PCR-Test unzuverlässig: Tourismusbetrieb mit 4 falsch-positiven von 8 Ergebnissen

Der Besitzer eines Gästehauses in der Steiermark hat vorige Mitarbeiter vorsichtshalber testen lassen, doch 4 von 8 ergaben ein positives Ergebnis. Ein neuerlicher Test der 4 positiven zwei Tage später war aber dann negativ. Nun geben sich WKO und Gesundheitsministerium erstaunt und fragen sich wie das passieren konnte. Die Antwort ist einfach: der PCR-Test liefert bei der derzeit extrem geringen Infektionsrate über 90 Prozent falsch-positive Ergebnisse.

Der steirische Unternehmer schätzt seinen Schaden auf 14.000 bis 20.000 Euro. Gäste haben storniert und die Landesmeisterschaft im Bogenschießen wurde abgesagt. Da ein so hoher Prozentsatz der Getestet positv war, ist es offenbar erstmals aufgefallen. Es ist aber längst bekannt – und wir haben wiederholt berichtet –, dass der Test bei rund 2% der durchgeführten Tests ein falsch-positives Ergebnis liefert.

Die Fehlerquote des PCR-Tests

Wie genau der PCR Test misst wurde von INSTAND e.V., Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien, erhoben. Die aktuellste Auswertung vom 3. Juni zeigt, dass von drei mit Viren versetzten Proben 98,9% bis 99,7% korrekt als positiv erkannt wurden, eine sehr stark verdünnte Probe nur mehr zu 93%.

Bei den Proben, die keine SARS-Cov-2 Viren enthielten, waren zwischen 97,8% und 98,6% der Ergebnisse korrekt negativ, aber eben zwischen 2,2% und 1,4% falsch-positiv. Im weiteren verwenden wir einen Wert von 98% richtig-negativen und 2% falsch-positiven.

Es macht nun einen großen Unterschied, ob eine Gruppe von Personen getestet wird, bei der 10% der Personen infiziert sind, oder nur 1% oder gar nur 0,1%. Wir haben derzeit höchstens 0,1% Infizierte, wahrscheinlich aber nur 0,01%.

95 Prozent falsch-positiv

Mit der Infektionsrate von 0,1% wird sich bei 1000 Tests im Durchschnitt 1 richtig positiver finden, aber eben 20 falsch-positive. Das heißt 20 von 21 oder 95% der Tests sind falsch-positiv.

Nachdem es sich hier um Statistik handelt, treten die falsch-positiven einfach irgendwann auf. Aber dass es falsch-positive gibt, sollte zumindest dem Beraterstab des Gesundheitsministeriums bekannt sein.

Das Problem besteht aber schon länger, denn ab April wurden die täglichen Tests auf 8000 bis 10.000 hochgefahren. Die Zahl der „bestätigten“ Fälle bewegen sich im Bereich von 80 bis etwa 150 pro Tag. Das Gesundheitsministerium nimmt die Fälle zur Gänze als korrekt und gibt sich jetzt überrascht: „Es darf nicht sein, dass Betriebe aufgrund eines nicht eindeutigen Testergebnisses schließen müssen. Hier braucht es volle Aufklärung des genauen Hergangs.“

Da zufällig einmal gleich 4 Personen ein zweites Mal getestet wurden, ist nun erstmals aufgefallen wie falsch die Ergebnisse sein können.

Besser wäre es, wenn sich die Beamten jetzt endlich über die Validität und Zuverlässigkeit der Tests informieren würden.

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