Kontroverse über Masken geht weiter – Nutzen oder Gefährdung unklar

Wohl kaum ein Thema rund um das Coronavirus hat schon so viele Wendungen durchgemacht wie die Masken. Anfangs wurden sie von den offiziellen Stellen als nutzlos bezeichnet, doch gegen Ende März begann sich das Blatt zu wenden und Anfang April wurden sie plötzlich zur Pflicht.

Die Kritiker der Verwendung von Masken sind ziemliche Schwergewichte. So äußerte sich etwa der weltweit führende Medizin-Wissenschaftler John P. Ioannidis im Webinar der Asia Times kritisch. Masken können hilfreich sein, wenn sie richtig und fachgerecht verwendet werden, was allerdings bei Alltags-Nutzung wenig wahrscheinlich ist. Ähnlich äußert sich auch der Leiter der AGES-Gesundheitsabteilung Franz Allerberger, nach dem „Maskentragen keinerlei Auswirkungen“ in Österreich hatte.

Drosten als Maskenskeptiker

Der deutsche Virologe Christian Drosten hat in der Maskenfrage schon mehrere 180 Grad Wendungen hinter sich gebracht, wie auch Public Health Experte im Interview hier kritisierte. Bei einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages unter Vorsitz von Harald Weinberg (Die Linke) am Mittwoch, 9. September 2020 fügte er eine neue Wendung hinzuAnzusehen hier, ab Minute 8.15:

“Und es gibt einen anderen Punkt, den man nicht von der Hand weisen kann. Wir wissen nicht, ob nicht die Verwendung von Alltagsmasken in großer Verbreitungsweite, ob das nicht dazu führt, dass im Durchschnitt die erhaltene Virusdosis in einer Infektion geringer ist und dass im Durchschnitt des Krankheitsverlauf auch weniger schädlich sein könnte, aber das ist eine reine Spekulation. Dazu gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Und es gibt umgekehrt eben Länder, in denen man sagen kann, es wurde von Anfang an durchgängig Maske getragen, dazu gehören sehr viele asiatische Länder und trotzdem ist es zu großen Ausbrüchen gekommen.”

Drosten bestätigt zumindest in diesem Teil seiner Aussage die Zweifel an der Maske. Die Vermutung, dass durch Masken die Viruslast reduziert werde, stammt vom Harvard-Infektiologen Michael Mina, der dies als möglichen Weg zu Erlangung der Herdenimmunität vorschlug, was Drosten allerdings unterschlägt.

Kritik von Apothekern und Hygienikern

Scharfe Kritik kam von Prof. Dr. Markus Veit, der sich mit einem Beitrag in der Deutschen Apotheker Zeitung zu Wort gemeldet hat. Alle bisher gültigen und wohlfundierten Normen würden außer Kraft gesetzt und die Qualität der Studien sei miserabel. Viele der Daten aus Studien über die Effizienz des Infektionsschutzes sind ungeeignet Antworten zu liefern, „auch wenn der Titel der Studien oder die Interpretation der erhaltenen Ergebnisse durch die bestenfalls halbgebildeten „Faktenchecker“ der Medien dies suggerieren.“

Ein Risiko der Alltagsmasken, auf das anfangs auch das RKI immer wieder hingewiesen hat, ist, dass damit eine vermeintliche Sicherheit suggeriert wird. Ein anderes (wissenschaftlich bisher unbewiesenes, aber plausibles) Risiko ist, dass das Übertragungsrisiko steigt und nicht abnimmt!“

Ähnliches ist in einem Beitrag in der Zeitschrift “Krankenhaushygiene” zu lesen Dort erschien im August ein Beitrag mit dem Titel: “Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit”. Fazit des Beitrags laut Verlags-Internetseite:

“Aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland können jeden Tag zig-millionenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger werden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich ist. Dabei besteht das Risiko, dass der – schon zwangsläufig – unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht – ein Risiko, das man doch aber gerade durch die Maske reduzieren will. Eine Maskenpflicht vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl, und ein falsches Sicherheitsgefühl ist immer ein Sicherheitsrisiko.”

Fehlerhafte WHO Studie

Die vielzitierte WHO-Metastudie über Gesichtsmasken, die eine 80%ige Risikoreduzierung behauptete und maßgeblich an der globalen Veränderung der Gesichtsmaskenpolitik beteiligt war, hat sich als ernsthaft fehlerhaft und „im Wesentlichen nutzlos“ erwiesen. Die WHO-Metastudie täuschte Gesundheitsbehörden, „Experten“ und die Medien auf der ganzen Welt. Mehr über dieses jüngste gesundheitspolitische Fiasko ist hier nachzulesen.

Im US-Bundesstaat Kansas wiesen die 90 Counties ohne Maskenmandat niedrigere Coronavirus-Infektionsraten auf als die 15 mit Maskenpflicht. Um diese Tatsache zu verbergen, versuchte das Gesundheitsministerium von Kansas, die offiziellen Statistiken und die Datenpräsentation zu manipulieren.

Angesichts der recht eindeutigen Beweise gegen die Wirksamkeit von Gesichtsmasken in der Allgemeinbevölkerung sollten die Gesundheitsbehörden nicht länger davon ausgehen oder suggerieren, dass Gesichtsmasken die Infektionsrate oder das Infektionsrisiko senken.

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Ein Kommentar zu „Kontroverse über Masken geht weiter – Nutzen oder Gefährdung unklar

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