Mythen: „Lockdown stoppt Pandemie“ und „Regentanz bringt Regen“

Ein Regentanz hilft (fast) immer. Wenn man ihn ausführt kommt Regen. Wirksamkeit bewiesen. Umgekehrt helfen Opfer an Sonnengötter Helios, Aton, Ra, Huitzilopochtli, Sriya, Suna und wie sie noch geheißen haben, brachte sicher wieder die Sonne zum Vorschein. Der Lockdown bringt dagegen das Virus zum Verschwinden. Bewiesen! Oder einfach Unwissen über den Verlauf von Pandemien.

Obwohl beim Regentanz und Opfer an die Sonne die gleichen Ergebnisse eingetreten wären, wenn der Stamm nichts unternommen hätte, hat der Stammesführer dennoch Anerkennung oder Schuld von seinen Wählern erhalten. In ähnlicher Weise rennen die heutigen Politiker darum, Lob – oder Schuld – für die „Ergebnisse“ von COVID-19 zu erhalten. Kontrollieren Politiker diese Ergebnisse wirklich, oder nutzen sie einfach unsere tief verwurzelten Glaubenssätze aus?

Wissenschaft gegen Lockdown

Als China im Januar zum ersten Mal einen Lockdown einsetzte, um „COVID-19 zu besiegen“, zitierte die Washington Post einen Professor der Georgetown-Universität mit den Worten: „Die Wahrheit ist, dass diese Art von Lockdown sehr selten gemacht wird und niemals effektiv ist…“.

Im März beeinflussten die schrecklichen Prognosen des Imperial College London das Weiße Haus und Boris Johnson, aber eine sorgfältige Lektüre der im Bericht des Imperial College enthaltenen Ratschläge zeigt, dass seine Autoren wussten, dass die Abriegelung allein keine Infektionen beseitigen, sondern sie nur verzögern könnte: „Je erfolgreicher eine Strategie bei der vorübergehenden Unterdrückung ist“, hieß es darin, „desto größer wird die spätere Epidemie ohne Impfung sein, da die Herdenimmunität weniger stark ausgeprägt ist“.

In den Dokumenten zur Planung von Pandemien vom Center for Disease Control and Prevention heißt es, dass staatliche nicht-pharmazeutische Interventionen wie die soziale Distanzierung wirkungslos sind, sobald eine Krankheit 1% der Bevölkerung einer Region infiziert hat. Die Literatur zu diesem Thema ist weltweit einhellig. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten:

„Es gibt keine historischen Beobachtungen oder wissenschaftlichen Studien, die dafür sprechen, Gruppen von möglicherweise infizierten Menschen über längere Zeiträume in Quarantäne zu halten, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Es ist schwer vorstellbar, dass Maßnahmen wie die in der Kategorie der sozialen Distanzierung keine positiven Auswirkungen haben würden, indem sie die Übertragung einer Infektion der menschlichen Atemwege Die Evidenzbasis für jede einzelne Maßnahme ist jedoch oft schwach“.

Viren finden immer einen Weg

Jahrzehntelange Beweise bestätigen dies. Im Jahr 1969 erlebte eine Gruppe von Männern, die in der Antarktis überwintern, während der 17. Woche ihrer Isolation einen spontanen Ausbruch des Atemwegsvirus. In ähnlicher Weise trat COVID-19 auf einem argentinischen Marineschiff am 35. Tag seiner Reise auf, nachdem Kapitän und Besatzung 14 Tage lang isoliert worden waren.

Die Natur findet immer einen Weg. Kein Atemwegsvirus brachte je eine „Abriegelung“ zum verschwinden. Was es braucht, ist eine Herdenimmunität, vorzugsweise früher als später, vorzugsweise von jungen und gesunden Menschen entwickelt, um die Sterblichkeit zu minimieren. Die Politiker wissen, dass die Krankheit irgendwann ausbrechen wird, dennoch bemühen sie sich, eine Mehrheit davon zu überzeugen, dass ihre Aktionen – moderne Versionen des Regentanzes – dieses Ergebnis herbeigeführt haben.

Kein kausaler Zusammenhang von Sterblichkeitsrate und Lockdown

Öffentlich zugängliche Daten zeigen keinen kausalen Zusammenhang zwischen Regierungsanordnungen und den Sterblichkeitsraten von COVID-19. Die Pro-Kopf-Sterblichkeit in Schweden liegt im Jahr 2020 etwa 290 pro Million Einwohner über dem Fünfjahresdurchschnitt, während die Pro-Kopf-Sterblichkeit in New Jersey fast 1.900 pro Million Einwohner über dem Fünfjahresdurchschnitt liegt und in Michigan über 700 pro Million. Falls jemand den Verdacht haben sollte, dass Schweden „von Natur aus“ abgeschottet ist, zeigen die Mobilitätsdaten, dass dies nicht der Fall ist. Die Mainstream-Medien berichten nicht darüber. Stattdessen hilft die energische Verleumdung Schwedens in Verbindung mit der pseudowissenschaftlichen Behauptung, Lockdowns würden das Unvermeidliche nicht nur verzögern, den Politikern dabei, die menschliche Neigung zur Mythologisierung auszunutzen.

Ganz schön lässt sich das am Beispiel der US Bundesstaaten zeigen. Wie im Bild oben zu sehen wanderte die Infektion von Norden nach Süden. Egal wer wann einen Lockdown veranstaltet hat

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Ein Kommentar zu „Mythen: „Lockdown stoppt Pandemie“ und „Regentanz bringt Regen“

  1. Alles richtig und unterschrieben! Danke und herzlichen Glückwunsch dazu.
    Nur … warum kriegen wir in Österreich unsere Ä… nicht hoch bzw. so eine Demo auf die Straße wie Berlin 8.8?
    Liebe Grüße!

    Liken

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