuführen, die den Zugang zu Sportstätten, Veranstaltungen, Reisen oder sogar zu gewissen Arbeitsplätzen erst ermöglichen sollen. So hat etwa der CEO der australischen Fluglinie Quantas erklärt, dass man künftig nur noch Passagiere mitnehmen werde, die eine Impfung nachweisen könnten.

Auch vom britischen Premier Boris Johnson ist zu hören, dass es eine Art von Ausweis geben sollte, um ungehindert am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Vorn der EU gibt es schon länger Pläne für einen digitalen Impfausweis, und Organisationen wie die Gates Foundation, die GAVI Impfallianz aber ach Kreditkartenunternehmen verfolgen ähnliche Pläne, vor allem in Afrika.

Falls so etwas jemals kommen sollte, was ich ablehne, dann müssen jedenfalls alle, die durch Infektion Immunität erhalten haben, einer Impfung mindestens gleichgestellt werden.

Zu untersuchen wäre auch, ob es nicht nachteilige Folgen durch Impfung für Menschen gibt, die bereits infiziert waren. Dies insbesondere bei dden Gentechnik Impfstoffen mit mRNA oder viralen Vektoren. Gefahr droht vor allem vom Antibody Dependent Enhancement (ADE) – antikörperabhängigen Verstärkungmanchmal weniger präzise als Immunverstärkung oder Krankheitsverstärkung bezeichnet. Das ist ein Phänomen, bei dem die Bindung eines Virus an suboptimale Antikörper seinen Eintritt in die Wirtszellen und anschließend seine Replikation verstärkt. Dieses Phänomen bewirkt einen massiven Impfschaden.

Immunität durch Infektion

Mittlerweile sind laut den Behörden in Deutschland knapp 1 Million Fälle bestätigt worden, in der Schweiz etwa 310.000 und in Österreich 260.000. Laut WHO ist die Dunkelziffer weltweit 20 Mal so hoch wie die bestätigten Fälle, aber je nach Region stark unterschiedlich und möglicherweise nur Faktor 10. In Deutschland gibt es also 1,2% bestätigte und unter Einrechnung einer 10-fachen Dunkelziffer über 10% tatsächlich infiziert Gewesene, in Österreich 2,8% bzw über 25% und in der Schweiz 3,5% und somit möglicherweise schon über 30%.

Dazu kommt noch eine Hintergrundimmunität durch frühere Infektionen mit einem der anderen Coronaviren, die zumindest über T-Zellen nachweisbar ist.

Allerdings muss an dieser Stelle einschränkend gesagt werden, dass die PCR-Tests bekannt unzuverlässig sind und bei Personen ohne Symptome hohe Anteile an falsch-positiven Ergebnissen liefern. Die „bestätigten-Fälle“ erlauben daher keine wirklich Aussage.

Seroprävlenz Studien, also Untersuchungen auf Antikörper, haben in Ischgl sehr zeitnahe stattgefunden und daher ein wahrscheinlich recht zuverlässiges Bild von 42% ergeben. Später durchgeführte Studien sagen kaum noch etwas aus, da Infektionen ohne oder nur mit leichten Symptomen oft keine Antikörper hervorrufen oder diese relativ rasch wieder verschwinden. In meinem Fall bei einer zweifach laborbestätigten Infektion zu Silvester 2019 waren sie per Mitte April gerade noch nachweisbar, Anfang Mai dann aber verschwunden.

Untersuchungen auf T-Zellen, die die wichtigere und vor Jahre und Jahrzehnte anhaltende Abwehr darstellen – in meinem Fall nach mehr 10 Monaten nach der Infektion noch stark nachgewiesen – wurden nur selten stichprobenartig untersucht. In Stockholm gibt es allerdings eine Studie, die bei etwa 10% Antikörper und bei etwa 30% der Bevölkerung T-Zellen noch vor dem Sommer angenommen hat.

Am aussagekräftigsten sind bisher noch die Studien von Top-Medizin-Wissenschaftler John P. Ioannidis, deren letzte mit Abschätzung der weltweiten IFR (Infection Fatality Rate) von etwa 0,2% auch die WHO übernommen hat.

Leider wird bisher die natürliche Immunität gegenüber der Impfung völlig zu Unrecht in den Hintergrund gedrängt. Es ist eigentlich auch nicht mehr einzusehen, warum immune Personen von Lockdowns oder anderen Maßnahmen wie Maskenpflicht betroffen sind. Sie können niemand mehr schaden, zumindest mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit als einem Lotto-Gewinn.

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Ein Kommentar zu „Bessere Immunität durch Infektion als durch Impfung

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