Anstieg von Infektionszahlen entspricht dem langjährigen Durchschnitt

In ganz Europa werden derzeit wieder ansteigende Infektionszahlen gemeldet. Übereinstimmend wird berichtet, dass jetzt die jüngeren Altersgruppen stärker betroffen sind, die aber meist ohne Symptome bleiben. Die jetzt häufig gestellte Frage lautet, inwieweit sich hier eine zweite Welle ankündigt, oder ob es sich um normale saisonale Aktivitäten handelt.

Das österreichische Außenministerium hat auf die Zunahme der bestätigten Fälle in Kroatien mit einer Reisewarnung der Stufe 6 reagiert und zur Rückkehr nach Österreich aufgefordert. Die Frage ist allerdings, wo man sich eher anstecken kann.

Die Saisonalität der Atemwegserkrankungen

Twitter User @DaFeid hat wieder eine interessante Grafik durch Überlagerung vorhandener Daten erstellt. In Deutschland gibt die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) im Robert Koch Institut (RKI) regelmäßig Berichte über Akute Atemwegserkrankungen (ARE)heraus. Der letzte Monatsbericht für die Saison 2017/2018 endend mit Woche 39 https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2017_2018/2018-39.pdf bietet einen guten Vergleich über die Verlauf der letzten Jahre, wie oben zu sehen.

Jahresvergleiche

Die Grippewelle der Saison 2017/18 – in der Grafik die rote, gepunktete Linie – begann in der 52. KW 2017, erreichte während der 8. bis 10. KW 2018 ihren Höhepunkt und endete nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza in der 14. KW 2018. Sie hielt 15 Wochen an. Ähnlich verliefen die Wellen in den Saisonen 2916/2017 – grün eingetragen – und in 2015/2016 mit der blauen Linie.

AGI_Jahre15-18

Die Höhepunkte wurden jeweils in anderen Wochen erreicht. Die Saison 2017/2018 hatte einen schwereren Verlauf und einen Höhepunkt der etwa dem der aktuellen Corona-Saison entspricht.

In den eingesandten Proben wurden in 45% Viren nachgewiesen, nämlich in 42% davon Rhinoviren und in 7% Adenoviren. Fünf Patienten hatten eine Doppelinfektion mit Rhino- und Adenoviren. In anderen Saisonen wurden auch im August schon Influenzaviren gefunden.

Wir sehen, dass in den Wochen 24 bis 32 die Tiefststände erreicht sind, aber ab Mitte August jedes Jahr ein Anstieg an Atemwegserkrankungen erfolgt. Und genau das passiert auch heuer bei den Infektionen mit dem Coronavirus.

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