Coronavirus: so schützt sich der Körper vor Infektion

Der Körper schützt sich mit einer Reihe von Verteidigungslinien gegen Krankheitserreger wie Viren und Bakterien. Deshalb passiert nach derzeitigem Kenntnisstand eine Infektion mit dem Coronavirus nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 5%, wenn man sich 15 Minuten in weniger als 2 Meter Abstand zu einer infizierten Person aufhält.

Aber wie wehrt sich der Körper gegen das Coronavirus, das immer wieder gerne als „neuartig“ apostrophiert wird. Damit wird unterstellt, dass das Immunsystem keine Ahnung habe von dem was da kommt. Das ist mehrfach falsch. Die Coronaviren grassieren schon jahrzehntelang oder noch länger, haben eben bisher nur Symptome wie etwa Schnupfen verursacht oder die Grippeviren begleitet. Da bis zu 80% der Bevölkerung keine oder kaum Symptome zeigen, sei das Virus entweder nicht so neu wie angenommen.

Unbekannt ist diese neue Mutation der Coronaviren allerdings nur der letzten Barriere des Immunsystems, nämlich den T-Zellen und B-Lymphozyten. Die sind zuständig für die passgenaue Attacke mit Gedächtnis, die eben auch über eine Impfung vorab informiert werden können.

Mehrere Barrieren, beginnend mit der Haut

Lange bevor T- und B-Zellen zum Einsatz kommen, können Plasmazellen, Killerzellen, Makrophagen sofort auf neue Viren-Spezies reagieren und sie tun das auch. Ohne jegliche Vorab-Information. Die Antwort des Immunsystems fällt umso stärker aus, je weniger es mit anderen Krankheiten wie Übergewicht und den Folgeschäden wie Adipositas, Hypertonie, Diabetes etc überlastet ist. Und wenn es richtig mit Eiweiß, Vitaminen und anderen Mikronährstoffen versorgt ist, die es zum Funktionieren benötigt.

Aber selbst bevor diese mächtigen Teile des Immunsystems in Aktion treten, schützt uns die Barriere aus Haut, Schweiß und Tränen. Denn unsere Haut ist die erste Mauer. Hier setzen auch die bekannten Maßnahmen an, wie die Hände zu waschen, so dass die Viren durch die Seife abgetötet und von der Haut gespült werden. Halten wir Abstand, dann werden die Schleimhäute in Nase und Mund nicht mit Viren überschwemmt und die von den Schleimhäuten erzeugten antimikrobiellen Proteine sind natürliche Antikörper gegen alles, was nicht in den Körper eindringen will. Und die Nasenhärchen wirken als natürlicher Filter.

Die schnelle Eingreiftruppe

Sobald ein Erreger – egal ob Virus oder Bakterium – die erste Schutzschicht überwunden hat, trifft er auf eine schnelle Einsatztruppe aus Plasmaproteinen. Diese kreisen dauernd im Blut und in anderen Körperflüssigkeiten. Sie schützen uns innerhalb von Minuten, noch bevor unser Körper Antikörper gebildet hat.

Hier ist der Grund, warum doch so viele Infektionen ohne oder mit sehr milden Krankheitssysmptomen verlaufen, ja Infizierte wissen oft nicht einmal, dass sie sich das Virus eingefangen haben. Ein starkes Immunsystem hat rasch zugeschlagen und aufgeräumt. Dennoch ist man für einige Tage für andere ansteckend.

Nach den Aktivitäten der Plasmaproteine bleiben Zelltrümmer zurück. Aber natürlich hat die Natur auch hier vorgesorgt, nämlich mit den Makrophagen. Die sind zuständig für die Müllabführ und beseitigen alles was nichts im Körper zu suchen hat. Auch die von den Killerzellen abgetöteten Zellen, die vom Virus befallen waren, werden von den Makrophagen aus dem Körper geschafft. Und dazu schlagen sie auch noch Alarm, indem sie Botenstoffe aussenden (Zytokine).

Die Spezialtruppen mit Gedächtnis

Erst jetzt kommen die T- und B-Zellen zum Einsatz. Deren Abwehr ist sehr präzise, sie wissen genau, was sie zu beseitigen haben. Deshalb kann sie auch mit einer Impfung trainieren, sie lernen dabei wie das Virus aussieht und können daher unter Überspringen der sonst nötigen Lernphase sofort in Aktion treten. Die T-Zellen entwickeln passgenaue Rezeptoren und vernichten damit die Viren.

Die Funktion der B-Zellen ist etwas anders. Sie produzieren Antikörper in riesigen Stückzahlen, die ebenfalls die Viren genau erkennen und unschädlich machen.

Also zusammengefasst: Das kompetente Immunsystem besiegt Viren. Welcher Art auch immer.

Wie man das macht? Steht hier:
Coronavirus Erkrankung: wie man sich am besten schützt

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