Lockdown hilft nur kurzfristig – am Beispiel Neuseelands

14. August 2020von 2 Minuten Lesezeit

Der Lockdown wurde uns immer wieder als die beste Methode verkauft mit der Corona Pandemie umzugehen. „Flatten the curve“, die Kurve flach halten, war eines der Ziele. Aber manche glaubten, das Virus ganz loswerden zu können, wie etwa Neuseeland. Stolz verwies die Premierministerin Jacinda Ardern auf 100 Tage ohne bestätigten Fall. Bis neue auftauchten. Das Virus lässt sich nicht aussperren.

Mit vier neuen Fällen beschloss die Regierung neuerlich einen Lockdown für das industrielle Zentrum Auckland zu verhängen. Die Fallzahlen legen trotzdem wieder leicht zu, sind aber so niedrig, dass sie in Europa wahrscheinlich bestenfalls mit Achselzucken zur Kenntnis genommen würden.

Trotz all der vermeintlichen Fortschritte, die Neuseeland bei der Bekämpfung des Coronavirus gemacht hat, steht das Land jetzt wieder am Anfang. Unglücklicherweise für die Kiwis ist ihre Regierung nach wie vor wahnhaft zuversichtlich, dass sie das Virus erneut „ausmerzen“ können.

Der Bürgermeister von Auckland schätzt, dass die neuerliche Abriegelung allein für seine Stadt, die als wirtschaftlicher Motor für die Wirtschaft der Nation dient, pro Tag 60 Millionen Dollar an verlorener wirtschaftlicher Produktivität kosten wird. Und diese Zahl wird mit jedem Tag, an dem der Lockdown fortgesetzt wird, weiter steigen.

Es gibt bereits einen anhaltenden Ansturm auf die Banken. Die Wirtschaft wurde stillgelegt, Militär- und Polizeikontrollen wurden eingerichtet, und die Nation hat ein massives Testregime eingeführt, das mit Sicherheit viele neue Fälle finden wird, was die Angst und die irrationale Regierungspolitik nur noch verstärken wird.

Das Problem ist, dass der erste Lockdown eine nach wie vor wenig immunisierte Bevölkerung zurückgelassen hat. SARS-Cov-2 ist ziemlich infektiös und wenn es einmal wo auftritt verbreitet es sich relativ flott. Jahreszeitlich ist Neuseeland gerade in der gleichen Periode, in der wir im Februar und März befanden, was offenbar gute Bedingungen für das Virus schafft.

Wir haben gesehen, dass die Kurven der bestätigten Infektionen und der Todesfälle in vielen europäischen Ländern gleich verlaufen sind, egal ob und wann ein Lockdown verfügt wurde. Neuseeland musste bisher als Beweis herhalten, dass die Maßnahme wirksam sei. Dass dem nicht so ist, wird gerade offenbar.

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